Rezept: Gemüsebrühe-Paste selber machen (ohne Zucker)

Als ich vor einigen Jahren begonnen habe, mich nach dem Clean Eating-Konzept zu ernähren, war ich lange auf der Suche nach einer „cleanen“ Gemüsebrühe. Früher verwendete ich Brühwürfel, die nur so vor Geschmacks- und Konservierungsstoffen strotzen. Dann stieg ich um auf eine Bio-Gemüsebrühe, die statt des Geschmacksverstärkers Glutamat aber Hefeextrakt enthält. Hefeextrakt wird aus frischer Hefe gewonnen und ist ein beliebtes Würzmittel bei Bio-Produkten. Neben dem herzhaften, würzigen Eigengeschmack (Umami) hat Hefeextrakt nämlich eine starke geschmacksverstärkende Wirkung.

Gemüsebrühpaste02

Da ich beim Kochen recht viel Gemüsebrühe verwende, suchte ich also nach einer „besseren“ Lösung: Die Gemüsebrühe musste selbst hergestellt werden! So begann ich zunächst, Gemüsebrühe ab und an selbst zu kochen. Dazu lässt man Gemüse(reste), Kräuter und Gewürze einfach 1 Stunde in einem Topf köcheln, gibt die Brühe durch ein Sieb und schon hat man Gemüsebrühe. Diese kann man auch konservieren (z.B. einfrieren oder einmachen). Da mein Verbrauch aber recht hoch ist, war mir diese Lösung auf Dauer zu aufwendig und ich mache diese „frische“ Gemüsebrühe nur, wenn ich Gemüsereste habe, die ich weiterverwerten möchte.

Dann kam ich auf die Gemüsebrühe-Paste, die meine liebste Gemüsebrühe ist. Diese Variante wird ohne Zucker, Hefe und andere Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe herzustellen.

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Gemüsebrühe-Paste

Zubereitungszeit: 10 Minuten
Zeit insgesamt: 10 Minuten
Gericht: Grundrezepte, Saucen & Würzmittel
Eigenschaft: glutenfrei, laktosefrei, nussfrei, Phase 1 (Zuckerfrei-Challenge), Phase 2 (Zuckerfrei-Challenge), vegan, vegetarisch, zuckerfrei
Portionen: 1 Glas

Zutaten

  • 1 Möhre(n)
  • 1 Zwiebel(n)
  • ¼ Knollensellerie
  • 1 Pastinake(n)
  • ½ Bund Liebstöckel (ersatzweise glatte Petersilie)
  • 500 g Salz*

Anleitungen 

  • Das Gemüse und die Kräuter waschen, ggf. trockentupfen und schälen, dann fein würfeln. Mit dem Salz in einem Hochleistungsmixer zerkleinern.
  • Die Gemüsebrüh-Paste in ein heiß ausgespültes Glas füllen und gut verschließen.

Notizen

Die eingesalzene Gemüsebrüh-Paste ist mindestens 1 Jahr haltbar – wichtig ist, dass du sie immer luftdicht verschließt und die Paste mit einem sauberen Löffel oder Messer entnimmst. Sie kann im Kühlschrank aufbewahrt werden, muss aber nicht, da die Paste durch das Salz konserviert ist. Alternativ kann die Gemüsebrühpaste auch in Eiswürfelformen eingefroren werden.
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Projekt: Gesund leben – Die Rezepte

Ich kann dir übrigens nur raten, Bärlauch und Liebstöckel als Gemüsebrühe zu verarbeiten, solange sie noch Saison haben (Bärlauch: März bis Mai, Liebstöckel: März bis September). Ich persönlich liebe jedenfalls Bärlauch und Liebstöckel („Maggikraut“) passt einfach sehr gut zur Gemüsebrühe.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Gemüsebrühpaste03

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Hannah Frey
Ich bin Hannah Frey, Gesundheitswissenschaftlerin, Bloggerin und Kochbuch- und Ernährungsratgeber-Autorin. Ich helfe dir dabei, dich auch im stressigen Alltag mit wenig Aufwand gesund zu ernähren. Ich möchte dich zu einem gesunden Leben motivieren und inspirieren. Deshalb findest du hier jede Menge schnell zubereitete, einfache und alltagstaugliche Rezepte aus natürlichen Zutaten und ohne raffinierten Zucker – aber mit 100 % Geschmack!

21 Kommentare zu „Rezept: Gemüsebrühe-Paste selber machen (ohne Zucker)“

  1. Vielen Dank für den tollen Artikel! Da ich auch viel mit Gemüsebrühe koche und mit den Supermarktprodukten recht unzufrieden bin, probiere ich die Varianten sicher aus.
    Gibt es Angaben zu der Instant und der eingesalzenen Brühe, wieviel man für 500 ml Wasser benötigt? Schöne Grüße!

    Kristina

  2. Hallo Kristina,
    sehr gerne! Ich mache das immer nach Gefühl und Geschmack. Von der eingesalzenen nehme ich weniger, da ja recht viel Salz enthalten ist und von der getrockneten Instant-Brühe etwas mehr 🙂
    Liebe Grüße,
    Hannah

  3. Das ist wirklich ein aufschlussreicher Artikel! Ich habe bisher noch nicht wirklich daran gedacht, Brühe selber herzustellen, aber bei den ganzen Sachen, die da verkauft werden (und den Preisen), werde ich es gerne mal probieren.

    1. Hallo Antje,
      nein, ganz unterschiedlich und einfach nach Lust und Laune bzw. abhängig davon, wie viel ich vorrätig habe.
      Liebe Grüße,
      Hannah

  4. Hallo Martina,
    kann ich leider nicht, da ich sie nicht gewogen habe (und sie schon vor einiger Zeit hergestellt habe). Bei der getrockneten Instant-Brühe musst du bzgl. der Haltbarkeit gar kein Salz hinzufügen, bei der eingesalzenen Brühe hat sich das Verhältnis aber bewährt, hier ist es für die Haltbarkeit wichtig.
    Liebe Grüße,
    Hannah

  5. Pingback: |Lifestyle| Sunday Happiness #12 - Dreaming in Berlin

  6. Vielen Dank für die Ideen! Mich ärgert es auch immer wieder, wie viel Zucker, Glutamat oder andere Stoffe in der Gemüsebrühe zu finden sind. Selbst von den Bioprodukten bin ich enttäuscht. Daher ist Selbermachen wohl die beste Lösung.

  7. Habe mich für die eingesalzene Brühe entschieden. Leider wird der Porree bitter, wenn er gemixt wird. Ist das bei Zwiebeln auch so?

  8. Liebe Hannah

    Ist die eingesalzene Brühepaste ungeöffnet (also im sterilen Zustand) oder nach dem Öffnen ein Jahr haltbar? Und woran würde man erkennen, dass die Paste oder auch die getrocknete Variante nicht mehr gut sind? Schimmel?
    Vielen Dank für diese drei tollen Rezepte! Ich suche schon länger nach Glutamat-, Zucker- und Hefeextraktfreien Möglichkeiten für „Gemüse-Bouillon“ (so nennen wir das in der Schweiz).
    Werde das diese Woche noch ausprobieren. Ach ja, welche Kräuter würdest du als herbstliche Alternative vorschlagen?
    Herzlichen Dank und liebe Grüsse
    Olivia

  9. Ich habe schon einige Rezepte (oder Anregungen), die du hier veröffentlichst, nachgezaubert und bin immer wieder begeistert, wie simpel man Convenience Food mit kleinen Kniffen ersetzen kann. Vor einigen Wochen habe ich mich an die getrocknete Instant-Gemüsebrühe und an die eingesalzene Gemüsebrühe gewagt – quasi beides an einem Tag zubereitet und seitdem habe ich beide regelmäßig in Verwendung. Mir persönlich sagt die eingesalzene Brühe mehr zu, möglicherweise weil diese intensiver schmeckt und z.B. meiner Lieblings-Gemüsepfanne den nötigen Kick verleiht.

    Zum Kommentar über mir von Olivia: Blöderweise habe ich gestern festgestellt, dass die eingesalzene Variante nach nun gut 8 Wochen anfing zu schimmeln. Es wird wohl daran gelegen haben, dass ich sie (über die heißen Tage) im Kühlschrank aufbewahrt habe… jedenfalls hatte ich auf Nummer sicher gehen wollen; womöglich zu sicher. 😉

    1. Liebe Olivia, liebe Christina,

      genau, an Schimmel bspw. würde man erkennen, dass die eingesalzene Gemüsebrühe nicht mehr gut ist. Ich hatte damit auch nach Monaten keine Probleme, wichtig ist natürlich, die Paste immer mit sauberem Besteck rauszunehmen. Ich bewahre sie auch im Kühlschrank auf.

      Viele Grüße,
      Hannah

  10. Pingback: Für kalte Tage – Wärmender Gemüseeintopf mit Rollgerste und Speck – KONRADEREI

  11. Hallo Barbara,
    die selbstgemachte Instant-Gemüsebrühe „funktioniert“ genauso wie die gekaufte, sie muss einfach ins Wasser gegeben und mitgekocht werden.
    Viele Grüße,
    Hannah

  12. Liebe Levke
    Ich habe die Gemüsebrühe vor einigen Wochen auch gemacht, und bei mir hat es gut geklappt. Es dauerte allerdings etwa 5 Stunden (anstelle der 90-120 min, welche im Rezept stehen!), bis das Gemüse wirklich getrocknet war. Zudem hatte ich während der ganzen Trocknungszeit einen Kochlöffel in der Ofentür eingeklemt, sodass sie ein kleiner Spalt offen war. Dadurch bleibt die Hitze drin, aber die Feuchtigkeit kann entweichen. Und ich habe gemerkt, dass man das Gemüse wirklich sehr klein schneiden, eigentlich fast schon hacken sollte. Das nächste Mal werde ich alles mit einer groben Röstireibe auf die gleiche Grösse reiben, dadurch sollte das Gemüse gleichmässig trocknen. Ich hoffe, diese Tipps helfen dir weiter. Ich bin jedenfalls von der getrockneten Gemüsebrühe begeistert und werde sie wieder machen!
    Liebe Grüsse,
    Olivia

  13. Ich hab heute die eingesalzene Brühe gemacht und direkt zum Würzen meiner Bolognese Sauce verwendet – ich bin begeistert! Endlich Brühe ohne “Zusatzgedöns“ :-)))

  14. Das ist eine tolle Anregung für mich. Ich bin ganz happy. Mich hat eine liebe Freundin auf deine Seite aufmerksam gemacht. Ich bin kein Vegetarier, deine Rezept sind auf den ersten und auf den zweiten Blick, so lecker das man sie gleich nachkochen will.Erst einmal vielen Dank dafür.
    Liebe Grüße aus Wolfsburg

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