Projekt: Zuckerfrei – Meine Erfahrungen aus Woche 1 & 2

Seit 12 Tagen ist Projekt: Zuckerfrei wieder voll im Gange und ich freue mich, dass auch in diesem Jahr wieder so viele von euch dabei sind! In diesem Beitrag berichte ich euch von meinen Erfahrungen aus der 1. und 2. Woche (die zwar noch nicht ganz vorbei ist, aber fast!) und weiter unten findet ihr weitere Beiträge von anderen Bloggern zur Challenge.

Wie mein Projekt: Zuckerfrei bisher lief

Bisher läuft bei mir alles prima. Ich habe kein großes Verlangen nach Süßem, und wenn doch, greife ich zu Obst, Trockenfrüchten oder Nüssen (insbesondere Mandeln helfen mir immer gut, den Appetit auf Süßes „einzudämmen“). Erfahrungsgemäß ist es bei mir auch eher so, dass es zum Ende der Challenge hin schwerer wird. Ich bin also gespannt, wie die nächsten Wochen werden!

Leider hat mich am vergangenen Woche die Grippe voll erwischt und ich war einige Tage „ausgeknockt“. Wie das so ist, wenn man krank ist, hatte ich kaum Hunger, schon gar nicht auf Süßes. Auch auswärts gegessen habe ich daher in dieser Woche nur wenige Male – es war aber kein Problem, zuckerfreies Essen zu bekommen, da ich immer herzhafte Mahlzeiten gegessen habe. 

Auch mich hat Projekt: Zuckerfrei noch einmal sensibilisiert, wie vielen Nahrungsmitteln Zucker zugesetzt wird – obwohl ich schon sehr stark darauf achte. Auch im Bio-Supermarkt ist man davor nicht sicher und ich kann nur empfehlen, auch bei Produkten, bei denen man überhaupt nicht damit rechnet, dass Zucker enthalten sein könnte, einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen. Ich habe zum Beispiel fertigen Hummus mit Zucker entdeckt. Außerdem sollte man beachten, dass sich Zutatenlisten von vermeintlich zuckerfreien Nahrungsmitteln auch ändern können – wenn ein Produkt also vor einigen Monaten noch zuckerfrei war, sollte man immer mal wieder überprüfen, ob die Rezeptur vielleicht geändert wurde.

In der Projekt: Zuckerfrei-Gruppe wurde in der vergangenen Woche darüber diskutiert, dass in Brot so häufig Zucker enthalten ist. Meines Wissens ist es so, dass (frische) Hefe zum Gehen Zucker braucht (ich füge deshalb meist 1 TL Honig, Agavendicksaft o.ä. hinzu). In der Gruppe wurde jedoch gesagt, dass Hefe auch ohne Zucker „geht“, was ich vorher noch nie getestet habe. Also habe ich ausprobiert, Brötchen mit frischer Hefe und ohne Zucker zu backen, aber leider ist der Teig nicht aufgegangen. Das werde ich also noch einmal recherchieren bzw. weiter ausprobieren. 

Mein Fazit der ersten 12 Tage

Bis auf die Grippe, die mich erwischt hat, lief bei mir alles super. Ich freue mich auf die nächsten Tage und Wochen! 

Blogposts anderer Teilnehmer

Außerdem ein absoluter Lesetipp von mir: Im Helmholtz Wissenschaftscomic findet ihr tolle Grafiken von Frau Kirschvogel zum Thema „Zucker“.

Hier findet ihr die FAQ zu Projekt: Zuckerfrei und hier sind alle Beiträge gesammelt, die ich bisher zum Thema veröffentlicht habe. Buchtipps habe ich hier notiert. Die Facebook-Veranstaltung findet ihr hier und die geschlossene Facebook-Gruppe zum Austausch hier (bitte beachtet die Regeln!). Hier könnt ihr alle Instagram-Fotos mit dem #projektzuckerfrei sehen und hier alle Tweets.

Wie sind eure bisherigen Erfahrungen mit dem Zuckerverzicht? (Wenn du auch einen Blogbeitrag über dein Projekt: Zuckerfrei geschrieben hast, poste ihn gerne in den Kommentaren!)

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Hannah Frey
Ich bin Hannah Frey, Gesundheitswissenschaftlerin, Bloggerin und Kochbuch- und Ernährungsratgeber-Autorin. Ich helfe dir dabei, dich auch im stressigen Alltag mit wenig Aufwand gesund zu ernähren. Ich möchte dich zu einem gesunden Leben motivieren und inspirieren. Deshalb findest du hier jede Menge schnell zubereitete, einfache und alltagstaugliche Rezepte aus natürlichen Zutaten und ohne raffinierten Zucker – aber mit 100 % Geschmack!

16 Kommentare zu „Projekt: Zuckerfrei – Meine Erfahrungen aus Woche 1 & 2“

  1. Hallo Hannah, ich habe letztes Wochenende ein Brot ganz ohne Zucker gebacken. Es war wirklich einfach. Die Hefe braucht nur länger Zeit zum Gehen. Ich habe auf 800 g Dinkelvollkornmehl 1 Tüte Trockenbackhefe benutzt und 2 TL Salz und 1 TL Kräutersalz. Dann alles mit lauwarmen 650 ml Wasser vermischen und solange durchkneten bis alles ein Teig geworden ist. Dann alles gut 6-7 Stunden an einem zugfreien, wärmeren Ort gehen lassen. Der Teig war danach noch sehr feucht. Ich habe ihn dannit etwas Mehl nochmal durchgeknetet und dann im gewässerten Römertopf bei 200 Grad ca. 25 Minuten mit geschlossenem Deckel und nochmal 15 Minuten ohne Deckel gebacken. Herausgekommen ist ein wunderbar saftiges, fluffiges Brot, das sogar meiner sehr wählerischen Tochter geschmeckt hat.
    Liebe Grüße aus Berlin,
    Catrin

    1. Liebe Katrin,
      danke für deine Hilfe! Mit Trockenhefe war’s bei mir bisher auch kein Problem, nur mit frischer Hefe. Es haben aber nun schon einige Leser geschrieben, dass es ohne Zucker einfach länger dauert, bis der Teig aufgegangen ist. Geduld ist nicht so meine Stärke, aber ich werde es ausprobieren! 😉
      Liebe Grüße,
      Hannah

  2. Klaus-Peter Baumgardt

    Was der Zucker im Hummus soll, kann ich gar nicht nachvollziehen. Hier könntest Du auch die „Quelle“ nennen, welche Firma, welcher Laden bietet das an?
    Aber ansonsten ist selbst gemachter Hummus immer doie bessere Alternative. Es macht zwar Arbeit – auch das eigene Rezept zu entwickeln, lohnt aber.

    1. Hallo Klaus-Peter,
      den Hummus habe ich bei Alnatura entdeckt, wer der Hersteller war, weiß ich leider nicht mehr. Ich mache Hummus auch selbst und habe mir einfach nur verschiedene Zutatenlisten angeguckt 🙂
      Viele Grüße,
      Hannah

  3. Ich backe Brot und Brötchen immer ohne Zucker, das geht ganz wunderbar! Den Teig für die Brötchen lasse ich immer über Nacht im Kühlschrank gehen, da Vollkornmehl auch länger zum gehen braucht als helles Mehl. Mein Lieblingsbrot muss gar nicht gehen, das kommt direkt in den Ofen.
    Gruß Heike

  4. Bin jetzt drei Wochen zuckerfrei und muss sagen, dass die Lust auf Süßes wirklich stark abnimmt! An Tag 4 hätte ich für einen Schokoladenkeks gemordet, aber mittlerweile läuft es echt gut! 🙂 Ich kann übrigens Catrin nur zustimmen: Brot ohne Zucker braucht mehr Zeit zum Gehen, funktionieren tut es aber trotzdem. (Ich tu mir aber auch die ganze langwierige Bäcker-Prozedur vom Sauerteig-Ansatz bis Ende an! :D)

    Ein kleiner Bericht zu den ersten zwei zuckerfreien Wochen gibt’s hier: https://blattgruen.me/projekt-zucker-detox-woche-2/

    Hoffe, du bist wieder fit wie eh und je und natürlich liebste Grüße, Tanja

    1. Hallo Tanja,
      dann werde ich den Teig auch mal über Nacht gehen lassen. Ich gebe Hefeteig allerdings immer bei 40-50°C in den Ofen, über Nacht wäre das ja etwas blöd. Werde ihn dann einfach mal so stehen lassen. 🙂
      Liebe Grüße,
      Hannah

      1. Hefeteig sollte über Nacht in den Kühlschrank, zugedeckt evt. mit Folie oder in einer Backform mit Deckel. – das geht garantiert 🙂

  5. Hallo Hannah,

    wir nehmen zwar nicht an der Challenge teil, haben aber seit einiger Zeit unseren Zuckerkonsum deutlich reduziert und teilen auch einen Großteil deiner Grundsätze in Sachen Clean Eating. Wir backen seit Jahren unser Brot selbst und daher können wir sagen: Brot kann auch ohne Zucker gelingen. Aber der Zucker hilft tatsächlich der Hefe beim Gehen. Vielleicht hatte die Flüssigkeit nicht die richtige Temperatur? Hier mal ein Beispiel für ein Brot ohne Zuckerzusatz, gepostet im Rahmen unserer Weizenfrei-Challenge:
    http://www.bellandplate.de/2016/02/09/weizenfrei-das-hat-sich-verändert/
    Das Brot ist schnell gemacht und kommt ohne Zucker aus, probier doch mal und berichte gerne.
    Viele Grüße!

      1. …ich sehe gerade, ein ähnliches Rezept habe ich auch schon. Mit Trockenhefe ist’s kein Problem, nur mit frischer Hefe hat es bisher bei mir nicht funktioniert.

  6. Zucker gibt der Hefe mehr Kraft um den Teig aufgehen zu lassen, es klappt aber auch sehr gut ohne Zucker. Fett dagegen hemmt die Hefe. Gibt man also Fett zum Brotteig, dann gleicht ein wenig Zucker das aus. Ansonsten dem Teig einfach genügend Ruhe gönnen, damit er sich entwickeln kann. Das Brot schmeckt auch besser, wenn der Teig langsam aufgeht.

  7. Hallo Hannah!

    Vielen Dank für die Empfehlung. Durch meine Recherche für den Comic ist mir die Ernsthaftigkeit des Problems wieder sehr bewusst geworden. Als Mutter bekomme ich auf Spielplätzen und im Kindergarten tagtäglich vor Augen geführt, wie viele Kinder gar keine Chance bekommen, eine gesunde, vielseitige und ausgewogene Ernährung zu entdecken. Stattdessen werden sie mit Süßigkeiten, Chips und literweise Cola abgespeist. Fruchtzwerge oder Milchschnitten landen als „gesunder“ Snack in der Brotdose. Da besteht noch viel Handlungsbedarf.

    Lieben Gruß
    Frau Kirschvogel

  8. Diana Lindenbauer-Güven

    Heute ist meine 1. zuckerfreie Woche um und es geht mir ganz gut. In meiner Baeckerei backe ich u a Vollkornbrot mit eigenem Sauerteig. An alle Hobbybaecker habe ich folgenden Tipp:
    Hefe in lauwarmes Wasser geben, darauf eine Prise Mehl und so lange stehenlassen bis es Blasen wirft.Ich gebe ganz wenig Molasse dazu, dann geht es schneller.Der Gaerungsprozess wird durch 1 Tropfen Molasse schon beschleunigt.
    Den gekneteten Teig 1Tag im Kühlschrank lassen und ganz langsam aufgehen lassen. Immer wieder mit einem feuchten Tuch bedecken damit er nicht austrocknet. Der Geschmack wird um so viel besser!! Also bloss keine Eile wenn man gutes Brot möchte..
    Nach dem Ausbacken in ein feuchtes Tuch einwickeln und ein paar Minuten ausdampfen lassen; das macht eine wunderschöne Kruste.
    Wenn ihr mehr wissen wollt könnt ihr mich im instagram finden: dianas_backhaus
    Guten Appetit und liebe Grüsse aus Ankara!

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