Zuckerfrei ist nicht genug – Teil 3: Entspannung

In den letzten Jahren hat sich bei mir viel rund um die zuckerfreie Ernährung gedreht. Dabei ist „zuckerfrei“ alleine nicht genug, wenn du gesund leben möchtest.

Als Gesundheitswissenschaftlerin liegt mir ein ganzheitlicher Ansatz sehr am Herzen. Deshalb heißt mein Blog schließlich auch „Projekt: Gesund leben“. Mit den Jahren habe ich mich immer mehr auf die zuckerfreie Ernährung spezialisiert. Dennoch ist mir sehr wichtig, Gesundheit nicht nur darauf zu beschränken. So geht es beispielsweise auch in meinem neuen Mitgliederbereich, dem „Projekt: Gesund leben Club“ nicht „nur“ um die zuckerfreie Ernährung, sondern auch darum, gesunde Gewohnheiten dauerhaft in den Alltag zu integrieren.

Und in meiner Reihe „Zuckerfrei ist nicht genug“ erläutere ich auch genau das: Weshalb es nicht ausreicht, sich zuckerfrei zu ernähren – denn zu einem gesunden Leben gehört noch viel mehr! So habe ich im ersten Teil dieser Serie bereits darüber geschrieben, dass man sich zwar komplett industriezuckerfrei, aber dennoch ungesund ernähren kann. Im zweiten Teil ging es dann um das Thema Bewegung, die natürlich ebenfalls sehr wichtig für ein ganzheitlich gesundes Leben in Balance ist.

Im dritten Teil geht es nun darum, dass auch Entspannung ein wichtiger Aspekt eines rundum gesunden Lebens ist.

Falls du meinen Blog schon länger liest, weißt du vielleicht sogar, dass ich selbst ausgebildete Yogalehrerin und zertifizierte Stressmanagement- und Entspannungstrainerin bin. So habe ich viele Jahre Stressbewältigungskurse gegeben und in den letzten Monaten auch einen Online-Kurs dazu für meinen Mitgliederbereich erstellt, der heute veröffentlicht wurde!

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Stress ist nicht immer negativ!

Bevor wir damit starten, warum Entspannung so wichtig ist und zu einem rundum gesunden Leben gehört, müssen wir erst einmal klären, was Stress überhaupt ist. Denn Stress ist zunächst einmal etwas Positives. Er versetzt uns in die psychische, aber auch in die körperliche Lage, bedrohlichen Situationen mutig gegenüberzutreten. Stress hat also eine Warnfunktion. Durch die Wahrnehmung einer Gefahr werden Stresshormone im Organismus ausgeschüttet, nämlich Cortisol, Noradrenalin und Adrenalin. Diese Botenstoffe sorgen dafür, dass der Herzschlag beschleunigt wird und der Blutdruck ansteigt. Dadurch können die Gefäße und das Muskelgewebe des Körpers deutlich besser durchblutet werden. Auch der Blutzuckerspiegel steigt an, die Atmung wird flacher und schneller. Nachdem die Gefahr vorüber ist, kommt der Organismus wieder zur Ruhe und findet wieder in den vorherigen ausgeglichenen Zustand.

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Positiver Stress vs. negativer Stress

Grundsätzlich wird zwischen zwei Stressformen unterschieden, nämlich zwischen positivem und negativem Stress. Positiver Stress wird als Eustress bezeichnet: Er ist inspirierend, motivierend und fördernd. Unter diese Stressform fallen kurzfristige Belastungen, die langfristig der Gesundheit aber nicht schaden. Im Gegenteil: Solche Situationen sorgen für mehr Ausgeglichenheit und Vitalität. Wichtige Herausforderungen werden erfolgreich gemeistert und unwichtige Details einfach ausgeblendet. Eustress gibt uns also einen richtigen „push“, motiviert uns und sorgt dafür, dass wir Höchstleistungen erbringen können.

Demgegenüber steht der negative Stress, der sogenannte Disstress, der als belastend und als gesundheitsschädlich gilt. Hierzu kommt es, wenn Stressbelastungen chronisch werden, also über einen längeren Zeitraum hinweg andauern, auf die keine Entspannungsphasen folgen. Dann entsteht im Inneren ein Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen der Umwelt und den eigenen Bedürfnissen. Disstress ist eine große Belastung und ein schlechter Zustand. Die Konzentrationsfähigkeit und auch die Leistungsfähigkeit sinken.

Warum sind Entspannung und Stressabbau für die Gesundheit so wichtig? 

Bei anhaltenden Stressbelastungen gerät der ganze Organismus in einen Alarmzustand: Es kommt immer wieder zu Infektionen und auch die Wundheilung verschlechtert sich. Ein solcher negativer Stresszustand ist eine große Belastung für das Immunsystem.

Chronischer Stress ist auch für das Herz-Kreislauf-System eine sehr große Belastung: Der Blutdruck steigt und somit auch die Gefahr von Gefäßverkalkungen oder gefährlichen Entzündungen. Disstress gilt heute als ein sehr ernst zu nehmender Risikofaktor für Herzinfarkte oder Schlaganfälle.

Auch Magenbeschwerden sind eine gesundheitliche Folge von anhaltenden Stressbelastungen. So kann es beispielsweise zu Magengeschwüren oder Reizdarm, aber auch zu Verstopfungen kommen.

Anhaltende Stressbelastungen beeinflussen aber nicht nur den körperlichen Zustand sehr negativ, sondern auch den seelischen. So steigt das Risiko für Burn-out, Ängste oder Depressionen.

Ernährung & Entspannung – ein unschlagbares Team im Kampf gegen Stress

Ernährung, Stress und Entspannung sind sehr eng miteinander verbunden. So kann eine gesunde Ernährungsumstellung, Stress deutlich mindern und für mehr Entspannung sorgen. Ebenso kann das Essverhalten die Entspannung gezielt fördern. Wenn du dich abends zum Beispiel gesund und ausgewogen ernährst, leidest du nicht unter Schlafbeschwerden wie Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten. Dein Körper kann sich erholen, tiefenwirksam entspannen und am nächsten Tag die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen voller Energie bewältigen.

Wenn du hingegen nicht gut schläfst, müde und kraftlos in den Tag startest, dann mindert das deinen Entspannungsfaktor. Gleichzeitig steigt der Stresspegel in deinem Körper an! Es kommt zur Ausschüttung der Stresshormone Cortisol und Adrenalin. Diese Botenstoffe lassen den Blutzuckerwert ansteigen, sorgen für Heißhungerattacken und fördern langfristig auch die Einlagerung von gefährlichem Bauchfett! Auch dein Hauterscheinungsbild leidet unter dem Stress: Die Haut verliert an Spannkraft und Leuchtkraft: Der Teint wird fahl.

Die Ernährungsweise hat also einen maßgeblichen Einfluss auf das körperliche und das seelische Wohlbefinden. Das zeigt sehr gut, wie wichtig eine ganzheitliche Betrachtung ist. Alle Komponenten sind sehr wichtig und brauchen ausreichend Beachtung. Verschiebt sich nämlich das Kräfteverhältnis, kommt es zu spürbaren Dysbalancen und letztlich einfach zu Stress!

Gesunde Ernährung ist in stressigen Zeiten besonders wichtig 

Vor allem in stressigen Lebensphasen neigen wir dazu, uns ungesund zu ernähren und zu Fast Food, Schokolade & Co. zu greifen. Dabei braucht der Körper gerade in solchen Zeiten eine vollwertige, gesunde und ausgewogene Ernährung. Mit den richtigen Superfoods lässt sich effektiv und vor allem auch nachhaltig Stress abbauen. Der Organismus ist auf naturbelassene und nährstoffreiche Lebensmittel angewiesen. Du solltest darauf achten, deinen Körper gerade in stressigen Zeiten mit ausreichend Vitaminen zu versorgen: Insbesondere B-Vitamine und Vitamin C sind ein Must-have, denn sie geben deinem Körper die nötige Energie im Alltag.

Vitamin B steckt zum Beispiel in grünem Blattgemüse wie Grünkohl, Salaten, Wildkräutern oder Spinat. Auch Avocados sind sehr gesund und nährstoffreich. Sie können auf unterschiedliche Art verarbeitet werden, zum Beispiel im Salat, als Guacamole oder auch als Brotaufstrich. 

Vitamin C findet sich in vielen Früchten wie zum Beispiel in Beeren. 

Neben wichtigen Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen braucht dein Körper aber auch gesunde Fettsäuren. Diese sind vor allem für starke, belastbare Nerven sehr wichtig. Nüsse, Kerne und Samen machen deinen Organismus in Stresszeiten widerstandsfähig. 

Finde die goldene Mitte

Die richtige Ernährung in stressigen Zeiten ist also sehr wichtig, denn nur so kannst du ein optimales inneres Gleichgewicht herstellen und für mehr Entspannung sorgen. 

Erarbeite für dich ein gutes Stressmanagement! Nimm dir zum Beispiel im Alltag bewusst Zeit für deine Mahlzeiten. Iss langsam und lass jede Mahlzeit zu einer Entspannung zwischen Geist und Körper werden. 

Plane auch im Beruf deine Aufgaben im Vorfeld und setze für dich Zeitfenster fest, innerhalb derer du die Dinge erledigen möchtest. Hab auch ruhig den Mut, mal etwas zu streichen oder an Kollegen weiter zu delegieren. 

Pflege deine Partnerschaft und deine Freundschaften, denn auch das ist ein wichtiger Bestandteil eines gelungenen Stressmanagements. 

Wenn es dir gelingt, ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen einer gesunden Ernährung und dem richtigen Maß an Entspannung zu erzielen, dann steigert das dein allgemeines Wohlbefinden ganz erheblich!

Du wünschst dir Unterstützung bei diesen Themen? Im „Projekt: Gesund leben Club“ helfe ich dir dabei, gesunde Gewohnheiten dauerhaft in deinen Alltag zu integrieren. So habe ich beispielsweise gerade erst einen neuen Kurs zum Autogenen Training veröffentlicht, damit du lernst, Entspannung in deinen Alltag zu integrieren. Im Mai erscheint außerdem im Club auch mein überarbeiteter Online-Kurs zu meinem Buch „Inner Glow“. Du bist noch kein Mitglied? Dann findest du hier alle Infos!

Hier findest du nochmal einen Überblick über die Artikel aus meiner „Zuckerfrei ist nicht genug“-Serie:

Hannah Frey
Ich bin Hannah Frey, Gesundheitswissenschaftlerin, Bloggerin und Kochbuch- und Ernährungsratgeber-Autorin. Ich helfe dir dabei, dich auch im stressigen Alltag mit wenig Aufwand gesund zu ernähren. Ich möchte dich zu einem gesunden Leben motivieren und inspirieren. Deshalb findest du hier jede Menge schnell zubereitete, einfache und alltagstaugliche Rezepte aus natürlichen Zutaten und ohne raffinierten Zucker – aber mit 100 % Geschmack!

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