Stressabbau: 5 Minuten (Atem-) Meditation am Tag

Meditation ist ein wunderbares Werkzeug, um gegen Stress anzugehen. Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren wie der Magnetresonanztherapie (MRT) kann dargestellt werden, was im Gehirn von meditierenden Menschen geschieht. Studien haben nachgewiesen, dass bei der Meditation Gehirnzellen in dem Bereich abgebaut wurden, der mit dem Stressempfinden zusammenhängt. Mit Meditation lernt man aber nicht nur ganz allgemein, entspannter durch das Leben zu gehen, auch Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme können dadurch gelindert werden. Weitere grundlegende Informationen, wie du am besten den Einstieg in die Meditation findest, welche Auswirkungen Meditation auf die Gesundheit hat und ob Meditation nur was für Esoteriker und Spirituelle ist, kannst du unter den Links nachlesen.

Meditation Entspannung

Ich für mich versuche jeden Tag 5-10 Minuten Meditation oder andere Entspannungsübungen in meinen Alltag einzubauen, egal, wie stressig der Tag ist. Sei es morgens nach dem Aufstehen, nach der Arbeit oder vor dem Schlafen – 5 Minuten findet man immer. Anschließend fühle ich mich wieder frisch, motivierter, produktiver und leistungsfähiger. Auch im Rahmen meiner Yogalehrer-Ausbildung (und auch bei anderen Weiterbildungen) habe ich mich schon intensiv mit dem Thema Meditation beschäftigt – und auch in meinen Kursen und Workshops spielt Meditation immer wieder eine Rolle.

Eine meiner liebsten Meditationen ist die Atemmeditation. Der Atem hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, weil ich seit meiner Kindheit Asthma habe und das Gefühl kenne, plötzlich keine Luft mehr zu bekommen. Der Atem ist für viele selbstverständlich, wir atmen meist, ohne dem Atem eine Bedeutung zu geben, dabei ist er essentiell für unser Leben. Wir können wochenlang überleben, ohne zu essen, einige Tage, ohne zu trinken, aber nur wenige Minuten, ohne zu atmen. Atmen ist sehr viel mehr, als nur “Luft zu holen”: Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind zum ersten Mal die Folge über die Atmung von “Es war einmal das Leben” gesehen habe. Und wie fasziniert ich war, als am Ende des Films gesagt wurde “all das (was in dem 30-minütigen Film erzählt wurde) passiert während eines einzigen Atemzugs”. Oder so ähnlich.

Die Atemmeditation ist ein ganz einfacher Einstieg in die Meditation. Der Atem begleitet uns unser ganzes Leben lang. Somit können wir die Atemmeditation immer und überall durchführen – vom ersten bis zum letzten Atemzug. Einfach hinsetzen, Wecker oder App (Meine liebste Meditations-App habe ich bereits hier vorgestellt) auf 5 Minuten einstellen, Augen schließen, atmen. Den Atem einfach nur beobachten und akzeptieren, ohne ihn beeinflussen zu wollen. Ziel ist es, irgendwann so fokussiert zu sein, dass man nichts anderes mehr denkt und wahrnimmt. Am Anfang ist es aber ganz normal, dass die Gedanken im Kopf nur so umherspringen. Wenn du merkst, dass deine Gedanken abschweifen, konzentriere dich einfach wieder auf deinen Atem. Akzeptiere einfach, dass deine Gedanken abschweifen, aber bewerte diese Gedanken nicht. Mit der Zeit wirst du merken, dass du dich immer besser auf deinen Atem konzentrieren und fixieren kannst. Wie du noch aus dem „Gedankenkarussell“ aussteigen kannst, kannst du hier nachlesen. Weitere Tipps zur Stressbewältigung findest du außerdem hier.

Das Wochenende bietet eine tolle Möglichkeit, einfach mal mit der (Atem-) Meditation zu beginnen. Wenn euch das Thema interessiert, kann ich gerne auch noch zu weiteren Meditationsformen schreiben und euch die ein oder andere Übung näher bringen.

3 Kommentare
  1. Desiree Bollinger
    Desiree Bollinger says:

    Liebe Hannah,

    ich bin erst Anfang dieser Woche auf deinen Blog aufmerksam geworden – leider!
    Ich bin total begeistert davon :D
    Dieser Beitrag kommt wie gerufen für mich. Seit Längerem suche ich nach einem guten Einstieg in die Meditation, bin aber nicht wirklich fündig geworden – bis jezt!
    Vielen Dank für diesen und auch deine anderen Blogeinträge die sich mit Entspannung und Stressbewältigung befassen :) Mach weiter so!

    Liebe Grüße
    Desiree

    Antworten
  2. MissRainbow
    MissRainbow says:

    Auch ich bin ein Mensch, der in regelmäßigen Abständen richtig starken Stress kriegt – leider. Naja, ich werde es einfach mal mit deinen Tipps probieren… Dankeschön für die Beiträge!
    Liebe Grüße von meinem kleinen Blog :)

    Antworten

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spam Schutz! Bitte löse: *