Nutella®-Alternative – gesunde Nuss-Nougat Creme selber machen

Jetzt aber mal Hand aufs Herz: Nuss-Nougat-Creme beziehungsweise Schoko-Nuss-Aufstrich liebt doch jeder von uns, oder?! Dass Nutella® aber nicht gerade gesund ist und jede Menge raffinierten Industriezucker sowie Fett enthält, ist auch hinreichend bekannt.

Nachdem das Unternehmen Ferrero© im Jahr 2017 seine Rezeptur geändert hat, stieg der Zuckergehalt noch um weitere 0,4 % an, dafür sank der Fettgehalt um rund 0,9 %. Weitere inhaltliche Bestandteile des Produkts sind Palmöl, Haselnüsse, Magermilchpulver, fettarmer Kakao, Vanillin und der Emulgator Lecithin, der aus Sojabohnen gewonnen wird.

Da braucht es eine gesündere Alternative und die gute Nachricht ist, dass du diese ganz einfach selbst herstellen kannst. Die Basis bilden ganze Haselnüsse und Haselnussöl oder Haselnussmus*. Wenn du einen Hochleistungsmixer* hast, kannst du das Haselnussmus selbst herstellen. Mehr dazu erfährst du weiter unten im Beitrag.

Außerdem benötigst du Kakao, gemahlene Vanille und ein wenig Kokosblütenzucker. Wenn du möchtest, kannst du den Kokosblütenzucker aber auch weglassen, je nachdem, ob du eine süße Schoko-Nuss-Creme möchtest oder nicht. Bei der selbstgemachten Version hast du die volle Kontrolle über die verwendeten Zutaten. So kommt dieses Rezept ganz ohne raffinierten Zucker aus und enthält nur gesunde, nusseigene Fette.

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Die selbst gemachte Nuss-Nougat-Creme ist…

  • lecker: klar, oder?! 😉
  • gesund & vollwertig
  • alltagstauglich
  • schnell & einfach zubereitet
  • flexibel
  • vegetarisch
  • vegan
  • laktosefrei
  • gut vorzubereiten

Warum sind Haselnüsse so gesund?

Haselnüsse sind echte kleine Kraftpakete und stecken voller gesunder Nährstoffe, Vitamine und Mineralien wie zum Beispiel Kalzium, Zink, Eisen, Kupfer, Selen und Magnesium. 

Haselnüsse sind eine wichtige Protein- und Ballaststoffquelle 

In den leckeren kleinen Nüssen steckt jede Menge gesundes Eiweiß und das macht Haselnüsse vor allem für Vegetarier und Veganer zu einer sehr wichtigen Nährstoffquelle. Haselnüsse enthalten zudem einen hohen Ballaststoffanteil und dieser hat positive Wirkungen auf die Darmflora und die Verdauung.

Haselnüsse sorgen für gesunde Nerven 

Diese Nüsse sind eine wichtige „Nervennahrung“. Der Grund hierfür ist das enthaltene Lecithin: Dieser Stoff steigert die Konzentrationsfähigkeit und regt auch die Gedächtnisleistung an. Enthaltene Flavonoide sorgen zudem für einen verbesserten Blutfluss. Zusätzlich zum Lecithin wirkt übrigens auch noch der hohe Gehalt an Vitamin B3, Vitamin E und Magnesium positiv auf die Gehirn- und Nervengesundheit. 

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Haselnüsse punkten mit gesunden Fetten 

In Haselnüssen stecken viele „gute Fette“, nämlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die dem Körper sehr guttun. Diese Fette können einen zu hohen Cholesterinspiegel wieder in ein ausgewogenes Gleichgewicht bringen und den Wert des „guten“ HDL-Cholesterin steigern. 

Haselnüsse unterstützen die Herzgesundheit 

Die gesunden Fette in Haselnüssen fördern auch die Gesundheit des Herzens und der Gefäße. Die kleinen Nüsse liefern zudem viel Magnesium und Phosphor, zwei Mineralstoffe, die der Körper unbedingt für den Sauerstofftransport in die Zellen braucht. Enthaltenes Eisen und Zink können zudem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Auch Vitamin E steckt in den kleinen gesunden Nüssen: Die Kombination aus Vitamin E sowie verschiedenen Mineralien macht Haselnüsse zu einem natürlichen Blutdrucksenker. 

Haselnüsse punkten mit einem hohen Eisengehalt 

100 Gramm Haselnüsse enthalten ungefähr 4 mg Eisen, ein Stoff, der sehr wichtig für eine gesunde Blutbildung ist. Vor allem im Rahmen einer vegetarischen oder veganen Ernährung ist spielen pflanzliche Eiweißquellen eine zentrale Rolle.

Haselnüsse sind ein „Beauty-Food“

Schon 50 Gramm Haselnüssen lässt sich der gesamte Vitamin-E-Tagesbedarf decken.

Dieses Vitamin ist ein wichtiges Antioxidans und ein sogenannter „Radikalfänger“: Es neutralisiert schädliche freie Radikale, sorgt für einen idealen Zellschutz und unterstützt zudem die Haut- und Haargesundheit. 

Hier kommt jetzt aber erst mal das Rezept für die leckeren Nuss-Nougat-Creme:

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Nuss-Nougat-Creme (vegan)

Eine gesunde Nuss-Nougat-Creme kann ganz einfach selbst hergestellt werden.
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Zeit insgesamt: 15 Minuten
Bewerte dieses Rezept:
5 von 1 Bewertung
Gericht: Brotaufstriche
Eigenschaft: glutenfrei, laktosefrei, Phase 2 (Zuckerfrei-Challenge), vegan, vegetarisch
Portionen: 2 Portionen

Zutaten

Anleitungen
 

  • Die Haselnusskerne ohne Zugabe von Fett kurz in einer beschichteten Pfanne rösten, anschließend abkühlen lassen.
  • Die Haselnusskerne im Hochleistungsmixer zu Nussmus verarbeiten. Dazu den Mixer ca. 5-10 Sekunden anschalten, eine Pause einlegen und wieder anschalten. Das Nussmus darf beim Mixen nicht zu warm werden, denn dann tritt das nusseigene Öl nicht aus den Haselnusskernen heraus. Das Mus immer wieder von den Seiten des Mixers abschaben und nach unten drücken.
  • Das Haselnussöl nach und nach hinzugeben und so lange mixen, bis das Nussmus eine fein-cremige Konsistenz erreicht hat.
  • Dann Kakao, Kokosblütenzucker und Vanille unterrühren und die Nuss-Nougat-Creme in ein sauberes Schraubglas füllen und verschließen.
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Projekt: Gesund leben – Die Rezepte

Haselnussmus statt ganzen Haselnusskernen – schneller, einfacher und genauso lecker!

Wie bereits geschrieben, brauchst du einen Hochleistungsmixer, um aus den Haselnüssen ein Nussmus zuzubereiten. Das Nussmus entsteht, wenn du die Nüsse so lange mahlst, bis das nusseigene Fett austritt. Das dauert einige Minuten, daher solltest du ein wenig Geduld mitbringen. 

Wenn es schneller gehen muss oder du keinen Hochleistungsmixer hast, kannst du natürlich auch fertiges Haselnussmus kaufen und einfach mit den anderen Zutaten vermischen. Achte beim Kauf darauf, reines Haselnussmus ohne Zuckerzusatz zu kaufen. Dieses findest du beispielsweise in Bio-Läden, im Drogeriemarkt und natürlich online.

So kannst du die Nuss-Nougat-Creme ganz einfach abwandeln

Wenn du keine Nuss-Nougat-Creme möchtest, kannst du natürlich auch andere Nussmus-Sorten verwenden, zum Beispiel Erdnuss- oder Mandelmus. Auch Cashewkerne passen gut dazu.

Tipps zur Haltbarkeit & Aufbewahrung 

Die selbst gemachte Creme hat eine sehr lange Haltbarkeit. Wichtig ist nur, dass du sehr hygienisch arbeitest. Fülle sie einfach in ein luftdicht verschlossenes Glas: Dann kannst du die Nuss-Nougat-Creme ganz unkompliziert mehrere Monate oder sogar über ein Jahr lang aufbewahren. Wichtig ist hierbei nur, dass du die Creme immer mit einem sauberen Löffel oder Messer aus dem Glas holst.

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Weitere leckere Nussmus-Rezeptideen

Haselnussnuss und andere Nussmus-Sorten sind sehr vielseitig einsetzbar, gesund und schmecken sehr lecker. Du kannst damit verschiedene Kreationen zubereiten oder Speisen verfeinern. 

Hier habe ich noch einige Rezeptideen für dich: 

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren! Wenn du noch mehr rund um eine gesunde und zuckerfreie Ernährung erfahren möchtest, dann trag dich einfach in unseren Verteiler ein und hol dir jetzt meinen kostenlosen Wochenplan mitsamt Rezepten und Einkaufsliste!

Hannah Frey
Ich bin Hannah Frey, Gesundheitswissenschaftlerin, Bloggerin und Kochbuch- und Ernährungsratgeber-Autorin. Ich helfe dir dabei, dich auch im stressigen Alltag mit wenig Aufwand gesund zu ernähren. Ich möchte dich zu einem gesunden Leben motivieren und inspirieren. Deshalb findest du hier jede Menge schnell zubereitete, einfache und alltagstaugliche Rezepte aus natürlichen Zutaten und ohne raffinierten Zucker – aber mit 100 % Geschmack!

22 Kommentare zu „Nutella®-Alternative – gesunde Nuss-Nougat Creme selber machen“

  1. Hallo liebe Hannah,

    genau das möchte ich auch unbedingt schon lange selber machen, scheitere bislang aber an dem benötigten Mixer… Meinst du, man braucht wirklich unbedingt so ein teures Modell oder gibt es vielleicht auch eine etwas preisgünstigere Alternative? Klappt es vielleicht mit Einweichen und einem günstigen Mixer? Als Studentin bin ich für jeden Tipp dankbar 😉

    Liebe Grüße
    Steffi

    1. Hallo Steffi,

      ich habe auch mit vielen verschiedenen Mixern und Küchenmaschinen probiert, Nussmus selbst herzustellen. Zwei sind mir tatsächlich kaputt gegangen… Leider hat es bei mir tatsächlich erst mit dem teuren Hochleistungsmixer funktioniert. Vorher hatte ich eine Küchenmaschine von Bosch, mit der es auch nicht funktioniert hat. Mit dem Einweichen der Nüsse habe ich keine Erfahrungen – vielleicht klappt es auch so mit einem nicht so leistungsstarken Mixer / Küchenmaschine, das kann ich aber leider nicht sagen.

      Liebe Grüße,
      Hannah

  2. Hallo Hanna!

    Ich habe gestern erst Mandelmilch hergestellt. Dafür habe ich die Mandeln (und paar Cashews, weil die übrig waren) aber über Nacht eingeweicht – ca. 150g Nüsse + 1 l abgekochtes Wasser. Das Pürieren hat sogar meine Krücke von Pürierstab hinbekommen. Ich denke, mit etwas Geduld kann man auch so Nussmus herstellen; die Nüsse sind recht fein geworden. Hab es aber noch nicht ausprobiert, weil die Reste direkt in Müsliriegel gewandert sind. Aber es ist sicher eine Option für alle ohne guten Mixer. LG aus Erfurt

    1. Hallo Bettina,

      Nussmilch ist ja nochmal was anderes, als Nussmus. Nussmus wirst du mit einem Pürierstab nicht hinbekommen. Wenn doch, musst du mir sagen, welches Modell du hast! 😉 Wie geschrieben, ich habe so schon Geräte kaputt gemacht, kann das also nicht empfehlen.

      Liebe Grüße,
      Hannah

  3. Hallo Hannah,

    ich bin zwar kein Fan von Süßem auf Brot, aber ich möchte n der Stelle sagen, wie toll ich es finde, dass du dich so viel auf die einheimischen Superfoods konzentrierst. Das ist ja nicht nur eine Sache des Geldbeutels. Die exotischen Superfoods sind alle Bestandteile traditioneller Nahrung und wenn der Preis plötzlich in den Luxusbereich steigt, müssen die Leute dort anfangen, dass zu essen, was wir vermeiden wollen, z.B: billkiges Weizenmehl.
    Kleiner Artikel dazu, aber englisch: http://www.motherjones.com/environment/2013/05/are-superfoods-quinoa-chia-goji-good-for-you

    Deshalb find ich es toll, dass du „Werbung“ für Kürbisse, Haferflocken, Dinkel und Nüsse machst. Das ist ja zudem noch gut für den CO2-Abdruck. =)

  4. Mit Interesse habe ich Deinen Artikel durchgelesen. Gerne würde ich erfahren, wieviele Nüsse soll/kann man bei einem Nussmus verwenden? Wie schaut es mit dem Mischungsverhältnis aus? Also 400 g Haselnüsse = 4 EL Sonnenblumenöl? Kann man generell sagen, dass man für 100 g Nüsse 1 EL Sonnenblumenöl nimmt? Kann man auch anderes Öl verwenden? Vielen Dank im voraus.

    1. Ich nutze für meine Schokocreme immer Kokosöl und das klappt wunderbar. Dadurch bekommt die Creme eine leichte Kokosnote, aber genau das schmeckt mir super.

  5. Hallo Hannah,

    erstmal möchte ich sagen ,wie klasse ich deinen Blog finde. Ich habe mir auch gleich das Buch bestellt und es hat meine Erwartungen voll erfüllt. Ich habe das Rezept gleich ausprobiert. Super lecker und im Thermomix ging es ganz schnell. Bitte weiter so. Vielen Dank.

    1. Hallo Uta! Ich würde die Creme auch gerne im Thermomix machen, habe aber bisher nur wenig Erfahrungen (seit Weihnachten;)) damit. Verrätst du mir, auf welcher Stufe und wie lange du die Nüsse bearbeitet hast? Danke und Gruß, Inga

  6. Hallo Hannah,

    Nicht lachen aber: Woher weiß ich denn ob mein Standmixer ein „Hochleistungsmixer“ ist? Nicht das ich den dann mit den Nüssen ganz kaputt bekomme….

  7. Hallo Hannah,
    bin bei Sport Starter in einer geschlossenen Gruppe, da geht es auch vor allem um gesunde Ernährung. Darf ich dort Beiträge von Dir posten?
    Gruß Sonja

  8. Hallo. Ein tolles Rezept, dass ich heute ausprobiert habe. Leider habe ich alls in die Maße getan, bis ich merkte das ich die Haselnüsse zu wenig lang gemahlen habe jetzt habe natürlich eine pampige Maße. Was kann ich hier noch retten bzw was anderes daraus machen? Sehrschade . So ein tolles Rezept und es schmeckt sonst sehr lecker. Danke

  9. Mohnsamen Mus
    Hallo, ich war eben in einem Türkischen Lebensmittel Geschäft. Dort standen neben dem Tahin auch Gläser mit Mus aus Mohnsamen. Werde es gleich mal testen. Ich bin sehr gepannt.

  10. Hallo. Kann man anstatt dem Kakaopulver auch geschmolzene 85% Bitterschoki nehmen? Wenn ja, welche Menge wäre empfohlen?

    Liebe Grüße Daniel

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