Heimische Superfoods: Äpfel

Ein Grund, weshalb ich den Herbst mag: Es gibt endlich wieder frische Äpfel! Ich bin mit Äpfeln groß geworden. Nicht nur, dass wir Apfelbäume im Garten hatten, meine Eltern haben vor allem darauf geachtet, dass jeden Tag ein Apfel gegessen wird. Bevor es Süßigkeiten gab, mussten wir Kinder einen Apfel essen. Ich gebe zu: als Kind habe ich diese Regel manchmal gehasst, aber eigentlich mochte ich Äpfel schon immer gerne und bin heute natürlich froh über diese Gewohnheit. Denn ich esse noch immer jeden Tag einen Apfel, und manchmal auch zwei! 😉 

Herzäpfel

Die Herzäpfel stammen vom Herzapfelhof aus dem Alten Land, ich habe sie letztes Jahr für meine kirchliche Hochzeit gekauft (der Hof verschickt deutschlandweit und sogar auch ins Ausland).

Da Äpfel hierzulande im September und Oktober geerntet werden, sind sie als Lagerware bis zum Sommer des Folgejahres verfügbar. Im Sommer schmecken die regionalen Äpfel dann meist nicht mehr gut, wenn es überhaupt noch welche gibt. Häufig werden sie dann auch aus anderen Ländern importiert. Jetzt haben wir aber erst einmal wieder jede Menge frisch geerntete Äpfel zur Verfügung!

„An apple a day keeps the doctor away!“

Ja ja, ich weiß – das englische Sprichwort ist ziemlich ausgelutscht. Stimmen tut’s trotzdem: Äpfel versorgen den Körper mit vielen Nährstoffen und haben eine Menge gesundheitsfördernde Eigenschaften. Ein einziger Apfel enthält über 30 Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente – und die meisten davon sitzen direkt unter seiner Schale. Der regelmäßige Verzehr von Äpfeln reduziert das Risiko, an Herz- und Gefäßerkrankungen, Diabetes, Asthma und Lungenfunktionsstörungen sowie an Krebs (insbesondere Darm- und Lungenkrebs) zu erkranken. Für die krebsvorbeugende Wirkung sind die enthaltenen Polyphenole und Pektine verantwortlich. Äpfel liefern außerdem Energie und sättigen dank der enthaltenen Ballaststoffe gut. Diese helfen außerdem bei Durchfall und Verstopfungen.

Die Deutschen lieben Äpfel

Der Apfel ist die beliebteste Frucht in Deutschland: Im Erntejahr 2013 / 2014 verzehrte jeder Deutsche laut Statista durchschnittlich 23,5 kg Äpfel – Bananen, die auf dem 2. Platz stehen, hingegen nur 12,1 kg. Es gibt über 20.000 verschiedene Apfelsorten – die beliebtesten Sorten der Deutschen sind Elstar, Jonagold und Braeburn. Ein Großteil der deutschen Äpfel stammt aus dem Alten Land, dem größten Obstanbaugebiet Deutschlands, das sich südlich des Elbufers in Niedersachen befindet, nur wenige Kilometer von Hamburg entfernt. Etwa jeder 4. Apfel, der in Deutschland gegessen wird, stammt hierher.

„Pur“ als Snack oder verarbeitet?

Natürlich gibt es auch jede Menge Gerichte, die man aus Äpfeln zubereiten kann, neben den Klassikern Apfelmus und Apfelkuchen schmecken Äpfel auch zu Herzhaftem, beispielsweise in Salaten oder als Chutney. Ich esse Äpfel aber meist einfach pur als Snack zwischendurch. Dass die Schale dran bleibt, ist klar, oder?!

Also – greift regelmäßig zum Apfel – er ist gesund und unter den 20.000 Sorten ist mit Sicherheit für jeden die passende dabei! 🙂

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Hannah Frey
Ich bin Hannah Frey, Gesundheitswissenschaftlerin, Bloggerin und Kochbuch- und Ernährungsratgeber-Autorin. Ich helfe dir dabei, dich auch im stressigen Alltag mit wenig Aufwand gesund zu ernähren. Ich möchte dich zu einem gesunden Leben motivieren und inspirieren. Deshalb findest du hier jede Menge schnell zubereitete, einfache und alltagstaugliche Rezepte aus natürlichen Zutaten und ohne raffinierten Zucker – aber mit 100 % Geschmack!

5 Kommentare zu „Heimische Superfoods: Äpfel“

  1. Oh ja, es geht doch nichts über einen schönen, knackigen Apfel :). Klar bleibt die Schale dran, schmeckt ja auch besser.
    Ich mag am liebsten Pink Lady, aber deine Herzäpfel sehen auch zum anbeißen aus.

    Liebe Grüße

  2. Beauty Butterflies

    Obwohl ich im Alten Land aufgewachsen bin, ist so ein purer Apfel ganz nett, haut mich aber nicht um. Trotzdem habe ich oft welche da, weil ich sie gerne verarbeite. Mein absolutes Lieblings-Rezept, auch wenn es super einfach gemacht ist, sind gebratene Apfelstücke im Porridge. Einfach den Apfel in Würfel schneiden, mit etwas Wasser in einem Topf weich garen und mit ordentlich Zimt würzen. Das schmeckt auch fantastisch zu Pancakes. Warmer Apfel ist also definitiv mehr mein Ding 🙂

    1. Das habe ich auch schon öfter gegessen und mag es auch sehr gerne – aber frischer bzw. purer Apfel muss bei mir auch immer sein! 🙂

      Liebe Grüße!

  3. Ich muss ehrlich sagen, dass ich gar nicht so gerne Äpfel esse. Ich bekomme von denen Hunger! Also wenn ich mal welche essen, dann muss ich immer auch z.B. etwas mit Fett dazuessen. Meine liebste Kombination: Apfel + Halloumi + Walnüsse gebraten!

  4. Hallo Hannah,
    toll, dass du den Apfel ehrst! (-;
    Leider kennen viele gar nicht mehr, wie ein richtiger Apfel schmeckt. Im geschäft bekommt man nur noch die hochgezüchteten Sorten (leider, wie bei allem Obst) die nur noch nahc Wasser und Zucker schmecken. Diese Äpfel haben auch keinen wirklichen gesundheitlichen Nutzen und ich mag sie überhaupt nicht gern. Ich bin mit sehr alten Apfelsorten aus unserm Garten aufgewachsen, die schmecken und duften fantastisch und ich bin froh, dass es diese Bäume immer noch gibt.
    Liebe Grüße!

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