Rezept: Mein Signature Granola ohne Zucker

Ich glaube, wenn ich eine Umfrage machen würde, welches Rezept aus meinem Buch „Zuckerfrei – Die 40 Tage-Challenge“ meiner Community am allerbesten gefällt, würden sehr viele für DAS Granola stimmen!

Gemeint ist das Kokos-Granola von Seite 44 – mein Signature Granola, das meine Community liebt (und ich natürlich auch!). Es ist inzwischen so bekannt und beliebt, dass es von vielen nur noch als „DAS Granola“ bezeichnet wird! 😀 Das freut mich natürlich sehr und ich teile das Rezept gerne mit dir.

  • Signature Granola03

Bei meinem Signature Granola handelt es sich um ein unglaublich leckeres Granola mit knusprigem Buchweizen und feiner Kokos-Zimt-Note, das glutenfrei ist und in Phase 1 der „Zuckerfrei“-Challenge passt. 

Für gewöhnlich enthält Granola jede Menge raffinierten Zucker. Das Besondere an meinem „Signature Granola“ ist nicht nur, dass es keinen raffinierten Zucker enthält, sondern vor allem, dass die Zutaten eine natürliche Süße mitbringen und somit auch überhaupt kein zugesetzter Zucker nötig ist.

Bei der Rezeptentwicklung war mir außerdem wichtig, einen tollen „Crunch“ hinzubekommen, der bei industriell hergestelltem Granola durch den verwendeten Zucker zustande kommt. 

Die Zutaten im Überblick

Die Zutaten, die in mein Signature Granola kommen, habe ich so zusammengestellt, dass ein toller Crunch entsteht und keine Extra-Süße nötig ist: 

Buchweizen

Buchweizen ist ein glutenfreies Pseudogetreide, das jede Menge positive Eigenschaften besitzt. Buchweizen enthält Antioxidantien, die die Hautalterung positiv beeinflussen können und das enthaltene Magnesium sorgt für einen tollen Glow. Zudem strafft Buchweizen das Bindegewebe und ist ein tolles „Beauty Food“! 

Ich verwende es gerne für zuckerfreies Granola, weil es einen tollen Crunch hat. Eine der Fragen, die mir bezogen auf das Granola am häufigsten gestellt wird ist, ob der Buchweizen vor dem Backen nicht gekocht werden muss. Nein, muss er nicht – du kannst es wirklich so zubereiten, wie es in der Anleitung steht! 😀

Mandeln

Auch Mandeln sind ein tolles „Beauty Food“ und bringen zudem eine leichte, natürliche Süße mit. Sie sind reich an Zink, das zum Erhalt normaler Haare und Nägel beiträgt. Die in Mandeln enthaltenen B-Vitamine (Niacin und Riboflavin) tragen ebenfalls zum Erhalt der normalen Haut bei und sind die perfekte Ergänzung zum täglichen Schönheitsprogramm. Darüber hinaus enthält eine Handvoll Mandeln (28 g) 60 % der täglich empfohlenen Menge an Vitamin E, das die Zellen vor oxidativem Stress schützen kann, der durch Schadstoffe, UV Strahlung, Zigarettenrauch oder andere Umweltfaktoren hervorgerufen werden kann.

Cashewkerne

Cashews, die übrigens keine Nüsse, sondern Kerne sind, haben ebenfalls eine feine, natürliche Süße, die sie zu einer tollen Zutat im zuckerfreien Granola macht. Auch die Konsistenz der Cashewkerne ist ganz besonders: im Gegensatz zu echten Nüssen ist sie viel weicher. 

Zudem enthalten sie pro 100 g ganze 450 mg Tryptophan, der im Gehirn zum „Glückshormon“ Serotonin wird und hilft, die Stimmung zu heben. Außerdem enthalten Cashewkerne jede Menge Magnesium und Eiweiß und sorgen somit unter anderem für eine gute Sättigung.  

Kokoschips

Genau wie Mandeln und Cashewkerne haben auch Kokoschips eine leichte, natürliche Süße. Auch sie sind deshalb wichtiger Bestandteil meines Signature Granolas.

Bei Kokoschips handelt es sich um das getrocknete und zerkleinerte Fruchtfleisch der Kokosnuss. Grundsätzlich kannst du die Kokoschips natürlich auch durch die viel feineren Kokosraspel ersetzen. Sie verbrennen jedoch schneller – entsprechend musst du beim Backen besonders Acht geben.

Kokosöl

Nicht nur die Kokoschips sorgen für eine leichte Süße, sondern auch das Kokosöl. Darüber hinaus hat es eine Besonderheit, die auch der Grund ist, weshalb ich es sehr gerne zum Backen von Granola verwende: Kokosöl ist ein festes, weißes Pflanzenöl, das erst bei Wärme (ab 23°C) flüssig wird. Deshalb ist es auch so wichtig, dass du das Granola nach dem Backen vollständig auskühlen lässt. Erst beim Abkühlen sorgt das Kokosöl für einen leichten, zusätzlichen Crunch im Granola.

Hinzu kommt, dass Kokosöl einen hohen Rauchpunkt hat, der bei ca. 185-205°C liegt und einer der Gründe ist, weshalb Kokosöl ideal zum Backen und Braten geeignet ist. Unter dem Rauchpunkt versteht man die niedrigste Temperatur, bei der über einem erhitzten Öl (oder Fett) die deutlich sichtbare Rauchentwicklung beginnt. Bei Ölen mit einem niedrigen Rauchpunkt oxidieren die enthaltenen Fettsäuren bei zu hohen Temperaturen und entwickeln gesundheitsschädliche Transfette. Zum Vergleich: Der Rauchpunkt von Butter und Margarine liegt bei ca. 175°C. Kokosöl gilt als einziges Öl, das auch beim Erhitzen seine gesundheitsfördernden Eigenschaften beibehält. 

Womit wir auch direkt zum nächsten Punkt kommen, zu dem ich immer wieder viele Fragen bekomme. Obwohl Kokosöl zu rund 90 % aus gesättigten Fettsäuren besteht, gilt es als sehr gesund. Noch vor wenigen Jahren galten gesättigte Fette pauschal als ungesund. Heute ist die Forschung aber weiter und wir wissen: Insbesondere die mittelkettigen gesättigten Fettsäuren, sogenannte MCTs (Middle Chain Triglycerides), die den Hauptteil des Kokosöls ausmachen, sind sehr gesund. Zudem besitzt Kokosöl etwa 45-60 % Laurinsäure, die den HDL-Wert (das „gute“ Cholesterin) erhöht. Kokosöl enthält außerdem viele Mineralien und Vitamine. Es ist leicht verdaulich und hat eine positive Wirkung auf unseren Fettstoffwechsel. 

Wenn du den Geschmack von Kokosöl nicht magst, kannst du übrigens mit Wasserdampf behandeltes (desodoriertes) Kokosöl verwenden, das geruchs- und geschmacksneutral ist. 

Ceylon-Zimtpulver

Beim Kauf von Zimt solltest du immer darauf achten, dass du zu Ceylon-Zimt greifst und nicht zu Cassia-Zimt. Cassia-Zimt enthält im Gegensatz zu Ceylon-Zimt vergleichsweise viel Cumarin. Dieser kann insbesondere bei Menschen mit Leberschäden weitere Entzündungen auslösen. 

Ceylon-Zimt enthält ätherische Öle, die die Verdauung anregen. Außerdem fördert Zimt die Fettverbrennung, regt den Stoffwechsel an und wärmt von innen. Er hat eine leichte, natürliche Süße und beugt Heißhunger auf Süßes vor. Zudem hat Ceylon-Zimt eine entzündungshemmende Wirkung. 

Gemahlene Vanille

Vanille bringt ebenfalls eine natürliche Süße und ein einzigartiges Aroma mit. Deshalb ist auch sie für mich ein wichtiger Bestandteil meines Granolas. 

Jedoch ist echte Vanille ist recht teuer und du musst sie natürlich nicht verwenden. Du kannst sie auch weglassen oder durch andere Gewürze wie zum Beispiel gemahlene Tonkabohne ersetzen (die einen marzipan-ähnlichen Geschmack hat). 

Hier kommt aber erstmal das Rezept:

Signature Granola01

Signature Granola

Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Zeit insgesamt: 25 Minuten
Gericht: Frühstück, Granola
Eigenschaft: glutenfrei, laktosefrei, Phase 1 (Zuckerfrei-Challenge), Phase 2 (Zuckerfrei-Challenge), vegan, vegetarisch, zuckerfrei
Portionen: 10 Portionen

Anleitungen 

  • Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Mandeln und Cashewkerne grob hacken. Kokosöl in einem Topf leicht erwärmen, sodass es flüssig wird. Mit Mandeln, Cashewkernen, Buchweizen, Kokoschips, Zimt, Vanille und 1 Prise Salz vermischen. 
  • Das Granola auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und im vorgeheizten Ofen (Mitte) 10 Min. backen. Achtung: Das Granola verbrennt sehr leicht! Bleib am besten in der Nähe und beobachte die Kokoschips. Daran kannst du am besten erkennen, ob das Granola zu verbrennen droht.   
  • Das Granola anschließend vollständig auskühlen lassen. Danach in ein Vorratsglas füllen und gut verschließen. Haltbarkeit: ca. 3 Monate.  
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Projekt: Gesund leben – Die Rezepte

Weitere Variationen

Du kannst mein Signature Granola natürlich noch weiter an deinen individuellen Geschmack anpassen.

Wie oben schon geschrieben kannst du die Vanille beispielsweise durch gemahlene Tonkabohne* ersetzen. Auch Gewürzmischungen wie Pumpkin Spice oder Lebkuchengewürz* kannst du statt der Vanille oder zusätzlich zum Granola geben.

Zu den Zutaten kannst du außerdem noch 2-4 EL Nussmus deiner Wahl (z. B. Mandelmus, Cashewmus oder Haselnussmus) geben und mitbacken. Auch das schmeckt richtig lecker!

Du kannst auch Sonnenblumenkerne hinzugeben – sie sorgen ebenfalls für einen leichten „Crunch“ und passen sehr gut zu den anderen Zutaten!

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Hannah Frey
Ich bin Hannah Frey, Gesundheitswissenschaftlerin, Bloggerin und Kochbuch- und Ernährungsratgeber-Autorin. Ich helfe dir dabei, dich auch im stressigen Alltag mit wenig Aufwand gesund zu ernähren. Ich möchte dich zu einem gesunden Leben motivieren und inspirieren. Deshalb findest du hier jede Menge schnell zubereitete, einfache und alltagstaugliche Rezepte aus natürlichen Zutaten und ohne raffinierten Zucker – aber mit 100 % Geschmack!

8 Kommentare zu „Rezept: Mein Signature Granola ohne Zucker“

  1. Sehr lecker! Ich liebe es Granola selber zu machen, da duftet die ganze Wohnung so lecker. Das zuckerfreie probiere ich als nächstes aus. Ich hab letztens Granola mit Zuckerrübensirup gemacht, das ist zwar auch gesüßt aber ich dachte mir ein regionales Produkt mit ganz wenigen Zusätzen ist vielleicht eine gute Alternative zu Agavendicksaft und Co.

  2. Hab das Granola ausprobiert, aber es war nicht fest und ist leicht wieder auseinander gebröselt. Das nächste mal mehr Kokosöl?
    Schmeckt trotzdem sehr lecker.

    1. Hallo Chrissi,
      nein, mehr Kokosöl ist nicht nötig. Das Kokosöl wird bei kälteren Temperaturen fest, du kannst es also z.B. ins obere Fach des Kühlschrankes stellen, wenn es draußen zu warm ist und es deshalb flüssig bleibt.
      Liebe Grüße,
      Hannah

  3. Lecker Rezepte! Und Granola hält sich etliche Woche, sollte aber in einer gut schließenden Tupperware aufbewahrt werden, sonst verliert es den Crunch 😉

  4. Hallo Annie,
    danke für den Hinweis, das war ein Fehler, den ich gerade korrigiert habe. Am besten verwendest du keines der Süßungsmittel. 😉
    Liebe Grüße,
    Hannah

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