Zuckeralternativen: Agavensirup, Kokosblütenzucker, Stevia etc.

„Zucker“, wie wir ihn in Deutschland kennen, wird aus heimischen Zuckerrüben gewonnen. Dieser wird mehrfach raffiniert und das Endprodukt ist weißer Haushaltszucker. Weißer Zucker enthält aufgrund der starken Verarbeitung außer Energie (400 kcal / 100 g) keinerlei Nährstoffe mehr. So ist Haushaltszucker nicht mehr „natürlich“ – und damit auch alles andere als Clean Eating. Meine Beiträge zur Zucker-Abhängigkeit und zum Projekt: Zuckerfrei werden sehr häufig gelesen. Und da mich immer wieder Fragen dazu und zum Thema „Zuckerersatz“ erreichen, stelle ich euch heute Alternativen zum weißen Haushaltszucker vor.

Zuckeralternativen Rohrohrzucker Kokosblütenzucker Agavendicksaft

 

Vollrohrzucker und Rohrohrzucker

Während der heimische Zucker aus Zuckerrüben gewonnen wird, stammen 80% des weltweit gewonnenen Zuckers aus Rohrzucker, der aus dem Zuckerrohr gewonnen wird. Das Zuckerrohr ist ein Gras, dessen Stängel einen Umfang von 4-6 cm haben. Diese enthalten einen Saft, der zur Zuckerproduktion ausgepresst wird. Angebaut wird Zuckerrohr unter anderem in den USA, in Brasilien, Kuba, Südafrika, Australien und auf den Philippinen. In der ersten Verarbeitungsstufe entsteht nach dem Auspressen des Zuckerrohres, dem Filtern und Einkochen ein Sirup. Dieses Sirup wird dann abgekühlt und gemahlen – das Ergebnis ist der noch nicht auskristallisierte Vollrohrzucker. Dieser hat den höchsten Anteil an Vitaminen und Mineralien und einen starken Eigengeschmack. Wird Vollrohrzucker kristallisiert und raffiniert, entsteht der hellere Rohrohrzucker, der immer noch einige, wenn auch weniger, Mineralien und Vitamine enthält. Der Vorteil ist hier, dass Rohrohrzucker in fast jedem Supermarkt, aber auch im Reformhaus, im Bio-Supermarkt erhältlich ist.

Dicksaft (Apfeldicksaft, Birnendicksaft)

Dicksaft bezeichnet stark eingekochte Säfte von Obst oder angezapften Bäumen. Die Ausgangsprodukte sind Säfte aus Äpfeln, Birnen, Agaven, aber auch von Datteln oder Weintrauben. Beim Einkochen der Säfte wird das vorhandene Wasser so weit entzogen, dass von 5-7 Litern Saft nur 1 Liter Dicksaft übrig bleibt. Wenn die thermische Belastung dabei zu hoch ist oder die Säfte auch noch pasteurisiert oder sterilisiert werden, gehen die Vitamine verloren. Die Mineralstoffe hingegen bleiben jedoch erhalten. Dicksäfte sind im Reformhaus, im Bio-Supermarkt, in der Drogerie oder online erhältlich.

Agavensirup / Agavendicksaft

Die Agave ist eine Kakteenart. Agavensaft fällt nach Einritzen des „Herzens“ unten am Blütenschaft der Agave literweise an – in 3 bis 4 Monaten kann eine einzelne Agave bis zu 900 Liter Saft liefern. Durch das Einkochen wird daraus Agavensirup (oft auch Agavendicksaft genannt). Streng genommen ist Agavendicksaft aber kein Dicksaft, sondern ein eingekochter Sirup. Ein Sirup ist eine dickflüssige, konzentrierte Zuckerlösung, die durch das Eindicken von zuckerreichen Flüssigkeiten wie Fruchtsäften in Folge eines wärmebedingten Wasserentzugs hergestellt werden. Dicksäfte hingegen sind, ähnlich wie Sirup, stark konzentrierte, dickflüssige Fruchtsäfte, werden aber kalt hergestellt. 100 g Agavensirup entsprechen ungefähr 125 – 150 g Zucker. Auch hier der Vorteil, dass Agavensirup überall erhältlich ist. Im Supermarkt, im Bioladen, im Reformhaus, im Drogeriemarkt oder online. Ich mag beispielsweise die Produkte von Agava* gerne.

Ahornsirup

Ahornsirup ist insbesondere bei den Amerikanern und in Kanada sehr beliebt. Typischerweise wird es dort zum Süßen von Pancakes benutzt. Ahornsirup ist der eingekochte und eingedickte Saft des Ahornbaumes (Zuckerahorn und Roter Ahorn), der im Frühjahr unter der Baumrinde aufsteigt und dann per Zapfhahn abgezapft wird. Auch Ahornsirup ist fast überall erhältlich, man sollte jedoch auf die Zutatenliste achten, denn manchmal wird es mit Zuckerwasser gestreckt. Zudem gibt es immer häufiger minderwertige Billig-Sirups aus China.

Reissirup

Reissirup ist ein aus Reis gewonnener Sirup und reich an Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium und Eisen. Der Reis wird zunächst gemahlen und gekocht, dann werden die festen Bestandteile des Reis herausgefiltert und die Flüssigkeit zu einem Sirup eingedickt. Reissirup findet vor allem in der asiatischen Küche seine Verwendung und hat einen geringen Eigengeschmack. Das Besondere an Reissirup ist, dass er einen 20%igen Anteil an langkettigen Mehrfachzuckern besitzt. Diese müssen vom Körper erst in Einfachzucker umgewandelt werden, bevor sie ins Blut übergehen – so steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam an. Reissirup ist glutenfrei und fruktosefrei, ist also bei Glutenunverträglichkeit und Fruktoseintoleranz geeignet. Reissirup ist in Asialäden, im Reformhaus, im Bio-Supermarkt und online erhältlich.

Stevia

Stevia hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt, der aber wieder abgeschwacht ist. Als ich das erste Mal von Stevia hörte, war das Süßungsmittel in Deutschland nicht mal frei verkäuflich. Denn erst seit Dezember 2011 ist Stevia in der EU offiziell als Süßungsmittel zugelassen. Was als rein pflanzlicher Süßstoff gefeiert wurde, wurde hierzulande jedoch als hoch verarbeitetes Produkt bekannt: E960 – Steviolglycosid. Um die Süße der aus Südamerika stammenden Steviapflanze zu gewinnen, sind mehrere Verarbeitungsschritte notwendig. Mit der Steviapflanze, die auch Honigkraut genannt wird, hat der hierzulande erhältliche Süßstoff nicht mehr viel gemeinsam. Die EU-weite Zulassung beschränkt sich auf Steviolglycoside, das sind Teile der Steviapflanze, die hoch aufgereinigt als Zusatzstoff verwendet werden dürfen. Die Blätter der Steviapflanze hingegen dürfen immer noch nicht verkauft werden. Bisher dürfen sie nur als Bademittelzusatz verkauft werden, nicht aber als Lebensmittel. Hintergrund ist, dass noch nicht abschließend geklärt wurde, ob Stevia gesundheitsgefährdend ist, oder nicht. Hinzu kommt, dass 95% der Steviolglycoside, die in Deutschland verkauft werden, aus China importiert werden. Stevia ist insbesondere dafür bekannt, dass es 300 – 400 Mal süßer ist, als Zucker. Außerdem ist Stevia für Diabetiker geeignet. 

Ich persönlich benutze Stevia nicht. Anfang 2012, als Stevia gerade auf den Markt kam, kaufte ich mir eine teure Dose mit dem Süßstoff, um dann zu Hause festzustellen, welche Stoffe noch reingepanscht wurden. Ganz blauäugig ging ich davon aus, dass es sich um reines Stevia handelte – was aber weit gefehlt war. Seitdem ist Stevia für mich uninteressant.

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird aus dem Blütennektar der Kokospalme gewonnen. Der Nektar wird in eigens dafür angebrachten Gefäßen aufgefangen. Der Nektar wird dann gekocht und zu Granulat weiterverarbeitet. Kokosblütenzucker gilt als einer der nachhaltigsten Zucker der Welt, da er ressourcenschonend gewonnen wird. Dieser Zucker enthält ähnlich viele Kalorien wie Haushaltszucker, ist jedoch sehr reich an Mineralien. Außerdem eignet er sich gut zum Backen und kann 1:1 als Ersatz für Zucker dienen. Aufgrund seines niedrigen Glykämischen Index (GI, 32) ist er auch für Diabetiker geeignet. Kokosblütenzucker schmeckt nicht nach Kokosnuss, sondern eher mild mit leichtem Karamell-Aroma und Vanille-Note. Erhältlich ist Kokosblütenzucker im Reformhaus, im Bio-Supermarkt oder online. Ich benutze den Kokosblütenzucker von Dr. Goerg* und von Tropicai*.

Birkenzucker (Xylit, Xylitol)

Birkenzucker, der auch als Xylit oder Xylitol bekannt ist, ist häufig in Zahnpasta, Mundwasser und Kaugummis enthalten, denn er ist antikariogen. Das heißt, dass er Kariesbakterien bekämpft, was Studien gezeigt haben. Birkenzucker kommt ursprünglich aus Finnland. Auch Birkenzucker oder Xylitol ist ein Zuckeraustauschstoff (E967). Xylitol kommt nicht nur in der Rinde bestimmter Holzarten wie der Birke vor, sondern auch in Obst- und Gemüsesorten (z.B. Blumenkohl, Mais, Erdbeeren, Himbeeren, Pflaumen). Die industrielle Herstellung ist aufwändig, weshalb Xylitol ein verhältnismäßig teurer Zuckeraustauschstoff ist. Auch Xylitol verwende ich persönlich nicht.

Mein Fazit

Die meisten Zuckeralternativen sind stark verarbeitet. Auch wenn es sich bei den gesünderen Alternativen nicht um den weißen Haushaltszucker handelt – Zucker bleibt Zucker. Deshalb sollten auch alle gesündere Alternativen nur in Maßen konsumiert werden. Welcher Zuckerersatz letzten Endes der richtige für dich ist, musst du selbst entscheiden. Gesündere Inhaltsstoffe liefern Ahornsirup, Dicksäfte oder Reissirup, Stevia hingegen ist kalorienärmer. Aber auch geschmacklich unterscheiden sich die Zuckeralternativen. Am besten probierst du aus, was dir am besten schmeckt und bildest dir selbst dein Urteil. Ich persönlich greife meist – wie ihr auf dem Bild oben schon sehen könnt, zu Rohrohrzucker, Agavensirup und Kokosblütenzucker.

Und nun interessiert mich natürlich, zu welcher Zuckeralternative du greifst! Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen! :-)

36 Comments

  • Cathy sagt:

    Immer wieder ein interessantes Thema. Denn gerade, wenn man versucht sein Gewicht zu reduzieren oder zu halten, aber nicht auf Süßes verzichten möchte, schaut man sich immer wieder um. So auch ich.

    Natürlich habe ich Stevia ausprobiert, war aber auch eher enttäuscht. Gerade für meinen Tee habe ich einen Zuckerersatz gesucht und fürs Backen.
    Bei beidem ist Stevia im Test bei mir durchgefallen. Geschmacklich nicht zu ertragen. Für mich jedenfalls.

    Letztendlich bin ich bei Honig und Rohrzucker gelandet und nutze beides nur in Maßen, statt mich mit Geschmäckern zu quälen die einfach nur nach Süßstoff schmecken.

    Herausgefunden habe ich auch, dass man beim Backen den Zucker einfach 1:1 mit ungesüßtem Apfelmus ersetzen kann. Bei Keksen funktioniert das ganz gut und schmeckt besser als mit Stevia. ;) Mit Kuchen habe ich noch keine Erfahrung, aber das wird auch noch getestet.

    Dein Artikel hat mich sehr auf den Kokosblütenzucker neugierig gemacht. Den werde ich auf jeden Fall auch mal ausprobieren! :)

    Liebe Grüße,
    Cathy

  • Steffi sagt:

    Hallo Hannah,

    ich habe meinen Zuckerkonsum auch sehr rduziert und habe nach Alternativen gesucht. Denn mein Kaffee ohne Süße, das schmeckt mir einfach nicht…

    Ich bin bei Xylit gelandet. Schmeckt mir persönlich am besten. Aber auch hier natürlich in Maßen.

    Ich habe gelesen, dass Agavendicksaft überhaupt nicht gesund sein soll, weil viel zu viel Fruktose enthält und dieser (in bestimmter Menge, wenn man z.B. auch noch viel Obst ist) von der Leber gar nicht abgebaut werden kann.

    Was meinst du dazu?

    LG
    Steffi

  • Katha sagt:

    Schöner Artikel, der mit keiner persönlichen Ansicht „missionieren“ will.
    Das Wichtigste ist für mich das Fazit: Zucker bleibt Zucker.
    Gerade über die verschiedenen Haushaltszucker und Ersatzstoffe kursieren so viele Mythen… Da könnte man manchmal glatt die Hände über dem Kopf zusammen schlagen!
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich an Süsse wie auch an Salzigkeit total gewöhnt. Die Verwendung von Süßungsmitteln kann man sich andersherum total gut abgewöhnen.

  • Guido sagt:

    Das ist wirklich eine tolle Zusammenfassung, danke!
    Ich persönlich ernähre mich zur Zeit nach dem paleo-Prinzip und versuche, mich von allen stark verarbeiteten Zutaten so weit wie möglich fern zu halten. Als Zuckeralternative kommt da meistens Honig zum Einsatz. Aber klar gibt es da auch Ausnahmen: Ein Würfel Zucker im Kaffee ist eben doch was anderes als Honig. Vor meinem Start mit dem Steinzeitfutter habe ich diverse „Süßstoffe“ ausprobiert, fand sie aber alle nicht wirklich gut.
    Kokosblüten und Rohrohrzucker werde ich wohl mal testen!
    Liebe Grüße,
    der Guido

  • Linda sagt:

    Hallo :)
    Ich habe eine Zeitlang Stevia benutzt, mittlerweile mag ich den Geschmack nicht mehr.

    Agavendicksaft ist okay, Ahornsirup finde ich köstlich.
    Kokosblütenzucker würde ich schon alleine wegen des Namens kaufen – das klingt einfach zu schön.

    Viele Grüße
    Linda

  • Michael sagt:

    Huhu,

    bin persönlich bei Stevia gelandet. eine sehr gute alternative für Zucker wie ich finde. Dazu ist es auch noch gesund ;-)
    Was mein Interesse bei Deinem Artikel jetzt geweckt hat ist der Kokosblütenzucker!
    Diesen werde ich jetzt auch unbedingt ausprobieren.

    LG

    Michael

  • Stefanie sagt:

    Servus. Ich bin umgestiegen auf Agavendicksaft und wenns mal pulverisiert sein muss, Rohrorzucker.
    Allerdings habe ich nun auch schon öfter mal von Lucuma gehört und fände es toll, wenn du den Bericht mal um dieses Produkt erweiterst. Es gibt Lucuma aktuell bei Alnatura, allerdings hab ich mich bisher noch nicht überwinden können, die 14 € zu investieren.
    Aber das werde ich sicherlich, ist einen versuch wert.
    Danke für die Zusammenfassung

  • sehr schoene Zusammenfassung und natuerlich hast Du Recht: Zucker bleibt Zucker. Wichtig finde ich zuckerarm zu leben. Ich bin mit wenig Zucker aufgewachsen, so auch meine Kinder und dadurch hat sich unser Geschmack auf eingestellt. Die Dosis macht das Gift. In Schokoriegeln oder Keksen erwarte ich Zucker, aber leider wird von der Industrie viel Zucker zugefuehrt, um den Geschmack auch bei salzigen Produkten zu verbessern. Z. B. Ketchup mit 22g Zucker pro 100g. Damit wird die Bevoelkerung langsam aber sicher an einen hoeheren Suessegeschmack gewoehnt und mag weniger suesse Produkte nicht mehr. Das ist eine Abhaengigkeit wie bei anderen Drogen. Meine Oma hat schon frueher gesagt: . Besonders sonnnigen Gruss aus dem Kanadischen Winter Sabine (wir verwenden Ahornsirup, Ahornzucker und Kokosbluetenzucker)

  • nochmal zu meiner Oma, der Spruch fehlt leider : Zucker ist ein Gewuerz und muss sparsam benutzt warden.

  • Kris Tina sagt:

    Ich stelle mir Dattelpaste her. Mischungsverhältnis 1:1 mit Wasser.
    z.B. 200 g Datteln über Nacht in 200ml Wasser einweichen und zusammen am nächsten Tag fein pürieren und in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren, hält sich mehrere Wochen, wenn es vorher nicht aufgebraucht ist. ^^
    Ich nutze es in Müsli, Smoothies, Gebäck, Rohkostpralinen, im Joghurt und und und. Datteln enthalten sehr viel gesunde Mineralien und sind das natürlichste Süßungsmittel überhaupt. Ich liebe Dattelpaste <3

    liebe Grüße

    Kristina

  • Kat sagt:

    Ich ziehe Erythrit vor. Es hat die gleiche Konsistenz wie Zucker und eignet sich somit insbesondere zum Backen. Er süßt ähnlich wie Zucker, hat dabei aber nur 1/4 der Kalorien.

  • Daniela sagt:

    Ich verwende am liebsten Agavensirup. Gut erhältlich, kann ich beim dm einfach so mitnehmen, schmeckt mir sehr gut. Ansonsten beim Backen nehme ich Rohrohrzucker. Den kann ich auch unkompliziert im Biomarkt kaufen und schmeckt mir in Gebäck usw. Xylith habe ich probiert, mag ich aber nicht besonders. Stevia gruselt mich, Süßstoff eh. Ab und an nehm ich auch Honig her :)

  • Ivonne sagt:

    Stevia ist nicht zuckerfrei!!!!
    Traubenzucker ist oft mit als Bindemittel mit drinnen. Deklariert wird es darauf als Maltodextrin.
    Es gibt 50 verschiedene Zuckerarten und Wortwahl ist so was von flexibel. Daher erkennt man den Zucker nicht weil es nicht als das auf der Zutatenliste erscheint.

  • Wiltrud sagt:

    Zucker bleibt Zucker. das ist genau der Punkt für mich. Auch wenn er durch die starke Verarbeitung die Kriterien zu clean eating nicht erfüllt, nutze ich weiterhin Haushaltszucker, wenn ich denn Zucker einsetzen will oder muss. Weshalb? Er ist ein heimisches Produkt, ich mag die Zuckerrübenfelder der Region und der Weg vom Feld bis in meine Küche weist eine weithaus stimmigere Ökobilanz auf, als der Kokosblütenzucker. Zuckerrübensirup mag ich ab und zu übrigens auch.

    Andere Süßmittel wie Rohrohrzucker, Dicksäfte oder Datteln nutze ich auch gerne, allerdings nicht, weil sie gesüder seien, sondern weil sie eine etwas anders nuancierte Süße abgeben.

  • Laura sagt:

    Hey ho,

    in den letzten Monaten habe ich meinen Zuckerkonsum bedacht und versuche ihn nun zu reduzieren… bin auch auf Kokosblütenzucker umgestiegen! Zumindest für meine Smoothies.. Tee trinke ich generell ohne Zucker, nur mit Milch. Zum kochen habe ich generell immer nur Honig und Agavendicksaft verwendet… nun koche ich allerdings ganz ohne Zucker :) Ganz schlimm sind bei mir momentan aber die Heißhungerattacken (vor allem abends). Daher kaufe ich mir von Zeit zu Zeit immer mal wieder eine Tafel Schokolade mit dem Süßungsmittel „Malit“… schmeckt mir fast besser als mit „richtigem Zucker“. Aber oft geht das auch nicht.. und dann sind da natürlich die Außnahmen, wenn man mal unterwegs ist: Eis und Waffeln …da kommt man im Sommer halt nicht dran vorbei. Da freue ich mich immer, wenn ein Goodies in der Nähe ist.. da gibt es nämlich Raw Cakes: ganz ohne Zucker :)

  • Laura sagt:

    *ÜBERDACHT…Entschuldigung ! :)

  • Jana sagt:

    Hallo Hannah

    Ein toller Blog. Bin seit langem auf der Suche nach Zuckerersatz, eine Wunderwaffe wird es wohl nicht geben. Seit langem habe ich Stevia von Nevella benutzt und das Kleingedruckte leider nie gelesen, bis ich kürzlich mit Entsetzen feststellte, das Maltodextrin drin ist. Ich werde es mal mit Kokosblütenzucker und Birkenzucker probieren. Mein Freund ist gern sehr süss und ich bin gespannt deine Rezepte auszuprobieren, um im Kuchen mal den Zucker zu ersetzen.

    Gruss
    Jana

  • Heike sagt:

    Hey Hannah,

    ich habe vor Kurzem erst von Deinem Blog erfahren, da ich ein Buch von Dir in der Hand hatte ( „Clean Eating“) und mich erst schlau machen wollte, ob es das richtige wäre. Dein Blog ist schon eine tolle Hilfe, das Konzept des Clean Eatings zu verstehen und genau wie in diesem Beitrag über Zucker, auch recht leicht umzusetzen.
    Ich benutze sowieso selten Zucker ( ich backe nur für andere und Getränke nehme ich auch lieber ungesüßt zu mir), doch wenn ich meinem Frühstücksmüsli oder -brei etwas Süße verleihen möchte, dann nutze ich ganz simpel Bananen, Kokosflocken oder etwas Honig. Gestern habe ich zum ersten Mal Agavendicksaft für eine Tomatensoße benutzt und fand es auch ganz gut.
    Viele Dank für weitere Ideen :)

    PS.: Den Reissirup habe ich als Schoko-Version. Ich bib allerdings ratlos, wie/wann/wozu/womit ich es benutzen könnte, hehe.

    LG

  • Denny sagt:

    Hallo Hannah,

    ich war zum Glück noch nie direkt „süchtig“ nach Gummibärchen, Gesüßten Lebensmitteln oder ähnlichen. Gerne gegessen habe ich es immer. Und bevor ich meine 20 Kilogramm abgenommen habe, habe ich mich natürlich auch ungesund ernährt. Aber der ständige Heißhunger war zum Glück selten.

    Nichtsdestotrotz habe ich mich mit gesünderer Ernährung befasst. Ich habe meinen Zuckerkonsum eingeschränkt und mittlerweile kann ich auch fast komplett darauf verzichten (Außnahmen wie Weihnachten, Partys, etc. bleiben natürlich).

    Was ich festgestellt habe ist folgendes:
    Alternativen hin oder her. Wenn man sich langsam Schritt für Schritt vom Zucker trennt, also Stück für Stück weniger zu sich nimmt, gewöhnt sich der Körper daran. Wie du schon in den anderen Aritkeln beschrieben hast, diese Sucht kann man sich abgewöhnen. Und es geht wirklich gut.

    Was mir besonders aufgefallen ist: Wenn man vom Zucker und vor allem von jeder Süße weg kommt, das heißt auch auf Zuckerersatz verzichtet, entwickelt sich ein ganz neuer Geschmack. Man schmeckt intensiver. Ich liebe zum Beispiel scharfes Kochen, aber auch andere Aromen nimmt der Körper, bzw. der Mund wieder besser wahr.

    Ich kann nur jedem empfehlen: Versucht die Süße Schritt für Schritt komplett weg zulassen. Es lohnt sich wirklich!

    Ich habe dazu ein paar Tips:
    1. Stark bleiben beim Einkaufen: Wenn man mal eine halbe Stunde stark bleibt, an den Süßigkeiten vorbei geht, dann hat man auch nichts zu Hause. Die Heißhungerattacken kommen natürlich, und es frustriert auch, wenn man nichts zu Hause hat. Aber ich habe gemerkt: Abends ins Bett zu gehen, und zu Wissen, dass man nichts genascht hat: Das ist ein super Gefühl!

    2. Trinken, Trinken, Trinken: Ich habe mir bei Hungerattacken das Trinken angewöhnt. Der Kopf kann nicht zwischen Hunger und Durst unterscheiden, es löst die selben Gefühle aus. Wenn man eigentlich genug gegessen hat, aber noch „Hunger“ verspührt, kann das auch einfach Durst sein. Mittlerweile trinke ich locker 4 Liter am Tag: ausschließlich Wasser und Tee. Es hilft!

    3. Außnahmen sind natürlich okay – aber bitte in Maßen: Portioniert euch die Süßigkeiten vorher. Wiegt ab, und findet dann ein Ende.

    Ich könnte noch einiges mehr schreiben. Ich hoffe die kleinen, vor allem einfachen Tips helfen. Mir haben sie auf jeden Fall geholfen. Und ich habe 20kg abgenommen :-)

    Liebe Grüße
    Denny

  • Hallo Hannah,

    wir ernähren uns in der Familie hauptsächlich roh vegan. Das Thema Süßungsmittel war dabei irgendwie immer ein Thema bei mir. Über Xylit und Agavendicksaft sind wir jetzt bei Dattelmus und Apfeldicksaft angekommen. Letzter finde ich ökologisch sehr vertretbar – saisonal und regional. LG Antje

  • Pingback: Clean Eating | Claudia Gärtner
  • Janine sagt:

    Schoener Artikel. Bin etwas ’spaet‘ drauf gestossen. Mir fehlt leider die Nuance zwischen Fructose und Glucose, welche ja im Koerper ganz andere Reaktionen ausloesen… Bin auch gerade auf der Suche nach Alternatieven, obwohl auch hier nicht viel Zucker verarbeitet wird. ;-)

  • Lenilein sagt:

    Hallo Hannah,
    was hälst du von Dattelsüße (z.B. Rapunzel)? Hast du damit Erfahrung?

    Liebe Grüße,
    Lenilein

    PS: Dein Blog ist echt klasse-dadurch bin ich zum Clean Eating gekommen! :)

  • Birgit Unger sagt:

    Hallo Hannah,
    deinen Artikel finde ich sehr interessant und ich habe nochmal dazu gelernt.
    Ich verwende seit einiger Zeit Erythrit. Ich bin Diabetikerin und mag Kaffee und Tee nicht gerne ungesüßt.
    Grundsätzlich habe ich meinen Zuckerkonsum aber schon sehr reduziert und versuche „gesunde“ Zucker (ein Widerspruch in sich – ich weiß) zu verwenden.
    Kokosblüten- und Dattelsüße fand ich jetzt nochmal eine schöne Alternative – werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.
    Schöne Grüße
    Oldschi

  • Andrea sagt:

    Liebe Hannah,
    ich verzichte auch weitestgehend auf Zucker, bin aber genau wie du immer auf der Suche und neugierig auf Neues. Auf gut sortierten Wochenmärkten kannst du Stevia als Kräuterpflanze im Topf kaufen. Die Blätter kannst du dann einfach trockenen und zermahlen, frisch kleingehackt oder als ganze Blätter (z.B. im Tee) verwenden. Die Süßkraft ist nicht ganz so intensiv und der Geschmack hat auch bittere Noten, aber so haben wir ein zumindest ein cleanes und interessantes neues Süßungsmiitel. Garantiert ohne künstliche Zusätze oder nennenswerte Kalorien. Ein Versuch ist es wert, oder? ;-)
    LG
    Andrea

  • Frieda Klimm sagt:

    Hallo Hannah,
    im letzten Abschnitt dieser Zusammenfassung hast du es zwar genannt, aber ich finde die „Zucker ist und bleibt Zucker“ Aussage sollte noch stärker durch kommen.
    Meines Erachtens sollte das Konzept, komplett auf Zucker zu verzichten auch auf jeden Fall enthalten, dass man auf Rohrzucker und Agavendicksaft verzichten müsste.. Klar, sind die Alternativen nicht der industrielle raffinierte Zucker, aber das macht sie nicht besser.
    Liebe Grüße

  • Jennifer sagt:

    Halli Hallo,
    ich war der größten Fan von Cola-Light *ich liebe sie immer noch* Aber ich trinke sie aus Überzeugung nicht mehr, seitdem ich einen Artikel über Aspartam gelesen habe. Seither verteufel ich die Zucker-Austausch-Stoffe (alle E-Nummern tuen dem Körper nicht gut).

    Seit Juni ernähre ich mich Low-Carb, konkret keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr, somit könnte ich ja normale Kuchen, Kekse usw. vorher essen. Allerdings vermisse ich „Kohlenhydrate“ gar nicht so sehr, also versuche ich auch den Rest des Tages darauf zu verzichten.
    Wenn ich dann doch mal einen Hype auf Kuchen, Kekse o. ä. bekomme, blättere ich Stundenlang in Rezeptbüchern und im Internet. Auf den Low-Carb Seiten kommen tausenden Austausch-Stoffe und Werbung vor. Das ist nervig. Bei meinem Geburtstagskuchen habe ich einfach viel weniger Zucker genommen und die weiße durch Zartbitterschokolade ersetzt. Kaffee geht ohne Zucker, muss man sich nur dran gewöhnen, bei Naturjoghurt verwende ich Honig. Diese Woche habe ich einen Gewürzkuchen gebacken und Ahornsirup genommen. Hätten ein paar mehr EL sein dürfen, aber für den 1. Versuch okay. Beim nächsten backen, werde ich Roh,- oder Vollrohrzucker ausprobieren damit der Teig die richtige Konsistenz erhält oder den Kokosblütenzucker (weiß jetzt ja dass der nicht nach Kokosnuss schmeckt). Allerdings deutlich weniger als angegeben. Richtig süßes schmeckt mir mitlerweile gar nicht mehr und macht bauchweh und künstliche Süßstoffe sind *bäh*, aber wenn Oma zum Kaffee kommt und man kein Stück Kuchen ist, wird gleich wieder gejammert ;-)

    Das mit dem zuckerfreien Mus werde ich auch mal testen. Datteln habe ich auch schon gekauft… Ich bin experimentierfreudig, habe nur leider zu wenig Zeit und leider will das gebackene dann ja auch verzehrt werden *hi hi* aber da hilft dann ja auch teilen und Andere probieren lassen *fdh*

  • Frank sagt:

    Ich hatte Diabetes2 ,Gicht und dann wurde ich mit Borrillose (Zeckenbiss) infiziert.Habe bis zu dem Zeitpunkt Gezuckertes essen vermieden.Aber als ich keine Milchproduckte wegen der Antibiotika mehr einnehmen durfte (1/2 Jahr) waren meine Blutwerte super gut .Ich habe keine
    Diabetes mehr ,denn ich meide alle Milchprodukte ausser Original Kuhmilch. Sämtliche Fruchtgetränke sind ebenso tabu ,Früchte selbst kein Problem.Unsere Lebensmittel „Müller ,Nordmilch“ und viele mehr machen uns mit verstecktem Zucker krank.Wer wirklich die kraft hat und es so macht wie ich es seid 3 Jahren durchhalte ,der vergisst was Zucker ist und es ist dann nicht mehr nötig Medikamente zu nehmen.
    Lg.
    Frank

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