Chia-Samen und Leinsamen im Vergleich

Chia-Samen sind vor einigen Jahren als wahres Superfood auch bei uns bekannt geworden – obwohl sie schon vor tausenden von Jahren Grundnahrungsmittel der Maya und Azteken (wie auch Quinoa) waren. Überall liest man, dass sie ähnlich gesund sind wie Leinsamen. Während Leinsamen hierzulande ja recht günstig zu bekommen sind, werden Chia-Samen in Deutschland sehr teuer verkauft. Ich habe einfach mal die Preise in einem Online-Shop verglichen: ca. 12 € kostet 1 kg Chia Samen in Bio-Qualität* derzeit (Stand: Oktober 2015), 3,98 € für ein kg Leinsamen. Mich hat interessiert, ob der hohe Preis für die Chia Samen – im Vergleich zu Leinsamen – gerechtfertigt ist. Ob die gesundheitlichen Vorteile von Chia Samen tatsächlich so viel besser sind, als die von Leinsamen. Deshalb habe ich ein wenig recherchiert und beide Samen miteinander verglichen.

 Vergleich Chia-Samen Leinsamen

Chia Samen

Ich beginne mit Chia-Samen, die links auf dem Foto abgebildet sind. Es gibt schwarze und weiße Chia-Samen, wie man auf dem Foto auch erkennen kann, wenn man genau hinguckt.

Chia-Samen* enthalten unter anderem wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Proteine, Eisen und Vitamine. Beeindruckend finde ich folgende Fakten: Chia Samen haben doppelt so viel Kalium wie Bananen, drei Mal mehr Eisen als Spinat, fünf Mal so viel Kalzium wie Milch und drei Mal mehr Antioxidantien als Heidelbeeren! Fügt man den Chia Samen Flüssigkeit hinzu, verändern sie ihre Konsistenz und werden gelartig. Grund dafür ist die äußere schleimbildende Polysaccharidschicht, die auch die Leinsamen haben. Dadurch wird zum Beispiel die Verdauung gefördert und der Blutzuckerspiegel wird reguliert (so wird unter anderem dem Heißhunger auf Süßes vorgebeugt, da dass Sättigungsgefühl lange vorhält – deswegen werden Chia Samen oft auch empfohlen, wenn man abnehmen möchte). Ähnlich wie bei den Goji-Beeren werden Chia Samen aufgrund ihrer hohen Nährstoffdichte als Superfood bzw. „Wundersamen“ sehr in den Himmel gelobt. Ich finde es immer wichtig, das Ganze zu hinterfragen. Wissenschaftliche Beweise für die vielen gesundheitlichen Vorteile der Chia Samen gibt es bisher nämlich noch nicht.

Zubereitung: Im Salat, im Müsli, im selbstgebackenen Brot, als Chia-Pudding, im Müsliriegel, als Chia-Marmelade, im Smoothie oder als Ei-Ersatz für Veganer – Chia Samen sind extrem vielseitig.

Kaufen kann man sie in Bioläden, in Reformhäusern oder online*.

Leinsamen

Leinsamen sind auf dem Foto rechts zu sehen. Sie sind – je nach Sorte – braun oder gelb bzw. gold und werden, wie Chia-Samen auch, schon seit tausenden von Jahren angebaut. Im Gegensatz zu den Chia-Samen* sitzt die Schleimschicht, die Polysaccharidschicht, nicht außen auf den Samen, sondern in den Samenschalen. Deshalb wirken geschrotete Leinsamen stärker, als ungeschrotete. Geschrotete Leinsamen halten allerdings nur für eine kurze Zeit, denn beim Mahlen werden Fettsäuren frei gesetzt, die sich schnell zersetzen und ranzig werden. Im Darm wirken Leinsamen als Quellmittel, denn sie binden dort Wasser und quellen auf. So vergrößert sich das Volumen des Darminhaltes, was die Verdauung dann anregt. Leinsamen werden daher schon lange als pflanzliches Mittel bei Verstopfungen eingesetzt. Wichtig ist dabei aber, dass die Leinsamen geschrotet sind, denn ganze Leinsamen passieren den Magen-Darm-Trakt oft in unveränderter Form.

Zubereitung: Leinsamen dienen als Topping für Salate, als Zutat im Müsli, im selbstgebackenen Brot oder als Ei-Ersatz für Veganer.

Aber welche Samen sind nun gesünder?

Dr. Weil ist ein in den USA sehr bekannter Mediziner, der mehrere Bücher zum Thema Gesundheit veröffentlicht hat. Laut Dr. Weil sind Chia Samen gesünder als Leinsamen. Folgende gesundheitliche Vorteile der Chia Samen gegenüber Leinsamen hat er aufgelistet:

  • Der größte Vorteil und Unterschied von Chia Samen gegenüber Leinsamen: Leinsamen müssen gemahlen werden, damit unser Körper die guten Nährstoffe verwerten kann – deshalb gibt es gemahlene Leinsamen oftmals auch schon fertig zu kaufen. Chia Samen hingegen müssen nicht gemahlen werden.
  • Chia Samen sind reicher an Antioxidantien als Leinsamen – deshalb sind Chia Samen länger haltbar als Leinsamen, ohne ranzig zu werden.
  • Chia Samen enthalten mehr Omega-3-Fettsäuren als Leinsamen.

Mein Fazit

Allein aufgrund ihrer Inhaltsstoffe sind Chia-Samen* gesünder als Leinsamen. Auch die Tatsache, dass Chia-Samen nicht wie Leinsamen gemahlen werden müssen, damit wir alle Nährstoffe aufnehmen können, ist ein Pluspunkt. Für mich ist insbesondere die Quellfähigkeit der Chia-Samen ein entscheidender Vorteil, denn daraus lassen sich tolle Gerichte wie Chia-Pudding oder Chia-Marmelade zubereiten, was mit Leinsamen nicht möglich ist.

Wie steht ihr zu Chia-Samen? Ist der Preis zu teuer oder aufgrund der gesundheitlichen Vorteile angemessen?

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52 Comments

  • Lisa sagt:

    Danke für deinen interessanten Post. Ich bin schon seit Wochen am grübeln, ob ich Chia Samen nun ausprobieren soll, oder nicht. Ich werde mir wohl mal ein kleines Päckchen besorgen und sie testen. Den Preis finde ich allerdings auch sehr hoch, vermutlich ist der aktuelle Fitness- und Gesundheitswesen Hype nicht ganz unschuldig daran.

    Liebe Grüße
    Lisa

    • Lisa sagt:

      Gesundheitshype sollte das heißen…danke T9 :-D

      • Hannah sagt:

        Hallo Lisa,
        die Chia Samen sind leider schon immer so teuer :-( Das Gute ist, wie ich finde, dass sie kaum einen Eigengeschmack haben. Die Konsistenz (dieses „Glibbrige“) ist gewöhnungsbedürftig, das mag ich auch nicht so gerne. Deshalb mix ich sie, z.B. wenn ich einen Chia Pudding mache.
        Liebe Grüße!

      • Constanze sagt:

        Hallo, ich esse die Chiasamen einfach so im Joghurt, ohne sie vorher einzuweichen, dann hat man auch mit der Konsistenz kein Problem ;)

    • ChrisR sagt:

      Ein Glück sinken die Preise für die Samen wieder. Konnte die Samen jetzt endlich auch mal ausprobieren. Wie auch du erstmal ein „kleines“ Päckchen als Testpaket. Nutze die Samen jetzt aber regelmäßig in allen Variationen. Meistens zum Müsli, Shakes und Brotaufstrich (Marmelade ;-)). Hast du vielleicht noch geheime Rezepte, wo ich die Samen noch so verwenden kann? Glaube, dass ich mir ein kleines Chia-Rezepte-Büchlein demnächst anlegen werde. =)

    • Rosa sagt:

      Ich finde es ist nur mal wieder ein Hype. Der gute deutsche Leinsamen ist auch lange lagerfähig. Frische mahlen kann ihn jeder in einer kleinen Kaffeemühle.
      Die gesündesten Nahrungsmittel finden wir im regionalen Bereich.
      Liebe Grüße
      Rosa

  • Kerstin sagt:

    Wie sieht denn dann der Vergleich zu (indischen)Flohsamen aus. Diese bilden auch eine gelinge Schleimschicht und quellen ordentlich auf. Sie haben m.M.nach so gut wie keinen Eigengeschmack. Sie Regen auch die Verdauung an. Ev noch eine Alternative zu den Chia-Samen. Gibt es id Drogerie oder Apotheke, kosten zw 3-6€

    • Hannah Frey sagt:

      Hallo Kerstin,
      die Frage kann ich dir leider nicht beantworten, indische Flohsamen kenne ich nicht.
      Liebe Grüße!

    • Anja Bischler sagt:

      Liebe Kerstin,
      indische Flohsamenschalen haben tatsächlich den gleichen Effekt für den Darm, wirken sogar noch besser und wirklich sofort. Also immer in der Nähe einer Toilette sein, wenn du die isst, hihi. :-)
      Hier aber ein großes ABER: Flohsamenschalen liefern NUR Ballaststoffe, die im Darm aufquellen und sonst gar nichts. Also keine guten Omega-3-Fettsäuren wie die Chia-Samen. Die Flohsamen sollten daher nicht als Nahrungsmittel, sondern nur als „Heil“mittel bei Verdauungsbeschwerden betrachtet werden. Zumal sie 0 Kalorien und damit auch 0 Nährstoffe haben.
      Zwar spät, aber vielleicht bringt das ja doch noch was. :-)
      Anja

  • Coco Berlin sagt:

    Danke für den Vergleich! Ich habe beide und die geschroteten Leinsamen bewahre ich im Kühlschrank auf, da halten sich die empfindlichen Omega-Fettsäuren länger.

    Ich esse seit fast 2 Jahren fast täglich 3 Esslöffel im Müsli oder Bananen-Smoothie mit Kakao (schmeckt mit Reismilch & Mandelmus wie Mousse au Cocolat).

  • Monika sagt:

    Ich habe mich auch lange ‚im Kreis bewegt‘ bis ich mir online Chiasamen gegönnt habe …. ich esse sie bisher in meinem Naturjoghurt (griech. 2% Fett vom Discounter) mit Haferflocken und Obst gepimpt oder auch im fertigen Sahnekefir + Haferflocken. Bisher habe ich um die 5g Chiasamen + ~ 15-20g Haferflocken auf 150g Naturj. bzw einen Becher Sahne Kefir auf Frucht gemixt. Es hält länger satt als nur Haferflocken und die Konsistenz erinnert mich ein wenig an Mohn. An größere Portionen Chia arbeite ich mich langsam ran …

  • Nadin sagt:

    Toller Beitrag! :-) Mit dem Thema habe ich mich auch schon viel beschäftigt. Vor kurzem habe ich mir auch 1 kg Chia-Samen online bestellt und esse oft Chia-Pudding (mit ca. 2 EL Chia-Samen). Allerdings mag ich auch Leinsamen und teste gerade selbst noch aus, ob der Hype um das Superfood nicht zu groß ist. Die genannten Gründe von Dr. Weil überzeugen mich zumindest nicht ganz. Da es geschrotete Leinsamen gibt, ist es doch kein Nachteil. Und da die im Handel üblichen kleinen Packungen der Chia-Samen eh recht schnell aufgebraucht sind, ist eine lange Haltbarkeit auch nur ein geringer Vorteil. ;-)

  • anja sagt:

    Wenn der größte Vorteil der Chiasamen ist, dass sie nicht geschrotet werden müssen, finde ich de großen Preisunterschied nicht gerechtfertigt. Ich nehme täglich dunkle Leinsaat, die ich im Mixer (Omniblend, Vitamix etc.) jeweils frisch schrote.
    Liebe Grüße,
    Anja

  • anne sagt:

    Wie Anja sagt, man kann die Leinsamen jeweils frisch schroten, eine alte elektrische Kaffeemühle tut’s auch. Prinzipiell sollen wir uns doch regional und saisonal ernähren – also sind Leinsamen unser Superfood und Chia ist das der Südamerikaner. (Blöd nur, dass „unser“ Leinsamen inzwischen auch von sonstwo kommt…) Aber keiner kann doch sagen, ob das mehr an Omega3 wirklich resorbiert wird? Dann ginge es ja nach dem Motto: viel hilft viel?

  • Silke sagt:

    habe gerade durch Zufall das Buch Chia-power von Barbara Simonsohn gekauft und gelesen. Sie schreibt, dass in Leinsamen auch gesundheitlich bedenkliche Stoffe enthalten sind. In verschiedenen Ländern wie USA und Frankreich ist Leinsamen nicht zum menschlichen Verzehr zugelassen!
    Selbst Befürworter raten zur Vorsicht und empfehlen höchstens 3-4 Teelöffel Leinsamen pro Tag. Dies alles trifft für Chia nicht zu und es enthält sehr viel mehr Mineralien und Antioxidantien.

    Liebe Grüße
    Silke

  • Svenja sagt:

    Ich habe mir auch vor ein paar Wochen Chia-Samen gekauft und finde sie im Müsli und als Pudding sehr lecker!

    @Silke/@Monika: also auf meiner Packung steht, dass man nicht mehr als 15g Chia-Samen am Tag essen darf (ich meine das entspricht auch etwa 2 EL). Warum steht da jedoch auch nicht.

    Lg Svenja

    • Lana sagt:

      Hallo Svenja, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Chia Samen in höheren Mengen zu Durchfall und Krämpfen führen können. Mit 2 Esslöffeln besteht da aber keine Gefahr.
      Ich nutze sie aber tatsächlich auch, wenn ich mal Verstopfung habe..

      Ansonsten mag ich sie auch als Pudding oder in Smoothies.

      Hannah: schöne Homepage mit guten Infos!!
      Lieben Gruß

      Lana

    • Sara sagt:

      Die Beschränkung auf ca. 2EL bezieht sich, soviel ich weiß, auf den ungequellten Zustand. Größere Mengen würden zu viel Wasser binden, daher könnte es zu Verstopfung kommen.
      Im gequellten Zustand kann man wesentlich mehr zu sich nehmen.
      Deshalb kommt es auch in Rezepten vor, dass größere Mengen angegeben sind.

  • Dilek sagt:

    Liebe Hannah,

    ein ganz tolle Seite hast du hier. Seit einigen Jahren versuche ich in der Familie die ein oder andere Ernährungsumstellung unbemerkt einzuführen und umzusetzen. Da werde ich noch viele Tage stöbern können. Vielen Dank!
    Den Beitrag zu den Chia-Samen und Leinsamen finde ich entsprechend auch ganz spannend, denn ich habe bislang einfach mal geglaubt, dass das alles so stimmt, wie es behauptet wird, zumal Chia-Samen inzwischen in aller Munde sind und da schaltet sich die kritische Stimme im Kopf irgendwann doch aus.
    Zu deinem Beitrag habe ich zweierlei Anmerkung:
    (1) Du schreibst am Ende des 3. Absatzes: „Wissenschaftliche Beweise für die vielen gesundheitlichen Vorteile der Chia Samen gibt es bisher nämlich noch nicht.“ Folgt man nun dem Link und liest die Studie, dann heisst es da unter Punkt 4. Health Benefits of Chia Seed-Human Clinical Trials: „Nevertheless, later studies [18, 20, 21] demonstrated well the benefits of chia on human health.“ – das übersetze ich so, dass insbesondere die neueren Studien die gesundheitlichen Vorteile von Chia-Samen sehr wohl bestätigen. Oder habe ich da was grundsätzlich nicht verstanden?
    (2) Ich finde, dass die lange Haltbarkeit von Chia-Samen vor allem den Vorteil hat, dass man sich die häufig deutlich günstigeren großen Pakete Chia-Samen kaufen kann, ohne Angst um deren Haltbarkeit haben zu müssen. Zudem mag ich einfach den Geschmack von Leinsamen (und auch Leinsamenöl) nicht, den ich scheinbar aus allem herauszuschmecken scheine. Da ist mir ein geschmacksneutrales ‚Superfood‘ so viel lieber. An den Preis kann ich mich zwar immer noch nicht so recht gewöhnen, aber wenn mit dem Hype die Anzahl von Anbietern steigt, dann reguliert sich der Preis ja oft von selbst :)

    So, jetzt wird weiter gestöbert auf dieser tollen Webseite!!!

  • achim sagt:

    Zu Leinsamen und Leinöl empfehle ich die Literatur von Dr. Johanna Budwig.

  • Maika sagt:

    Hallo Allerseits :)

    Liebe Hannah, kannst du bitte das Thema „Goji-Beeren“ näher ausführen?? Eine Arbeitskollegin hat mir neulich empfohlen, von diesen Beeren täglich ca. 1 TL zu mir zu nehmen. Weil sie super-gesund seien und voller Nährstoffe.?! Stimmt das?? Und sie hat auch noch gesagt, es wäre für so ziemlich alles gut, Haut/Organe/Entgiftung etc….?! Wäre lieb wenn ich darauf eine Antwort hätte… Und zu den Chiasamen, habe mir jetz welche im Bio-Laden besorgt, und will bald mal damit was anfangen z.b. einen „Powershake“ – hättest du eine Idee, was sich eignen würde, wenn ich es für die Frühstücks- oder Mittagspause mit in die Arbeit nehmen will?! Wird das mit den Samen dann nicht zu dickflüssig?? Viele liebe Grüße

  • Barbara sagt:

    Hallo Hannah ! Der Preisunterschied zwischen Chia Samen „Bio“ und „Nicht Bio“ ist ja groß. Spricht irgendwas dagegen,wenn man “ Nicht Bio“ nimmt ? LG von Barbara

  • Chrissie sagt:

    Hallo Hannah,
    ich beschäftige mich seit kurzer Zeit mit Leinsamen (Öl) bzw Chia-Samen. Ich benutze Chia-Samen als Entzündungshemmer und Cholesterinsenker. Ich lasse diese keimen und esse sie als Rohkostsalat. Bei mir kommt Leinsamen bzw Leinöl nicht in Frage (obwohl ich grundsätzlich eher für lokale Produkte bin), da ich eine Unterfunktion der Schilddrüse habe. Leinöl bindet das synthetische Schilddrüsen-Ersatzhormon und dieses gelangt so nicht in die Blutbahn. Daher sollte jeder der das og Schilddrüsenproblem hat keinen Leinsamen (geschrotet oder ungeschrotet) zu sich nehmen. Liebe Grüsse Chrissie

    • Karolin sagt:

      Hallo Chrissie,
      daß Leinöl und Leinsamen das synthetische Schilddrüsenhormon hemmen sollen
      (also die Aufnahme von L-Thyroxin-Tabletten) höre ich das erste Mal.
      Muß meine Schilddrüsenunterfunktion schon seit 20 Jahren damit substitu-
      ieren und nehme ungefähr seit genau der gleichen Zeit Leinöl täglich
      (1 Teel.) und Leinsamen gelegentlich ein ohne daß dadurch in irgendeiner
      Weise mein Schilddrüsenhormonspiegel dadurch beeinflußt worden wäre.
      Im Gegenteil, Leinöl macht froh und lebendig, gibt glänzende Haare u.a.
      Man muß nicht alles glauben, was manche Heilpraktiker(?)erzählen…..
      Gruß von Karolin

  • Maria sagt:

    Liebe Hannah,
    sehr schöne website hast Du und viele interessante Artikel.
    Ich nehme schon länger ziemlich regelmäßig Chiasamen und auch Gojibeeren, so jeweils ca. 1 – 2 EL. Seit ich immer mehr wirklich gute Sachen (also sog. „superfood“ zu mir nehme, haben sich fast unbemerkt viele andere Lebensmittel entbehrlich gemacht. Trinke keine Säfte, kaum Milch, auch fast keinen Tee mehr (habe ich früher in allen Varianten – hatte sicher oft bis zu 30 verschiedene Sorten im Haus ;), Schokolade, Kekse, Knabberzeug, Fruchtyoghurts etc. etc. – ich glaube, bei mir hebt sich das leicht mit dem Preis vom Chiasamen auf. Mein derzeitiges neues Lieblingsfood ist – neben den green smoothies – Rohkakao und Baobab pulver – da bin ich jetzt am Ausprobieren. Mache u.a. selbst Rohschokolade, tw. mit Matchatee – soooooo gut :)

    Zum höheren Preis von bio:bei den Gojibeeren kenn ich mich nicht so aus, aber z.B. bei den Karotten kommt der höhere Preis daher, dass konvent Karotten wenn sie noch sehr klein sind, mit Unkrautvernichtungsmittel behandelt werden, damit die kleinen Karottenpflänzchen überleben und die Biobauern müssen sie von Hand jäten – und das ist SEHR zeitaufwändig, da finde ich den höheren Preis mehr als gerechtfertigt.
    Weiterhin viel Freude mit Deinem Projekt Gesund Leben – ist super.
    Liebe Grüße
    Maria

  • christiane sagt:

    Hallo nur mein Kompliment zur Webseite!

    Eine Anmerkung zu den Chiasamen: als ich mal genauer geschaut habe, was so nach meiner Verdauung in der Toilette gelandet ist, sah das für mich aus als ob die Samen unversehrt waren. Seit dem nutze ich China nur noch im Smoothie, also quasi gemahlen.
    Hat jemand eine ähnliche Erfahrung?

    Viele Grüße
    Christiane

    • Sara sagt:

      Dass die Chias in der Kloschüssel im Ganzen landen, kommt vor.
      Die wichtigen Nährstoffe sind in der Schale, welche eben auch das gelieren bewirkt. Die im Gel abgegegebenen Nährstoffe nimmt der Körper auf.

  • Hajü sagt:

    Chia- und Leinsamen haben das etwa gleichgute Verhältnis von Omega-3-zu Omega-6-Fettsäuren, nämlich ca. 3:1, was insofern vorteilhaft ist, weil in der Regel zu viel Omega-6-Fettsäuren konsumiert werden und das Verhältnis 3:1 auch für die Krebsprävention wichtig ist. Chiasamen habe ich zuletzt für 18,90/kg gekauft (eBay) und verwende sie zum Eindicken für frische Marmelade (mmh), macht man am besten am Vorabend. Leinsamen mahle ich täglich (alte Kaffeemühle) frisch, 1 EL kommt zum Kefir mit den TK-Früchten. Bei den Ölen wird leider immer nur Olivenöl angepriesen – naklar ist das eine gute Sache, sofern auch das Öl ein gutes ist. Aber noch besser – für die kalte Küche – ist zweifelsfrei Hanföl mit einem Anteil von fast 80% an mehrfach ungesättigten und etwa 12% einfach unges. Fettsäuren. Allerdings kostet der halbe Liter ca. 20 Euro.

  • Schorsch sagt:

    Interessante und hilfreiche Seite. Und vielen Dank für gut zusammengestellten Informationen.

    Derzeit nutze ich Chiasamen täglich (2 x 25 g) in zwei Youghurt-Portionen, nach dem sie aufgeqollen sind. Dazu nehme ich zweimal täglich je 5 g aufgequollende Flohsamenschalen zu mir. Und beides bekommt mir sehr gut, d.h. auch das Ergebnis in der Kloschüssel ist jetzt optimal.

    Vorher verwendete ich immer Leinmehl, welches auch sehr lang haltbar ist, weil das Öl vorher entfernt wurde. Mein restliches Leinmehl werde ich jetzt Zug um Zug im Brot verbacken.

    Meine noch vorhandenen und recht unbesonnen gekauften Gojibeeren werde ich jetzt im Joghurt aufbrauchen und danach – obwohl geschmacklich nicht schlecht – von meiner Einkaufsliste streichen.

    Gruß Schorsch

  • Lutz sagt:

    Interessante Gegenüber- und gute kritische Grundeinstellung. Geht mir ebenso. Nicht alles, was „vor tausenden von Jahren“ angeblich gut gewesen sein soll, muss es auch heute sein. Immerhin haben die Mayas ja trotzdem massenweise ihre Opfer geköpft, die Herzen herausgerissen und sind später untergegangen. Kein Mensch kommt auf die Idee, dass vielleicht die Chiasamen Schuld daran gewesen sein könnten. Oder gilt vielleicht deshalb die Beschränkung auf 15 g/Tag?! (kleiner Scherz) ;-)

    Interessant auch der kommentierte Verdacht, dass man die Samen (hinterher) scheinbar unversehrt wieder findet. Nur ein Teil, oder alle? Gehen dann alle Wundernährstoffe auch mit flöten? (Bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich untersuchen werde!)

    Allein der Preis von mind. 16 -25 € je kg ist doch schon sehr heftig, insbesondere wenn hier vielleicht doch auch viel Gutglauben statt -wissen dabei ist. Und so richtig „bio“ kann es auch kaum sein, wenn die Samen dafür um die halbe Welt transportiert werden müssen. Wie sich das Ganze dann vor Ort bei den Einheimischen auswirkt, wenn der Hype im reichen Europa und Amerika künftig noch zunehmen und somit der Anbau dort sich ausweiten sollte, siehe auch Soja, Biosprit etc. pp. ?!

    Probiert habe ich es aber trotzdem. Ein Langlauf-Freund nimmt es als Energienahrung unterwegs mit und hat recht gute Erfahrungen im Ultralauf damit gemacht.
    Bisher reichere ich damit die Früchte-Müsli-Yogurth-Mischung an. Zuerst Chia (mit etwas selbstgemachtem Tsampa aus heimischer gerösteter Bio-Nacktgerste) mit Milch oder Fruchtbuttermilch verrühren, aufs Quellen verzichtete ich bisher. Irgendwelche Auswirkungen kann ich aber noch nicht bestätigen, außer der Geschmacksneutralität. ;-)

  • Lukas sagt:

    Also ich finde ein bisschen mehr Omega-3-Fettsäure bei dem hohen Gehalt, den Leinsamen ohnehin schon haben keinen Entscheidungspunkt. Leinsamen haben auch mehr Protein. Interessant wäre noch ein Vergleich der Vitamine, Minerlaien und Spurenelemente. Aber für mehr als 4 mal so viel Geld werde ich mir vorerst wohl keine Chiasamen kaufen.

  • SvenjaInLove sagt:

    Sehr interessanter Post. Ich esse beides unheimlich gerne, gerade zum Frühstück und das mit der Chiamarmelade werde ich direkt mal probieren :)
    Liebe Grüße
    Svenja

  • Mau sagt:

    Ich habe mir gestern chiasamen bei marktkau* gekauft für 8.99 euro das halbe kilo. Hab sie in einen bananen pfirsich smoothie getan. Ein traum. Auf der packung steht, dass man nur 15 gramm am tag essen darf. Von daher ist es auch nicht so teuer.

  • Simone sagt:

    Sicher haben Chiasamen ihren Preis – aber das als zu teuer zu bezeichnen, halte ich für übertrieben. 210 g Chiasamen aus dem Reformhaus kosten ca. 7 €, da man nur 15 g pro Portion und Tag ansetzt, hält das gut 14 Tage. Für 7 € bekomme ich derzeit gerade mal ne gute Portion Currywurst m. Pommes. Auch wenn die Wirkung der Samen nicht komplett erforscht wurden, mir reichen die Angaben der Inhaltsstoffe.
    Mir persönlich ist es das wert – man gibt so viel Geld für „Müll“ aus, da machen mich die 14 € im Monat auch nicht ärmer.

  • Lisa sagt:

    Zur Preisfrage von Chia Samen folgendes:
    Habe mir 1kg aus Brasilien von einer dort gebürtigen Freundin mitnehmen lassen.
    Der Kilo kostete mich 2,10€

    :-D

    Da sie bei uns nicht heimisch sind, aber in Südamerika ohne Probleme angebaut werden können, spielt der Handel enorm mit dem Preis herum.
    Ich finde sie in Europa maßlos überteuert.

    Aber genial sind sie ;-)

    Grüße Lisa

    • Cindy sagt:

      Bedenkt man die Transportkosten und die entstehende Umweltbelastung finde ich den Preis eigentlich ziemlich angemessen.

  • Würde mich freuen, wenn Du auch einen Vergleich mit Hanfsamen machen könntest.

  • Swetlana sagt:

    Das ist ein interessanter Beitrag.
    Ich selbst konsumiere regelmäßig sowohl Chia-, als auch Leinsamen, da ich mit beiden gute Erfahrungen gemacht habe. Ich denke jedes der Samen hat etwas „besonderes“ an sich und eine gesunde Mischung machts. Ist die Zeit knapp dann streue ich eben paar Chiasamen über den Haferflockenbrei oder Salat, habe ich allerdings mehr Zeit oder mache mir sowieso ein Smoothie mache ich Leinsamen rein oder schrote sie frisch.
    Leinsamen kann man auch im ungeschroteten Zustand verwenden z.B. in Breis, Smoothies oder Salaten einfach um einen gewissen Sättigungseffekt zu erreichen, ohne Kalorien „aufzunehmen“ da diese ungeschrotet wieder ausgeschieden werden. Unter anderem hat mir dieser Trick beim abnehmen geholfen ;) das gleiche kann man natürlich auch mit anderen Substanzen versuchen z.B. Flohsamenschalen, diese haben aber meiner Meinung nach einen Beigeschmack und bringen natürlich auch Kalorien mit sich.

  • Michael sagt:

    Ich finde den Hype um Chiasamen etwas übertrieben. Wenn man sich überlegt, was die Samen im Herkunftsland kosten und was bei uns … ;-)

    Für Vegetarier (und Veganer) ist sicher interessant, dass beide Samen ein prima Eiersatz abgeben.

    Was die Dosis angeht: Niemand muss sich daran halten. Aber die Inhatlsstoffe müssen ja auch vom Körper verarbeitet werden können. Dazu kann Hannah aber sicher kompetenter Auskunft geben. :-)

  • Lars Neumeister sagt:

    Leinsamen enthalten relativ hohe Mengen an Cadmium, bei Chia-Samen liegen keine Daten dazu vor. Deshalb würde ich beides in Maßen essen.

  • Marco sagt:

    Hallo zusammen,
    für mich gewinnt den Vergleich ganz klar der Leinsamen, da dieser auch regional in D angebaut wird. Was nützt denn dieses wunderbare Geschenk der Natur, wenn man damit dieselbe wieder kaputt macht, indem es einmal um die halbe Welt zum Konsumenten geflogen wird. Und die Bauern dort verdienen daran n appel und n ei. Also bitte bitte nicht immer nur an billigbillig denken sondern die Mehrkosten für die chiasamen regional investieren. Die Bauern hier reißen sich für ein gutes Produkt echt den ***** auf. ;-)
    Immer Love… immer Peace!

  • Matthias sagt:

    Ich finde, es ist eine Geschmackssache. Leinsamen schmecken mir nicht, deshalb mag ich sie nicht. Chiasamen helfen mir auf wunderbare Weise bei der Verdauung, also warum sollte ich sie nicht nehmen?

  • Sylvia sagt:

    Vielen Dank für deinen interessanten Artikel. Ich beschäftige mich (dank deiner Anregung im blog) übrigens auch mit Superfood und habe daher ein wenig Recherche über Chia Samen betrieben. Da bin ich auf einen Artikel gestoßen, dort kam dann aber auch heraus, dass die beste Wirkung bei Chia Samen ebenfalls in gemahlener Form gegeben ist. Ich habe das nun mal ausprobiert und finde es zumindest leckerer. Ob ich nun gesünder bin als vorher, weiß ich aber nicht…LG Sylvia

  • Alexander Wagner sagt:

    Danke für den informativen Beitrag. Dass Leinsamen in ungeschroteter Form einfach immer nur ungenutzt durchgehen, wusste ich bereits und hab mich dann immer über die Rezepte amüsiert, die ja „so gesund“ sind, in denen ungeschrotete Leinsamen enthalten waren…
    Nur dachte ich zunächst, dass das bei Chia-Samen wohl genauso wäre, bis ich mir mal „Froschlaich“ im Wasserglas erzeugt hatte mit den Samen.
    Noch ein Tip für Marmeladen: Da der Chai-Samen beim Erhitzen viele seiner Inhaltsstoffe verliert mach ich das jedes Mal frisch: 1/2 Glas Marmelade mit Fruchtsaft und 2-3 Teelöffel Chia (im Mörser kurz zerrieben) auffüllen. Dickt wieder perfekt nach und die Chia-Samen wurden nicht erhitzt und durch das Aufbrechen im Mörser noch leichter verdaulich.

    LG
    Alex

  • Georgia sagt:

    Hallo,
    mich würde interessieren, ob die Chiasamen, ebenso wie Leinsamen, Phytoöstrogen wirken?

    Vielen Dank,
    Georgia

  • Cindy sagt:

    Ich denke der wichtigste Punkt beim Vergleich von Leinsamen und Chia ist, dass Leinsamen in Europa angebaut werden können, während Chia aus Südamerika importiert wird. Genau wie bei Quinoa steigt wegen der großen Importmengen z.B. in Bolivien und Peru der Marktpreis, wodurch sich die Einheimischen nicht mehr das Essen leisten können, was schon ihre Urahnen gegessen haben. Außerdem sollte man bedenken, welche Mengen an Kraftstoff für den Transport verbraucht werden und welche Umweltbelastung durch CO2 und Öllecks entstehen.
    Ich esse auch ab und zu Chia, aber ich finde man sollte bei solchen Hypes immer auch die ökologischen und sozialen Auswirkungen bedenken und lieber auf regionale Alternativen zurückgreifen.

  • Gabi sagt:

    Tolle Seite!!
    Chiasamen bekommt man bei Amazon für 4,99€ das Kilo plus 4€ Versand . Der Preis stimmt und der Chiapudding ist der Hit.

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