Hast du dich auch schon einmal gefragt, wie du einen Granatapfel entkernen kannst, ohne anschließend die Küche renovieren zu müssen? In diesem Beitrag zeige ich dir mein Vorgehen.
Meinen ersten Granatapfel habe ich vor einigen Jahren ganz naiv gekauft, ohne eine Idee zu haben, wie man die Kerne herausholt. Das Ergebnis war eine Küche, die aussah, als hätte ein Massaker stattgefunden – inklusive anschließender Putzaktion.
Also musste ich herausfinden, wie man die Kerne möglichst einfach und ohne große Sauerei herausbekommt. Folglich habe ich gegoogelt und mir verschiedene Möglichkeiten angesehen und ausprobiert. Da es gar nicht so einfach war, die für mich beste Methode zu finden, möchte ich sie dir hier zeigen. Denn vielleicht hast du das gleiche Problem und lässt Granatäpfel deshalb sogar im Laden liegen.
Warum Granatäpfel so gesund sind
Schauen wir uns aber zuerst einmal an, weshalb du Granatäpfel in deine Ernährung integrieren solltest. Granatäpfel sind nicht nur lecker, sondern enthalten auch viele wertvolle Nährstoffe. Besonders bekannt sind sie für ihre sekundären Pflanzenstoffe und Antioxidantien. Dazu gehören auch Anthocyane, die den Granatapfelkernen ihre kräftige rote Farbe geben.
Außerdem enthalten sie Vitamin C. Dieses trägt unter anderem zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und spielt eine Rolle bei der Bildung von Kollagen, das unter anderem für Haut, Knochen und Bindegewebe wichtig ist.
Auch Ballaststoffe stecken in den Granatapfelkernen. Sie gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu und tragen zu einer normalen Darmfunktion bei.
Wann haben Granatäpfel Saison?
Granatäpfel haben in der Regel von Oktober bis Januar Saison, wobei die Erntezeit je nach Region leicht variieren kann. In dieser Zeit sind sie besonders saftig, aromatisch und nährstoffreich. Achte beim Kauf darauf, dass die Früchte eine feste, glänzende Schale haben – das ist ein Zeichen für Frische und Qualität.
Granatapfel entkernen – So geht es
Wie du am einfachsten einen Granatapfel entkernen kannst, zeige ich dir hier:
Schritt 1:
Um den Granatapfel entkernen zu können, musst du ihn zuerst vorsichtig mit einem Messer in der Mitte in zwei Hälften schneiden.
Wenn du den Granatapfel nicht aufschneiden magst, weil dann schon einige Kerne zerschnitten werden, kannst du ihn auch nur am Stiel einschneiden und dann mit den Händen vorsichtig auseinanderbrechen.

Schritt 2:
Die beiden Granatapfelhälften in eine große, mit Wasser gefüllte Schüssel geben. Das Wasser hilft dabei, die Kerne leichter herauszulösen und verhindert, dass sie spritzen und eine Sauerei verursachen.

Schritt 3:
Die Granatapfelhälften mit den Fingern auseinanderpflücken und die Kerne vorsichtig unter Wasser herauslösen. Die Kerne sinken zu Boden, während die weißen Trennwände oben schwimmen. Diese kannst du dann einfach mit den Händen oder einer Schöpfkelle* herausholen.


Schritt 4:
Anschließend nur noch das Wasser abschütten und fertig!

Lagerung der Granatapfelkerne
Falls du nicht alle Granatapfelkerne auf einmal verbrauchen kannst, keine Sorge! Du kannst die Kerne luftdicht verschlossen für etwa 3-5 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Falls du die Granatapfelkerne länger aufbewahren möchtest, kannst du sie problemlos einfrieren, um ihre Frische zu bewahren. Gib die Kerne in eine luftdicht verschlossene Dose oder einen Gefrierbeutel und bewahre sie im Gefrierfach auf. So hast du immer einen Vorrat an Granatapfelkernen, den du je nach Bedarf verwenden kannst.
Bei Bedarf nimmst du die Granatapfelkerne einfach aus dem Gefrierfach und lässt sie bei Zimmertemperatur auftauen.
Rezepte mit Granatapfelkernen
Hier auf meinem Blog findest du einige Rezeptideen mit Granatapfelkernen:
- Mandel-Himbeer-Smoothie mit Granatapfel
- Glow-Bowl
- Gefüllte Auberginen mit Dattel-Mandel-Quinoa
- Quinoa-Tabouleh mit Granatapfelkernen und Minzjoghurt
Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren!
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11 Kommentare zu „Granatapfel entkernen – Eine kurze Anleitung“
Ich habe gerade einen Granatapfel in der Küche liegen und werde deine Methode direkt mal ausprobieren!
Bisher habe ich immer eine andere benutzt, aber deine liest sich noch einfacher!
Für mich ist es so die einfachste und beste Variante. Ich bin gespannt, was du sagst! 🙂
So mache ich das auch immer!
Granatapfel macht sich auch sehr gut in Kombination mit Feldsalat und einem Honig-Senf-Dressing.
Das hört sich auch klasse an, danke für den Tipp! Werde ich mal ausprobieren!
Danke für den Tip! Hat super geklappt 🙂
🙂
Ich hab festgestellt das es aich ganz gut geht wenn man ihn nicht richtig durchschneidet sondern oben den knubbel abschneidet und dann die schale einrizt mit einem scharfen Messer, dann kann man ihn quasi aufdrehen und ein Großteil der Kerne fällt schon alleine raus 🙂 aber ich werde deine Variante auch mal ausprobieren 🙂
Na klar… unter Wasser!!! Sehr kluge Idee. Das werde ich morgen direkt mal ausprobieren…. Ich schneide ihn aber auch nich in Hälften, weil dann ja schon Kerne kaputt sind, die dann so schön rum sauen. Ich schneide ihr ähnlich wie Sarah auf. Also, oben die Kappe ab und dann die Schale von außen entlang der Innenzwischenwände einritzen und dann oben mit einem Messer ins weiße Fleisch piecksen und das Messen drehen. Dann klappt der Granatapfel auf und die Kerne fallen zum Teil schon raus. Wenn man den dann auch noch unter Wasser zu Ende „leert“, dann müsste das Ergebnis echt klasse sein. Vor Allem lieben auch meine Kinder dieses leckere Obst.
Klingt logisch, das werde ich unbedingt mal ausprobieren!
Ich trinke gern Granatapfelsaft und wende dafür eine Methode an, die ich letztens in einem Video von Jamie Oliver gesehen habe: Frucht halbieren und dann einfach mit Schmackes ausquetschen. Klingt simpel, funktioniert aber erstaunlich gut. Vorher habe ich den Granatapfel immer mühselig entkernt und die Kerne anschließend im Mixer bearbeitet.
Hallo liebe Hannah, mir war der Saft immer zu kostbar um ihn im Wasser wegzukippen…
meine afghanische Freundin lachte mich aus und zeigte mir wie es afghanische indische und persische Hausfrauen traditionell machen:
Große Schüssel – Granatapfel darüber Halbieren – je eine Hälfte mit der Öffnung nach unten in die hohle Hand legen und mit einem Holzkochlöffel rings herum kräftig auf die Schale schlagen (nicht auf die Finger hauen ;)) Die Kerne fallen restlos zuerst in die Hand, dann in die darunter liegende große Schale und der wertvolle Saft geht nicht verloren, den kann man gleich fürs Dressing oder Dessert mit verwenden. Die Kerne schmecken auch sehr gut zu Gemüse wie Blumenkohl mit Ingwer – geben dem alten Stinker lustvolle Frische oder zu Fenchel mit viel Fenchelgrün und unterstreichen seine Süße… irre mit ein wenig Kubeben Pfeffer dazu.
Wenn ihr entsaftet geht das ganz gut mit etwas Muckis in der Kartoffelpüreepresse… die entsafteten Kerne danach auf Backpapier trocknen und für den nächsten Salat oder Müsli vorsichtigg in der Pfanne rösten – kleiner Östrogenschub.
ach ja… die Schalen mit dem Wiegemesser etwas zerkleinern und trocknen. ein Eßlöffel auf eine große Tasse heißes Wasser ergibt einen guten Tee gegen Wechseljahresberschwerden