Grundrezept für ein Powerfrühstück: Porridge

Egal ob Porridge oder Haferbrei, heute habe ich das Grundrezept für dieses Powerfrühstück für dich parat. Denn vor einiger Zeit habe ich dir bereits mein Grundrezept für Overnight Oats gezeigt. Ich habe im Leben nicht damit gerechnet, dass gerade dieser Blogpost einer der am meisten gelesenen auf meinem Blog werden würde. Da dich gesunde Frühstücksmöglichkeiten offensichtlich sehr interessieren, zeige ich dir heute alles rund um das Thema Porridge!

Porridge ist …

  • lecker: klar, oder?! 😉
  • gesund & vollwertig
  • alltagstauglich
  • schnell & einfach zubereitet
  • flexibel
  • vegetarisch
  • vegan (bei entsprechender Zubereitung)
  • laktosefrei (bei entsprechender Zubereitung)
  • zuckerfrei
  • zum Mitnehmen geeignet
Cremiger Vanille Porridge mit Mandeln und Heidelbeeren 3

Porridge, was ist das eigentlich?

Porridge wird im Englischen auch Oatmeal genannt und ist im deutschsprachigen Raum als Haferbrei oder Haferschleim bekannt. Meiner Meinung nach klingen weder „Haferschleim“ noch „Haferbrei“ sonderlich appetitanregend, weshalb ich den Begriff „Porridge“ verwende.

Vor allem in der kälteren Jahreszeit bereite ich morgens oft Porridge zu, denn im Gegensatz zu Müsli oder Overnight Oats wird Porridge warm gegessen.

Porridge stammt ursprünglich aus Schottland und war früher eine Mahlzeit, die vor allem ärmere Leute gegessen haben. Der Grund ist naheliegend: die Grundzutaten sind simpel und günstig. Hinzu kommt, dass Porridge lange satt macht und sehr gesund ist.

Warum ist Porridge so gesund?

Porridge kann nicht nur sehr vielfältig zubereitet werden und schmeckt superlecker, sondern hat darüber hinaus auch viele gesundheitliche Vorteile. Für gewöhnlich wird Porridge mit Haferflocken zubereitet. Diese enthalten viele wertvolle Ballaststoffe, die die Verdauung anregen und für eine langanhaltende Sättigung sorgen. Darüber hinaus enthalten Haferflocken Antioxidantien und ebenso Mineralstoffe wie Zink, Magnesium, Eisen und Phosphor. Von allen Getreidearten haben Haferflocken übrigens den höchsten Vitamin B1- und Vitamin B6-Gehalt.

Wenn du zusätzlich Nüsse, Nussmus oder Samen als Topping verwendest, sättigen diese ebenfalls und liefern dem Körper viele wichtige ungesättigte Fettsäuren.

Für gewöhnlich wird Porridge mit Früchten garniert, die viele Vitamine und Mineralien enthalten und den Porridge noch gesünder machen.

Die „Porridge-Formel“ – ein denkbar einfaches Prinzip

Mit dem folgenden Grundrezept kannst du Porridge ganz einfach zubereiten:

200 ml Flüssigkeit + 40 g Getreideflocken = 1 Portion Porridge

Getreideflocken

Porridge kann mit unterschiedlichen Getreideflocken zubereitet werden. Je nachdem, wie du deinen Porridge magst, kannst du kernige oder Feinblatt-Haferflocken verwenden. Durch die feinen Haferflocken bekommt der Porridge eine feinere Konsistenz, wohingegen der Porridge mit kernigen Haferflocken mehr Biss hat.

Du kannst aber auch Dinkel-, Roggen- oder Gerstenflocken verwenden. Wenn du dich glutenfrei ernährst, kannst du z. B. zu glutenfreien Haferflocken, Buchweizen-, Hirse- oder Reisflocken greifen.

Flüssigkeiten

Der klassische Porridge wird mit Wasser zubereitet. Du kannst je nach Geschmack aber auch Milch, Getreide- oder Nussdrinks, wie Hafer-, Mandel-, Kokos- oder Haselnussdrink verwenden. Dadurch wird das Frühstück etwas reichhaltiger, aber auch cremiger, als wenn es mit Wasser zubereitet wird.

Wie bereite ich den Porridge zu?

Porridge ist sehr schnell zubereitet. Du musst lediglich die Flüssigkeit in einem Topf aufkochen, die Haferflocken hineingegeben und alles bei mittlerer Stufe 2-3 Min. köcheln lassen. Wenn du andere Getreideflocken verwendest, kann die Kochzeit etwas abweichen.

Porridge mit TK Beeren

Grundrezept Porridge

Zubereitungszeit: 5 Minuten
Zeit insgesamt: 5 Minuten
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Gericht: Frühstück, Overnight Oats, Porridge & Bowls
Eigenschaft: laktosefrei, nussfrei, Phase 2 (Zuckerfrei-Challenge), vegan, vegetarisch, zuckerfrei
Portionen: 1

Zutaten

Anleitungen
 

  • Den Haferdrink in einem kleinen Topf aufkochen, die Haferflocken hineingeben und etwa 3-4 Min. köcheln lassen, zwischendurch umrühren.
  • Den Porridge auf 2 Schalen verteilen und mit beliebigen Toppings garnieren.

Notizen

Tipp
Als Topping kannst du z. B. Himbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren und Mandeln verwenden.
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Wie du deinen Porridge aufwerten kannst

Das Grundrezept kannst du um viele Toppings ergänzen, denn so pur schmeckt Porridge langweilig und fad.

Obst bzw. Früchte

Meiner Meinung nach dürfen Früchte nicht im Porridge fehlen. Ich verwende gerne verschiedene Beeren wie Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren oder Brombeeren. Außerhalb der Saison auch gerne tiefgekühlt. Lass die gefrorenen Früchte einfach über Nacht auftauen und verwende sie am nächsten Tag als Topping.

Aber auch Äpfel, Birnen und Bananen dürfen nicht fehlen. Du kannst beispielsweise auch Apfel- oder Bananenscheiben in ein wenig Kokosöl anbraten, das schmeckt unglaublich gut! Entscheide hier aber einfach nach deinem Geschmack und nach der Saison!

Als Alternative kannst du natürlich auch Fruchtmark wie Apfel- oder Birnenmark verwenden. Hier solltest du aber darauf achten, dass du Fruchtmark und nicht Fruchtmus verwendest, denn Fruchtmus enthält im Vergleich zu Fruchtmark zugesetzten Zucker.

Außerdem können auch Trockenfrüchte wie Rosinen, Sauerkirschen, Cranberrys (mit Apfelsaft gesüßt), ungeschwefelte Aprikosen oder gefriergetrocknete Erdbeeren oder Himbeeren über den Porridge gestreut werden.

Nüsse

Egal ob Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Cashewkerne oder Erdnüsse, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Am besten schmeckt es, wenn du die Nüsse zuerst grob hackst und dann in einer Pfanne ohne Zugabe von Öl kurz anröstest. So bekommen sie einen besonderen Geschmack.

Nussmus

Damit der Porridge etwas reichhaltiger wird und somit länger sättigt, ist Nussmus ein super Topping. Ich kann dir vor allem Haselnuss-, Mandel- oder Cashewmus empfehlen. Hier ist es wichtig, dass du beim Kauf nicht aus Versehen zu Nussbutter greifst, denn diese enthält im Vergleich zu Nussmus immer zugesetzten Zucker!

Körner und Samen

Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Chia-Samen, Hanfsamen, Leinsamen, Mohn oder auch Sesam können als Topping verwendet werden.

Gewürze

Zum Schluss kannst du deinen Porridge noch mit Gewürzen wie Ceylon-Zimtpulver, gemahlener Vanille, gemahlener Tonkabohne, Anis, Kardamom oder auch Kakaopulver verfeinern.

Aber auch Gewürzmischungen wie Spekulatiusgewürz, Lebkuchengewürz und Pumpkin Spice eignen sich perfekt zum Würzen. Bei gekauften Gewürzmischungen solltest du nur darauf achten, dass sie keinen zugesetzten Zucker enthalten. Alternativ kannst du diese Mischungen natürlich auch selber machen. Das Rezept für meine Pumpkin Spice Gewürzmischung findest du hier.

Porridge mit Zimt Birnen01 1

Mein Tipp: Instant Porridge

Wenn es morgens mal schnell gehen muss, findest du hier auf meinem Blog ein Rezept für Instant Porridge, das auf Vorrat zubereitet werden kann und das morgens nur noch Flüssigkeit zubereitet werden muss.

Weitere leckere Porridge-Rezepte

Hier auf meinem Blog findest du viele weitere Porridge-Rezepte:

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachkochen! Wenn du neue Rezepte und Informationen rund um die zuckerfreie Ernährung zukünftig direkt in dein Postfach bekommen willst, trag dich einfach in unseren Verteiler ein und hol dir den Zuckerfrei Wochenplan mitsamt Rezepten und Einkaufsliste für 0 €!

Hannah Frey
Ich bin Hannah Frey, Gesundheitswissenschaftlerin, Bloggerin und Kochbuch- und Ernährungsratgeber-Autorin. Ich helfe dir dabei, dich auch im stressigen Alltag mit wenig Aufwand gesund zu ernähren. Ich möchte dich zu einem gesunden Leben motivieren und inspirieren. Deshalb findest du hier jede Menge schnell zubereitete, einfache und alltagstaugliche Rezepte aus natürlichen Zutaten und ohne raffinierten Zucker – aber mit 100 % Geschmack!

19 Kommentare zu „Grundrezept für ein Powerfrühstück: Porridge“

  1. Apfel Zimt mochte ich schon immer als Kombination für meinen Haferbrei Haferbrei. Im Moment ergänze ich das Ganze mit gemahlenen Haselnüssen. Natürlich wird alles zusammen warm gemacht und nicht erst hinterher die Äpfel hinzugefügt. Und wie immer, fix in der Mikrowelle! Montags und freitags frühstücke ich schon um 6h, da habe ich absolut keine Lust den Herd anzuwerfen.

  2. Ich liebe Porridge. Vor einigen Jahren konnte ich mir kaum vorstellen, am Morgen etwas Warmes zu essen. Mittlerweile kann ich schon fast gar nicht mehr ohne. Es gibt mir einfach zu jeder Jahreszeit ein wohliges Gefühl, stärkt mich für den Tag oder mein Training und so dazu noch so bekömmlich.

  3. Hallo, ich liebe Deine Frühstücksideen. Kannst Du bitte Mengenangaben preisgeben? Ich habe mit Porrige noch keine Erfahrung.
    Ganz lieben Dank.
    Lieb’s Grüßle Antje

    1. Hallo Antje,
      ich mache das immer Pi mal Daumen und gebe ich gerade bei den Frühstücksrezepten nur ungerne Mengenangaben an – meist ist meine Frühstücksschale oder das Glas einfach voll 😉 Im Durchschnitt sind es so 4-5 EL Getreideflocken und 120 ml Milchalternative.

      Viele Grüße!

  4. Meine Variante: einen klein gewürfelten Apfel mit einer Prise Salz ins kochende Wasser, dann erst kernige und später zarte Haferflocken dazu – am liebsten so lange ziehen lassen, bis es ein schön fester Brei wird. Eine Weile lang hab ich einen Teil der Flocken durch Kleie ersetzt.

  5. Ich liebe Porridge auch über alles. An sich mag ich Brei zum Frühstück sehr gerne. Das kann auch welcher mit anderen Getreidesorten sein – Hauptsache, es ist (besonders in den kalten Jahreszeiten) warm. Und was auch nie fehlen darf: Zimt und Apfel. Das verleiht dem Frühstück dann gleich den Wohlfühlfaktor, den auch andere hier schon beschrieben haben.

    Ich bin übrigens total begeistert von deiner Seite, Hannah. Ich beschäftige mich auch seit geraumer Zeit mit Clean Eating und habe schon ganz viel tolle Inspiration von dir erhalten können. Danke! 🙂

    Liebe Grüße

    Jenni

  6. Ich bin gerade dabei meine Ernährung umzustellen und habe deinen Blog entdeckt. Er ist einfach klasse!!! Du machst super Arbeite, vielen Dank!!!

    Porridge ist das erste was ich als MEIN gesundes Frühstück für mich entdeckt habe. Ich frühstücke im Büro und habe hier zarte Haferflocken stehen. Wenn ich komme übergiese ich diese mit kochendem Wasser und mache den Deckel von meiner Dose zu. Eine Zeit lang ziehen lassen und dann eine Banane und einen Apfel klein geschnitten rein… *lecker* Und mir reicht das Frühstück seeeehr lange. 🙂

    Da ich aber davon ausgehe, dass ich es irgendwann nicht mehr sehen kann, schaue ich gerade nach deinen alternativen Powerftühstücksvorschlägen, um nicht wieder in die klassiche „ich schmiere mir ein Brot!“ Phase zu rutschen… 🙂

  7. Ich habe angefangen meine Ernährung umzustellen, ohne zu wissen, dass ich damit voll in das Clean-Eating Konzept passe. Ws gab vor Kurzem eine Reportage bei Gallileo : )Porridge ist für mich ein Superstar in den Tag. Jeden Tag mag ich ihn aber auch nicht essen. Ich bin jetzt gespannt auf den Newsletter und Deinen Blog und hoffe viele tolle Anregungen zu erhalten. Danke schon mal im Vorraus!

  8. Hallo Hannah, ich bin 64 Jahre alt und wegen Betriebsstilllegung zum 31.10.2016 arbeitslos! Diese Situation verursacht unruhigen Schlaf (wenn überhaupt) und Magenprobleme. Habe angefangen, morgens Haferschleim zu essen. Die Übersäuerung durch die nervliche Belastung erfährt hier auch spürbare Linderung.
    Viele Grüße, Barabara

    1. Liebe Barbara,

      das glaube ich gerne – in solch einer Situation möchte ich nicht mit dir tauschen! Ich wünsche dir alles Gute und vor allem viel Kraft in dieser schweren Zeit! Klasse, dass der Porridge wenigstens ein kleines bisschen Milderung verschaffen kann! 🙂

      Herzliche Grüße,
      Hannah

  9. Ich mag warmen Haferbrei. Aber Porridge hört sich irgendwie „geschmackvoller“ an. Ich erinnere mich übrigens, dass ich als Kind früher zum Frühstück gern kernige Haferflocken mit kalter Milch gegessen habe. Ging schnell und war fein. Aber warm ist es viel besser. Und mit Apfel und Zimt …. hmmmm

    liebe Grüße
    Renate

  10. Das ist ja eine tolle Seite!
    Ich jabe jahrelang gar nicht gefrühstückt und irhebdwann begonnen, mir Haferflocken mit kalter Milch reingezwungen- der Gesundheit zuliebe. Jetzt habe ich aber das Porridge für mich entdeckt und seitdem ist das Frühstück meine Lieblingsmahlzeit. Ich nehme Milch und Wasser zu gleichen Teilen und mache im Moment am liebsten Zimt, eine Pflaume und eine Mandarine rein. Sehr weihnachtlich! Da ich auch meinen Zuckerkonsum reduzieren möchte, habe ich denn anfänglichen Teelöffel Zucker langsam immer mehr „ausgeschlichen“.

  11. Ich mahle mir meine Grundzutaten (Haferflocken, Haferschrot, Leinsamen) in einer Schlagmühle. Wenn es schnell gehen muss, kommt einfach heißes Wasser drüber, abwürzen, umrühren und fertig. Herd überflüssig.

  12. Hallo,
    tolle Seite! Meine Version von Power-Porridge:
    Haferflocken, Chia, Leinsamen + Rosinen-aufkochen, wegnehmen. Zimt dazu, mit Mangostückchen verrühren. Mohn, Sesam, Kokosflocken drüber streuen, Bananenstücke als Decko und Mandeln od. Walnüsse.
    Einfach köstlich und hat alles drin was man braucht: B-Vitaminen, Zink, Ca. Mg, Eisen uvm…
    Für eine bessere Aufnahme braucht es Vitamin C – also kann es ein Glas frischgepresster O-Saft zum Schluss sein. Der Tag kann beginnen :O)
    Viele Grüße und weiter so!

  13. Liebe Hannah, ich bin ein großer Fan Deiner Rezepte und koche und backe Vieles im Alltag von Dir nach. Da mein kleiner Sohn aufgrund einer Grunderkrankung sein Leben lang kalorienreduziert leben muss, versuche ich Zucker im Alltag bei ihm fast komplett zu vermeiden. Manchmal enthalten Deine Rezepten natürlich dennoch viele Kalorien obwohl sie zuckerfrei sind. Hast Du zufällig in irgendeinem Buch oder Blog auch Rezepte entwickelt, die nicht nur zuckerfrei sind sondern auch insgesamt nicht zuviele Kalorien enthalten? Danke für Deine Rückmeldung. Viele Grüße, Elisabeth

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