Grundrezept für zuckerfreies Granola (auch glutenfrei)

Nicht nur im Rahmen von Projekt: Zuckerfrei wurde ich immer wieder nach einem Rezept für zuckerfreies Granola gefragt. Für die neue Auflage von „Clean Eating – Natürlich kochen“* habe ich meine beiden Granola-Rezepte von Seite 56 noch einmal überarbeitet. Und da diejenigen, die das Buch schon länger haben, auch etwas davon haben sollen, darf ich die beiden Rezepte auch hier mit euch teilen. 

Quinoa Granola und glutenfreies Granola S.56

Granola enthält meist viel Zucker

Granola enthält meist viel zugesetzten Zucker – egal, ob es im normalen Supermarkt oder im Bio-Laden gekauft wird. Und auch viele Granola-Rezepte strotzen nur so vor Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup und Co. Es ist aber ganz einfach möglich, Granola auch ohne Zucker herzustellen.

Die „Geheimzutat“ für zuckerfreies Granola

Die „Geheimzutat“ ist Kokosöl. Das Öl sorgt dafür, dass das Granola schön knusprig wird. Das feste Öl wird zunächst leicht erwärmt. Durch die Wärme wird es flüssig. Das flüssige Kokosöl wird dann mit den restlichen Zutaten vermeng, gebacken und anschließend abgekühlt. Durch das Abkühlen wird das Kokosöl wieder fest, wodurch das Granola schön knackig wird.

Die flüssigen Zutaten (Honig, Agavendicksaft…) im Granola können also einfach durch flüssiges Kokosöl* ersetzt werden. Ich ersetze nicht 1:1, sondern verwende von der Menge her weniger Kokosöl, als normalerweise Honig oder Agavendicksaft verwendet wird. 

Hier ist das erste Granola-Rezept, ein herbstliches Quinoa-Granola. Zwar passt ein herbstliches Granola nicht perfekt zur aktuellen Jahreszeit, aber da die Zutaten alle trocken sind, sind sie das ganze Jahr über erhältlich. Aufgrund der Haferflocken ist es nicht glutenfrei, hier können aber glutenfreie Haferflocken verwendet werden. Wer keinen Apfeldicksaft verwenden möchte, kann stattdessen entsprechend mehr Kokosöl nehmen.

Herbstliches Quinoa-Granola

Für ca. 250 g

  • 50 g gepuffte Quinoa
  • 50 g Haferflocken
  • 2 EL Leinsamen
  • 30 g Mandeln
  • 30 g Walnusskerne
  • 20 g Sonnenblumenkerne
  • 50 g Kokosöl*
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • 30 g Rosinen
  • 30 g getrockneter Apfel*
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 150 °C Umluft vorheizen. Gepuffte Quinoa, Haferflocken, Sonnenblumenkerne und Leinsamen in eine Schüssel geben. Mandeln und Walnusskerne grob hacken. Das Kokosöl und das Zimtpulver hinzugeben und alles gründlich miteinander verrühren. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Mischung dünn darauf verteilen und das Blech auf der mittleren Schiene in den Backofen schieben.
  2. Je nach Backofen 10 bis 12 Minuten backen. Das Granola nach 5-6 Minuten wenden und nach 10 Minuten prüfen, wie dunkel das Granola aussieht und gegebenenfalls einige weitere Minu- ten backen, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.
  3. Das Granola anschließend herausnehmen und gut abkühlen lassen, erst abgekühlt wird es fest. Inzwischen die Rosinen und getrockneten Äpfel klein schneiden und zu dem Granola geben.
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Das nächste Rezept ist ein glutenfreies Granola. Die Süße stammt hier aus Kokosraspel und getrockneten Aprikosen:

Glutenfreies Granola mit Kokos und Aprikosen

Für ca. 250 g

Zubereitung
  1. Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen. Sonnenblumenkerne, Mandeln, Haselnüsse und Kokosraspel kurz in den Mixer geben oder mit einem Messer fein hacken. Alles in eine Schüssel geben. Das Kokosöl und die gemahlene Vanille hinzugeben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Mischung dünn darauf verteilen und das Blech auf der mittleren Schiene in den Backofen schieben.
  2. Je nach Backofen 10 bis 12 Minuten backen. Das Granola nach 5-6 Minuten wenden und nach 10 Minuten prüfen, wie dunkel das Granola aussieht und gegebenenfalls einige weitere Minuten backen, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist. Anschließend herausnehmen und gut abkühlen lassen, erst abgekühlt wird das Granola fest. Zum Schluss die getrockneten Aprikosen in Stücke schneiden und zum Granola geben.

Wichtig: Das Granola in einem Glas oder einer Metalldose aufbewahren, in Plastik bleibt es nicht knusprig!

Weitere Grundrezepte für gesundes Frühstück findet ihr hier:

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Hannah Frey
Ich bin Hannah Frey, Gesundheitswissenschaftlerin, Bloggerin und Kochbuch- und Ernährungsratgeber-Autorin. Ich helfe dir dabei, dich auch im stressigen Alltag mit wenig Aufwand gesund zu ernähren. Ich möchte dich zu einem gesunden Leben motivieren und inspirieren. Deshalb findest du hier jede Menge schnell zubereitete, einfache und alltagstaugliche Rezepte aus natürlichen Zutaten und ohne raffinierten Zucker – aber mit 100 % Geschmack!

13 Kommentare zu „Grundrezept für zuckerfreies Granola (auch glutenfrei)“

  1. Sehr lecker! Ich liebe es Granola selber zu machen, da duftet die ganze Wohnung so lecker. Das zuckerfreie probiere ich als nächstes aus. Ich hab letztens Granola mit Zuckerrübensirup gemacht, das ist zwar auch gesüßt aber ich dachte mir ein regionales Produkt mit ganz wenigen Zusätzen ist vielleicht eine gute Alternative zu Agavendicksaft und Co.

  2. Vielleicht sollte ich es auch mal süßungsmittelfrei probieren, aber ich denke mir würde da einfach die Süße fehlen 🙂 Die letzten Versuche hab ich mit Xylit gemacht, und die sind ziemlich lecker geworden. Leider ist die Konsistenz aus dem Supermarkt immer noch besser.

    Wie denkst du eigentlich über Xylit? Ich habe zwar einen Artikel gefunden, aber da besteht die persönliche Meinung nur aus „Ich verwende es nicht“ :-).

  3. Hab das Granola ausprobiert, aber es war nicht fest und ist leicht wieder auseinander gebröselt. Das nächste mal mehr Kokosöl?
    Schmeckt trotzdem sehr lecker.

    1. Hallo Chrissi,
      nein, mehr Kokosöl ist nicht nötig. Das Kokosöl wird bei kälteren Temperaturen fest, du kannst es also z.B. ins obere Fach des Kühlschrankes stellen, wenn es draußen zu warm ist und es deshalb flüssig bleibt.
      Liebe Grüße,
      Hannah

  4. Hallo,

    ich würde das Granola gerne verschenken und würde deshalb gerne wissen wie lange es sich hält bevor es matschig wird oder muffig schmeckt.

    Viele Grüße
    Sina

  5. Lecker Rezepte! Und Granola hält sich etliche Woche, sollte aber in einer gut schließenden Tupperware aufbewahrt werden, sonst verliert es den Crunch 😉

  6. Hallihallo, habe alle Zutaten besorgt und stoße erst jetzt auf den Apfeldicksaft!?
    Ich glaub, der fehlte in der Liste…
    Wieviel nimmt man davon und geht alternativ Dattelsirup?

    1. Hallo Annie,
      danke für den Hinweis, das war ein Fehler, den ich gerade korrigiert habe. Am besten verwendest du keines der Süßungsmittel. 😉
      Liebe Grüße,
      Hannah

  7. Dankeschön für ein schönes Rezept. Ich hab vor dem Abkühlen Häufchen gemacht, etwas plattiert und somit eine leckere Knabberei, die auch Diabetiker genießen können. Super lecker

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