Kämpfst du nachmittags oder abends mit Heißhungerattacken? Das Verlangen nach Süßem kann so weit gehen, dass du an nichts anderes mehr denken kannst: Deine Gedanken kreisen nur noch um Schokolade und Co. Und erst, wenn du dann endlich etwas Süßes gegessen hast, ist das Verlangen gestillt (manchmal aber leider nur für kurze Zeit).

Mir ging es früher genauso. Zum Glück sind meine Heißhungerattacken inzwischen Geschichte. Was ich gemacht habe? Meine Ernährung umgestellt und den raffinierten Industriezucker weitestgehend von meinem Speiseplan gestrichen. Heute kann ich ganz bewusst entscheiden, wann ich etwas Süßes essen möchte. Und das Beste: ich kann auch ohne Probleme „nein“ sagen, denn vieles schmeckt mir einfach überhaupt nicht mehr.

Damit du das auch erreichst, ist vor allem eines wichtig: Du musst dafür sorgen, den Heißhunger nicht nur als Akutmaßnahme zu stoppen, sondern ihn dauerhaft bekämpfen!

Hier sind 7 Tipps, wie du Heißhunger langfristig vermeidest. Das Durchhalten lohnt sich in jedem Fall: Wenn du der Heißhungerattacke nicht nachgegeben hast, wirst du dich anschließend besser fühlen!

1. Keine Vorräte zuhause haben:

Klingt logisch, wird von vielen aber nicht beachtet. Wenn man Schokolade, Gummibärchen, Chips und Co. vorrätig hat, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie gegessen werden. Deshalb am besten alles ausmisten und verschenken und nicht wieder neu einkaufen!

2. Gesund ernähren:

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, vermeidet Heißhunger-Attacken auf lange Sicht. Das bedeutet: viele Proteine und wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren) und Ballaststoffe essen. Zucker und wenig schnell resorbierbare Kohlenhydrate wie Auszugsmehle und weißen Reis meiden!

3. Regelmäßig essen:

Wenn du mehrere kleine Mahlzeiten isst, hält das den Blutzucker konstant. Wenn man den ganzen Tag über nichts oder nur wenig isst, reagiert der Körper oftmals abends mit Heißhunger. Ich esse neben den drei Hauptmahlzeiten noch zwei bis drei kleine Snacks. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Vielleicht funktioniert das bei dir auch gut – probier es einfach aus!

4. Bewegung:

Sport baut Stress ab, schüttete Glückshormone aus und lenkt dich von den Gedanken an Süßigkeiten ab. Wenn wir Sport machen, essen wir automatisch weniger Süßes – auch, weil wir die Erfolge natürlich nicht direkt wieder „zunichte machen wollen“! ;-)

5. Stress vermeiden:

Stresshormone verstärken das Verlangen nach Zucker – weil dieser aufgrund der im Gehirn stattfindenden Serotonin-Produktion beruhigend wirkt. Ein heißes Bad, eine Massage, Yoga und Sport sorgen für Entspannung, bauen Stresshormone ab und beugen Heißhunger auf lange Sicht gesehen vor.

6. Regelmäßiger Schlaf:

Schlafmangel hat einen starken Einfluss auf die appetitregulierenden Hormone und erhöht den Heißhunger auf Süßes. Deshalb immer ausreichend schlafen und ausgeruht in den Tag starten!

7. Belohne dich für deine Erfolge:

…aber auf keinen Fall mit Süßigkeiten! ;-) Um dauerhaft am Ball zu bleiben und damit auch Heißhunger langfristig zu vermeiden, musst du dich immer wieder neu motivieren. Überlege dir deshalb ganz bewusst, womit du dich für deine Erfolge belohnen möchtest. Das kann ein Blumenstrauß sein, eine Massage, eine neue Yogamatte, neue Sportkleidung, oder, oder, oder…!

Vielleicht hast du an den ein oder anderen Punkt noch gar nicht gedacht oder wusstest noch nicht, dass beispielsweise zwischen Schlafmangel oder zu viel Stress und Heißhungerattacken ein Zusammenhang besteht. In diesem Fall hoffe ich, dass ich dir ein wenig „die Augen öffnen“ konnte! :-)

Und falls du doch eine schnelle „Akut-Maßnahme“ brauchst, habe ich im letzten Beitrag das Rezept für diese Schoko-Erdnuss Energy Balls veröffentlicht – klicke einfach auf das Bild, um zum Rezept zu gelangen!

5 Kommentare
  1. Martina S.
    Martina S. sagte:

    Liebe Hannah!
    Zu allererst danke für deine Website, ich lese sehr gerne darin!

    Wenn Du schreibst man solle „die wenig schnell resorbierbaren Kohlehydrate wie Weissmehle“ meiden, betrifft das also nicht nur Weizen sondern auch Dinkel und Roggen? Ich meide so gut es geht den Weizen, aber Dinkelnudeln, Roggenbrot,… ess ich eigentlich schon!? Ist das besser oder beisst sich da sprichwörtlich die Katze in den Schwanz?

    Danke für deine (eure) Antwort(en)!

    Antworten
    • Hannah Frey
      Hannah Frey sagte:

      Liebe Martina,
      danke für deine lieben Worte! Ich habe es umformuliert, so ist es verständlicher: gemeint sind Auszugsmehle, wie bspw. „normales“ Weizenmehl, Dinkelmehl, Roggenmehl… Achte auch bei Produkten aus Dinkel, Roggen etc. darauf, dass es sich um die Vollkornvariante handelt. Dinkelmehl, Roggenmehl etc. sind als Auszugsmehle auch nicht besser als Weizenmehl. Ich hoffe, das beantwortet deine Frage!
      Liebe Grüße
      Hannah

      Antworten
  2. Schmidtner Andrea
    Schmidtner Andrea sagte:

    Hallo Hanna,
    Ich lese gerne deinen Blog.
    Für viele Vorschläge werden Nüsse und/oder Äpfel verwendet, was verwendet man anstatt als Allergiker? Ich habe eine Kreuzallergie gegen Pflanzen der Rosaceae, Sauerkirschen, Äpfel, Nüsse usw.
    LG Andrea

    Antworten
    • Hannah Frey
      Hannah Frey sagte:

      Hallo Andrea,
      so individuelle Fragen kann ich dir leider nicht beantworten, das solltest du mit deinem behandelnden Arzt abklären.
      Liebe Grüße
      Hannah

      Antworten

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