Herbst ist Kürbiszeit – Heimische Superfoods + Rezepte

Die Temperaturen sinken immer mehr, die Tage werden zunehmend kürzer, in den Supermärkten türmen sich Äpfel, Birnen und ganz viele Kürbisse: Der Herbst ist wieder bei uns angekommen! Ich freue mich sehr auf die Herbst- und Kürbiszeit und vor allem auch darauf, viele neue, leckere Rezepte mit dir zu teilen.

Bei mir zuhause gab es übrigens nie Kürbis und ich konnte mit früher überhaupt nicht vorstellen, dass mir dieses Gemüse überhaupt schmecken könnte. Doch vor einigen Jahren bin ich dann auf mehrere Kürbisrezepte gestoßen, die sich wirklich super lecker angehört haben. Ich musste sie einfach ausprobieren und seit diesem Tag möchte ich diesen kulinarischen Herbstliebling nicht mehr missen.

Auch dieses Jahr kann ich es kaum erwarten, viele verschiedene Kürbisrezepte auszuprobieren, denn dieses Herbstgemüse ist wirklich sehr vielseitig. Er ist kalorienarm, super gesund und eine richtig wertvolle Mineralstoff- und Vitaminquelle – eben ein richtiges heimisches Superfood!

Kürbisse

Wann hat der Kürbis Saison?

Die ersten Hokkaido-Kürbisse werden bereits Anfang August reif, doch die Hauptsaison ist mitten in der Herbstzeit, also von September bis November.

Im Oktober erreicht die Kürbiszeit ihren absoluten Höhepunkt, doch die unterschiedlichen Kürbissorten haben auch zu unterschiedlichen Zeiten Saison.

Verschiedene Kürbissorten im Überblick

Der beliebte Herbstklassiker ist ein sehr vielseitig verwendbares Lebensmittel. Der Kürbis besteht zu 90 bis 95 % aus Wasser und hat pro 100 Gramm nur 25 bis 40 Kalorien! Ein echtes Fitnessfood also!

Es gibt verschiedene Kürbissorten, die aber alle mit einem hohen Gesundheitsfaktor punkten. Insgesamt gibt es über 800 verschiedene Kürbissorten. Die gängigsten bei uns in Deutschland möchte ich dir hier kurz näher vorstellen:

Hokkaido-Kürbis

Diese Kürbissorte ist die beliebteste. Er wird auch als Zwiebel-Kürbis oder Maroni-Kürbis bezeichnet, denn die Form erinnert an eine sehr große Zwiebel.

Die Schale des Hokkaido-Kürbis ist leuchtend orange und kann mitgegessen werden. Dadurch kann er ganz unkompliziert zu verschiedensten leckeren Gerichten verarbeitet werden.

Der Hokkaido-Kürbis hat ein ganz feines Esskastanien-Aroma, weshalb er eben auch Maroni-Kürbis genannt wird.

Er schmeckt am besten als klassische Kürbissuppe, als Auflauf und auch als Kuchen – am besten natürlich zuckerfrei. 😉

Butternut Kürbis

Der „Butternut“ oder „Butternuss“ Kürbis erreicht ein durchschnittliches Gewicht von rund 1 bis 2 Kilogramm. Diese Kürbissorte hat nur sehr wenige Kerne und dafür richtig viel Fruchtfleisch. Er hat ein fein-zartes Butteraroma, woher auch die Namensbezeichnung „Butternut“ stammt.

Der Butternuss-Kürbis wird zu den sogenannten „Moschus-Kürbissen“ gezählt, denn angeschnitten versprüht er einen leichten Moschus-Geruch. Am besten schmeckt diese Kürbissorte, wenn wie noch grün, also noch nicht vollständig ausgereift ist. Ganz reife Kürbisse haben eine cremefarbene Schale die sogar bis ins braun gefärbte gehen kann.

Muskat-Kürbis

Dieser Kürbis wird groß und schwer: Er kann ein Gewicht von bis zu 20 Kilogramm erreichen. Er ist von außen sehr stark gerippt und hat einen sehr saftigen und aromatischen Geschmack. Diese Sorte ist ein echter Hingucker und erscheint in verschiedenen Farben von leuchtend Dunkelgrün bis hin zu hellem Braun.

Das Fruchtfleisch vom Muskat-Kürbis kann sogar als Rohkost-Variante gegessen werden. Natürlich kannst du ihn auch garen und als Gemüse oder in Füllungen verwenden. Er hat ein fruchtiges Fruchtfleisch, das eine leicht säuerliche Geschmackstendenz hat. Hinzu kommt eine ganz feine Muskatnote, weshalb diese Sorte auch den Namen Muskat-Kürbis erhalten hat.

Spagetti-Kürbis

Diese Kürbissorte erkennst du an der oval-länglichen Form und auch an ihrer Farbe, denn er ist cremegelb bis leuchtend gelb. Dieser Kürbis kann bis zu 2 Kilogramm schwer werden und hat vor allem eine charakteristische Besonderheit: Das Kürbisfruchtfleisch zerfasert nach dem Backen in Spaghetti-förmige Streifen, weshalb er auch diese Namensbezeichnung bekommen hat. Auch diese Kürbissorte ist vielseitig einsetzbar.

Kürbis – warum ist der Herbstklassiker so gesund?

Der Kürbis ist ein richtiges Nährstoffwunder, denn in dem Herbstklassiker stecken reichlich Vitamin A, wertvolle B-Vitamine, Mangan, Kupfer und auch Kalium. Gleichzeitig hat das Gemüse nur wenig Kalorien, sorgt aber für eine langanhaltende Sättigung.

  • Kürbis ist gut bekömmlich und auch als Schonkost geeignet. Somit ist er auch für Personen geeignet, die Probleme mit ihrer Verdauung haben und auch für Kinder.
  • Kürbis liefert deinem Körper viele wichtige Mineralstoffe wie zum Beispiel Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Besonders erwähnenswert ist übrigens der Kaliumanteil im Kürbis, denn dieser liegt bei stolzen 300 Milligramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch. Kalium ist ein lebensnotwendiger Stoff für einen regulierten Blutdruck und einen ausbalancierten Flüssigkeitshaushalt.
  • In Kürbis steckt ebenso Vitamin C, Vitamin E und Eisen: Das macht das orange Herbstgemüse zu einem Powerfood für die Immunabwehr!
  • Im Hokkaido-Kürbis findet sich auch Kieselsäure, die unser Körper für gesunde Nägel, Haut und Haare braucht.
  • Die typische Orangefärbung stammt vom leuchtenden Farbstoff Beta-Carotin: Diesen Stoff kann der Organismus zu Vitamin A umwandeln, was für eine gute Sehkraft sehr wichtig ist. Gleichzeitig hat Beta-Carotin einen positiven Einfluss auf die Immunabwehr: Die Immunsystem-Abwehrzellen reagieren schneller und können somit effektiver vor krankmachenden Erregern schützen. Auch auf die Herz- und Gefäßgesundheit hat Beta-Carotin einen sehr positiven Einfluss.
  • Vitamin A ist auch von großer Bedeutung für die Gesundheit der Darmflora: Der Darm ist bekanntlich ja die Mitte unserer Gesundheit, denn hier finden sich 80 % aller körpereigenen Immunzellen.
  • Im Kürbis stecken auch wertvolle Antioxidantien, die schädliche freie Radikale neutralisieren können. Auf diese Weise kann das herbstliche Powergemüse eine vorzeitige Hautalterung stoppen.

Wie kann Kürbis zubereitet werden?

Das leckere Herbstgemüse lässt sich auf viele verschiedene Arten zubereiten: Du kannst Kürbis braten, kochen, garen und natürlich auch backen.

Die Kürbiskerne kannst du zum Beispiel mit einem Esslöffel oder einem Eisportionierer ganz unkompliziert herausnehmen. Wegwerfen solltest du sie aber auf keinen Fall, denn du kannst die Kerne rösten und im Handumdrehen ist ein gesunder Powersnack für zwischendurch fertig. Die gerösteten Kerne kannst du aber auch als Topping über deinen Salat oder dein Müsli geben! Einfach super lecker und richtig gesund!

Doch nicht nur das Fruchtfleisch und die Kerne sind sehr wertvoll, sondern auch das Kürbiskernöl. Dieses Öl hat seinen Preis, doch die Investition zahlt sich auf jeden Fall aus. Zu einem leckeren, gesunden Salat oder auch zum Verfeinern einer Kürbissuppe ist das Öl wirklich ein Highlight!

Die Garzeiten variieren übrigens – je nach Kürbisgröße und Sorte. Willst du das Herbstgemüse im Backofen zubereiten, solltest du in jedem Fall eine halbe Stunde Zeit einplanen. In kochendem Wasser kann es dann schon deutlich schneller gehen: Da ist der Kürbis auch nach rund einer Viertelstunde schon gar.

Der absolute Klassiker ist natürlich Kürbissuppe. Du kannst das leckere Herbstgemüse aber natürlich auch zu Gemüsepfannen verarbeiten. Auch Kürbis-Chutney, Kürbispüree und Kürbiskuchen sind sehr beliebte Zubereitungsideen.

Meine bisherigen Kürbisrezeptideen findest du hier

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachkochen!

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Hannah Frey
Ich bin Hannah Frey, Gesundheitswissenschaftlerin, Bloggerin und Kochbuch- und Ernährungsratgeber-Autorin. Ich helfe dir dabei, dich auch im stressigen Alltag mit wenig Aufwand gesund zu ernähren. Ich möchte dich zu einem gesunden Leben motivieren und inspirieren. Deshalb findest du hier jede Menge schnell zubereitete, einfache und alltagstaugliche Rezepte aus natürlichen Zutaten und ohne raffinierten Zucker – aber mit 100 % Geschmack!

14 Kommentare zu „Herbst ist Kürbiszeit – Heimische Superfoods + Rezepte“

  1. Das Risotto im Hokkaido Kürbis ist ja eine tolle Idee 🙂 Ich bin auch total verrückt nach Kürbis. Seit es sie zu kaufen gibt wird mind. 1-2 mal die Woche etwas mit Kürbis gegessen. Am liebsten nur ein bisschen gewürzt und im Backrohr zubereitet – mhh.. 😉
    Liebe Grüße
    Kathi

    1. Hallo Linda,
      ich koche Kürbis einfach oder bereite ihn im Dampfgarer zu, gebe Pfeffer, Salz und Muskat dran und püriere alles – fertig.
      Liebe Grüße,
      Hannah

  2. Liebe Hannah!

    Was für ein toller Post! Endlich treffe ich mal jemanden, der den SuperKürbis entdeckt hat. Wir essen zuhause meistens Hokkaido, weil er am meisten Geschmack hat und sich so einfach verarbeiten lässt! Er hat zwar den höchsten Kohlenhydratgehalt, aber das ist den Geschmack auf jeden Fall wert! Neben unseren eigenen Maronen, Äpfeln und Pilzen verbacken, kochen und braten wir am meisten Kürbis. Was übrigens auch ganz lecker ist: Gebackene Hokkaido Spalten!

    Herbstliche Grüße,

    Thea / http://maedchenvommeer.blogspot.de

    1. Hallo Thea,

      danke, das freut mich, dass der Beitrag dir gefällt! Gebackene Hokkaidospalten mag ich auch sehr gerne! 🙂

      Liebe Grüße,
      Hannah

  3. Hallo Hannah! 🙂

    Was, du hast Kürbis erst vor zwei Jahren für dich entdeckt? Kann ich gar nicht glauben! Bei uns gab es immer die Standard Kürbissuppe und bei meiner Oma eingelegten Kürbis. Nicht zu vergessen – Kürbisbuchteln.
    Leider hat konnte ich dieses Jahr nur einen Kürbis ernten. 🙁 Die Lage, Hochbeet, hat der Pflanze wohl nicht gepasst. Naja, nächstes Jahr kommt sie auf den Kompost. Dann müsste mehr rauskommen.
    Dein Salat mit Kürbis und Birne wurde vom Mann schon abgesegnet, gibt es nächste Woche. Ansonsten werde ich mich mal an einem Kürbiskuchen versuchen und Kürbis-Gnocchi.

    Viele liebe Grüße und danke für die tollen Rezeptideen!
    Astrid

    1. Hallo Astrid,

      danke für deinen Kommentar! Ja, ich esse tatsächlich noch nicht lange Kürbis. Meine Mutter mag ihn nicht, deshalb gab es ihn zu Hause nie. Kürbisbuchteln habe ich erst hier im Norden entdeckt, in meiner Heimat gab es die garnicht. Sei froh, dass du überhaupt etwas ernten kannst – hier in der Großstadt ist das ja fast unmöglich. Kürbis selbst anzubauen ist natürlich der Wahnsinn!

      Kürbiskuchen werde ich dieses Jahr auch ausprobieren und Kürbis-Gnocchi hören sich auch sehr lecker an. Hier hat der Mann mich allerdings schon gewarnt, dass er während der Kürbissaison nicht wieder NUR Kürbis essen möchte, wie im letzten Jahr! 😉

      Lasst euch den Salat schmecken.

      Liebe Grüße,
      Hannah

  4. Hallo Hannah.

    Also ich muss gestehen, ich habe letztes Jahr erst das erste Mal Kürbis überhaupt probiert. In Suppenform und ich war sehr begeistert.

    Ich habe mich aber noch nie daran getraut selber etwas mit Kürbis zu machen. Habe aber gerade erst einen Kürbis geschenkt bekommen und werde am Wochenende dann doch endlich mal selber Kürbissuppe zubereiten. 🙂

    Und dass es nebenbei dann noch so gesund ist, ist doch wunderbar, wenn es so lecker schmeckt. 🙂

    Im Tee kann ich es mir allerdings überhaupt nicht vorstellen …

    Liebe Grüße,
    Cathy

    1. Hallo Cathy,
      ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass der Kürbis im Tee schmeckt, war aber wirklich positiv überrascht! 🙂
      Liebe Grüße,
      Hannah

  5. Beauty Butterflies

    Lustig – ich habe den Kürbis auch erst vor 2 Jahren für mich entdeckt – und jetzt ist es die Ganz Große Liebe! Bei uns zu Hause gab es auch nie welchen, weshalb ich wie du dachte ich mag den nicht. Doch ich bin froh zum Kürbis gefunden zu haben 🙂
    Er bekommt bei mir demnächst auch eine Ehrung am Food-Hype-Friday 🙂

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