Zuckerfrei mit der ganzen Familie – wie geht das?

Du hast beschlossen, Zucker zu reduzieren, aber deine Familie ist von „zuckerfrei“ nicht gerade begeistert? Ich bekomme immer wieder mit, dass Frauen (und manchmal auch Männer) sich entscheiden, ihren Zuckerkonsum zu reduzieren, aber die Familie nicht mitzieht. Dadurch fällt es ihnen schwer, ihr Vorhaben durchzuziehen bzw. dranzubleiben.

Der Wunsch, die Familie davon zu überzeugen, mitzumachen, ist bei vielen groß. Zum einen natürlich, weil ihnen bewusst ist, dass es auch für die Kinder und den Partner gesünder wäre, weniger Zucker zu essen. Aber auch, um selbst motiviert dranzubleiben, und um den Arbeitsaufwand zu reduzieren und beispielsweise nicht zwei Mal kochen zu müssen. 

Vielleicht hast du deinen Liebsten schon von deinem Vorhaben erzählt und bist auf Ablehnung gestoßen.

Wie kann ich meine Familie von der zuckerfreien Ernährung überzeugen?

Und vielleicht fragst du dich nun, wie du deine Familie denn jetzt davon überzeugen kannst, mitzumachen.

Das Problem dabei ist jedoch genau das: Du willst jemand anderen von etwas überzeugen, was derjenige überhaupt nicht möchte. Du projizierst damit deine Wünsche und Ziele auf eine andere Person. 

Ja, du hättest es natürlich gerne, dass deine Familie mitzieht, weil es ihnen auch guttun würde. Weil du deine Familie liebst und nur das Beste für sie willst.

Aber es wird nur zu Ärger, Streit und Frustration führen, wenn du versuchst, dein Ding durchzuziehen, zu missionieren und zu überzeugen.

Am Ende gibst du vermutlich selbst auf, weil du keine Kraft hast, weiter an deinem Ziel zu arbeiten – weil du deine Energie stattdessen damit verbraucht hast, andere zu überzeugen.

Aber wie kann ich dann trotzdem positiven Einfluss nehmen, ohne zu bekehren?

Aber natürlich ist es trotzdem schwierig, das zu akzeptieren. Weiß ich. Was kannst du also machen, um trotzdem einen positiven Einfluss auf die Ernährung deiner Liebsten zu nehmen ohne sie zu missionieren und ständig zu nerven?

Es selber vorleben. Du kannst deine Familie informieren und mit ihnen diskutieren (je nach Alter deiner Kinder natürlich), aber überzeugen kannst du meist nur aus der praktischen Erfahrung – indem du es vorlebst.

Zucchini Feta Nudelsalat03 5

Bereite leckere, industriezuckerfreie Gerichte zu und zeig deiner Familie, wie gut diese schmecken und dass es gar keinen raffinierten Zucker braucht. Über 80 superleckere zuckerfreie Familienrezepte gibt es in meinem neuen Buch „Zuckerfrei für die ganze Familie“, das Anfang Februar erscheinen wird.

Sieh die zuckerfreie Ernährung als Chance und Gewinn, nicht als Last und Verzicht. Wenn deine Familie merkt, dass du Spaß und Freude daran hast, dass du mehr Energie hast und leistungsfähiger bist, wirst du sie irgend­wann mitziehen.

Lass aber jedem seine Zeit und stell deine Ernährung es erst einmal nur für dich um. Akzeptiere es, wenn sie erst einmal nicht mitmachen. Lebe vor. Wenn deine Familie dann merkt, dass es schmeckt und vor allem auch, dass dir deine neue Ernährungsweise guttut, dann hast du gewonnen!

Wie bleibe ich entspannt, wenn nicht direkt alle mitmachen?

Es ist super wichtig, dass du eine entspannte Einstellung behältst und locker bleibst, auch wenn deine Familie nicht direkt voll mitzieht.

Es bringt ja beispielsweise schon viel, wenn du keine Fertigprodukte verwendest und frisch kochst. So meidet ihr schon jede Menge zugesetzten Zucker. Und wenn deine Kinder dann ab und an Schokolade oder andere Süßigkeiten essen, ist das auch in Ordnung.

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Wenn du dir die 80:20-Regel vor Augen hältst, fällt es dir leichter, entspannt zu bleiben: Wenn ihr euch zu 80 % gesund ernährt, können 20 % ruhig auch ungesunde „Ausnahmen“ sein. Keine Sorge, du sollst natürlich auf keinen Fall beginnen, das akribisch auszurechnen. Es geht vielmehr darum, das ungefähre Verhältnis zu verstehen.

Wenn du dir nicht von Anfang an als Ziel setzt, raffinierten Zucker von nun an zu 100 % aus eurer Ernährung zu streichen, nimmt das den Druck raus und lässt dich entspannter bleiben.

Das Wichtigste ist aus meiner Sicht, ein gutes Vorbild zu sein, ohne zu nerven. Du machst das für dich, damit es dir besser geht, du gesund bleibst (oder wirst) und mehr Energie hast – wovon deine Familie ja am Ende auch wieder profitiert! Und wenn deine Familie dann sieht, dass es dir mit weniger Zucker besser geht und sie merken, dass deine Gerichte lecker schmecken, werden sie auch mitmachen!

In meinem neuen Mitgliederbereich, dem „Projekt: Gesund leben Club“ werden wir in den kommenden Wochen noch tiefer in das Thema eintauchen. Und auch hier auf meinem Blog wird es in den nächsten Wochen – passend zur Veröffentlichung meines neuen Buches „Zuckerfrei für die ganze Familie“ Anfang Februar 2021 – noch weitere Inhalte rund um die zuckerfreie Familienküche geben! 🙂

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  • Was „zuckerfrei“ überhaupt bedeutet – und was nicht
  • Was mit der „Zuckerfreiheit“ gemeint ist und wie du sie erreichst
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Hannah Frey
Ich bin Hannah Frey, Gesundheitswissenschaftlerin, Bloggerin und Kochbuch- und Ernährungsratgeber-Autorin. Ich helfe dir dabei, dich auch im stressigen Alltag mit wenig Aufwand gesund zu ernähren. Ich möchte dich zu einem gesunden Leben motivieren und inspirieren. Deshalb findest du hier jede Menge schnell zubereitete, einfache und alltagstaugliche Rezepte aus natürlichen Zutaten und ohne raffinierten Zucker – aber mit 100 % Geschmack!

6 Kommentare zu „Zuckerfrei mit der ganzen Familie – wie geht das?“

  1. Guten Morgen, danke für den tollen Tipp, das nimmt tatsächlich den Druck raus! 🤗 Freue mich schon auf das neue Buch!
    Liebe Grüße
    Tina

  2. Guten Morgen! Das Problem mit der Familie kenne ich zu gut. Mein Mann und unsere 6 Kinder waren auf keinen Fall begeistert. Muss aber ehrlich sagen, dass habe ich ganz gekonnt überhört. Da ich bei uns diejenige mit der Küchengewalt bin, habe ich rigoros den Zucker im Kuchen halbiert bzw. wo es ging mit Bananen und Datteln ersetzt . Funktioniert einwandfrei. Bei Keksen um 1/3 runter, passt auch. Süßspeisen wurden entzuckert um die Hälfte. Wer es nich essen wollte, hat es gelassen. Meist wird es gegessen, mittlerweile fällt es nicht mehr auf. Bei Toastbrot und Bude habe ich es genau so gemacht. Entweder sie essen Vollkorn oder essen es nicht. Und mein mittlerer Sohn hat mir letztens gesagt, wo es mal „normale“ Nudeln gab, dass ihn diese nich satt machen würden. Bitte wieder Vollkornnudeln 😉🤫.
    LG Micha

    1. Hallo liebe Michaela,
      das klingt super – danke für’s Teilen deiner Erfahrungen! 🙂
      Viele liebe Grüße
      Hannah

  3. Liebe Hannah,
    Genauso verfahre ich, mit meiner Familie, wie du es oben beschrieben hast. Ich esse zuckerfrei, meine Familie nicht. Ab und zu esse ich auch z.B. ein Stück „normalen“ Mohnkuchen o. ä. was völlig OK ist und mir danach ist. Ich backe mir auch extra zuckerfreie Kekse, welche mir gut schmecken. Ich lebe es denen einfach vor und das klappt gut.
    Liebe Grüße
    Kerstin

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