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Ihr Lieben, im Rahmen der letzten „Zuckerfrei“-Challenges habe ich immer wieder ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer interviewt. Dieses Mal berichtet uns Ann-Christin Jeske, die auf hafenmaedchen.de ebenfalls bloggt, über ihr persönliches „Projekt: Zuckerfrei“.

Anne ist 33 Jahre alt, hauptberuflich Erzieherin und bloggt auf hafenmaedchen.de über Food, DIY & Lifestyle. Nachdem sie acht Jahre im Hamburger Portugiesenviertel gewohnt und sich dort pudelwohl gefühlt hat, ist Anne wieder zurück auf’s Land, in ihre Heimatstadt, gezogen – für die Liebe! Zum Glück wohnt sie nicht weit von Hamburg entfernt – sonst hätten wir uns sicher im letzten Jahr nicht persönlich hier in der Hansestadt bei einem Event kennengelernt! Seit ziemlich genau einem Jahr ist die zuckerfreie bzw. zuckerreduzierte Ernährung für Anne ein Thema – das habe ich mitbekommen und Anne gefragt, ob sie nicht Lust hat, euch von ihren Erfahrungen zu berichten. Hatte sie zum Glück! Viel Spaß beim Lesen! :-)

Liebe Anne, wie definierst du dein persönliches „Projekt: Zuckerfrei“?

Mein persönliches „Projekt: Zuckerfrei“ bedeutet für mich auf unnötigen Zucker zu verzichten. Ich nehme dies zeitweise streng und manchmal eben auch nicht so streng. Das kommt häufig auch auf mein persönliches Wohlbefinden an. Was ich aber für mich mitgenommen habe, ist so wenig Zucker wie möglich zu mir zu nehmen. Es gibt bei uns kaum bis gar keine Fertigprodukte. Der Süßigkeitenvorrat ist auf ein Minimum beschränkt. Zucker oder Sirup im Kaffee für mich ein No Go.  So wenig wie möglich Kohlenhydrate. Pasta nur noch ganz selten und Brötchen nur am Wochenende. Wenn ich mal einen Kuchen backe, dann aber auch gern mit Zucker und für mich gibt es nur ein Stück. Zuckerfreie Waffeln backe ich aber auch sehr gern.

Wie hast du dich vorher ernährt und was war für dich der Auslöser, deine Ernährung umzustellen und (weitestgehend) zuckerfrei zu leben?

Der Auslöser für meine Ernährungsumstellung war ganz klar, ich habe mich absolut unwohl gefühlt. In den vergangenen Monaten waren immer wieder einige Kilos dazu gekommen, die Hosen wurden enger ich habe mich aufgebläht und antriebslos gefühlt. Ich habe einfach alles gegessen worauf ich Lust hatte und gern auch Süßigkeiten. Ich liebe Schokolade.

Über ein Ernährungsprogramm bin ich dann zu einem Reset gekommen, bei dem erst einmal ein Entzug angesagt war. Die ersten 3 Tage waren hart, richtig hart. Die Entzugserscheinungen waren hoch! Hunger, Kopfschmerzen und mir war die ganze Zeit kalt. Es fühlte sich an als würde ich krank werden.  Aber ich habe es geschafft und bin am Ball geblieben. Ein echtes Glücksgefühl.

Was war oder ist für dich die größte Herausforderung auf dem Weg in die zuckerfreie Ernährung?

Die größte Herausforderung ist auch heute noch auswärts Essen zu gehen und Einladungen. Als ich damals mein Reset gemacht habe, habe ich Veranstaltungen und Essen gehen gemieden. Wenn wir eine Einladung hatten, habe ich vorab zu Hause etwas gegessen. Das ist natürlich auf Dauer nicht gesellschaftsfähig, aber für ein Reset bzw eine Challenge auf begrenzte Zeit möglich.

Welche Veränderungen hast du durch den Zuckerverzicht an dir selbst festgestellt?

Ich hatte vor meinem Start so viel zum Thema Zuckerfrei gelesen und immer wieder gehört, dass es einem so gut gehen soll. Ich konnte mir das gar nicht vorstellen, bis ich es selbst erlebt habe.

Ich war topfit. Bin morgens gut gelaunt aus dem Bett gehüpft, habe mir einen Tee gekocht und bin auf die Yogamatte gegangen. Ich fühlte mich absolut gut. Auch das Hautbild war gut und ich hatte weniger Augenringe.

Butter bei die Fische: Machst du ab und an Ausnahmen?

Ja, ich mache Ausnahmen. In der letzten Zeit ernähre ich mich gar nicht streng zuckerfrei. Ich versuche mich immer wieder daran zu erinnern. Meine Challenge ist es meistens, unter der Woche zuckerreduziert zu sein und am Wochenende gönn ich mir mal was. Für mich ist es wichtig, einen festen Mahlzeitenplan zu haben. Vorbereitung ist dabei alles. Ich koche meist Chili con Carne ohne Mais in einer großen Portion vor. Dies wird dann portionsweise eingefroren, so dass für den Notfall immer eine Mahlzeit im Haus ist. Außerdem gibt es in meinem Tiefkühlfach immer Spinat und Lachs. Ich wärme mir dann Spinat auf und koche Lachs in Gemüsebrühe. Soooo lecker!

Wie gehst du mit Heißhungerattacken um – oder hast du gar keine mehr?

Die Heißhungerattacken sind bei mir tatsächlich weniger geworden. Ich habe das Gefühl, dass mir regelmäßige Mahlzeiten helfen. Wenn ich mal Lust auf ein Eis oder eine andere Leckerei habe gönn ich sie mir, damit sich der Heißhunger sich gar nicht zu sehr aufstaut. Alternativen wie z.B. Nüsse helfen auch sehr gut. Eine große Kanne Tee unterstützt mich auch häufig.

Was sind deine drei Tipps, wie jeder die Zuckerfrei-Challenge schaffen kann?
  1. Ein starker Wille ist auf jeden Fall empfehlenswert zu einem guten Zeitpunkt. Wenn drei Hochzeiten und zwei Geburtstage bevor stehen, ist vielleicht nicht der ideale Zeitpunkt. Aber irgendetwas ist ja immer, also einfach machen. Eine Verbündete / Freund/in suchen, die mitmacht, hilft dabei vielleicht.
  2. Vorräte, die einem gefährlich werden könnten, verschenken.
  3. Zeit nehmen! Ich habe an einem Samstag ganz in Ruhe bei einem Kaffee einen Plan aufgestellt. Bin dabei das Buch „Zuckerfrei“ durchgegangen und habe Zutaten für Rezepte herausgeschrieben. Danach bin ich in aller Ruhe einkaufen gefahren und habe in Anschluss das erste Rezept gekocht und zuckerfreies Kokos-Granola gemacht, um am nächsten Tag zuckerfrei in den Tag zu starten.
Und zum Schluss: Was ist dein zuckerfreies Lieblingsrezept? 

Ich liebe Senfeier, daher ist das Rezept Senfeier aus dem Buch „Zuckerfrei“ für mich perfekt. Dazu das Blumenkohlpüree mit Frischkäse ist für mich der HIT!

Außerdem liebe ich Ofengemüse in jeglicher Form und das Kokos Granola mit griechischem Jogurt und TK Kirschen ist für mich der perfekte Start in den Tag.

 

Liebe Anne, vielen Dank für den Einblick in dein persönliches „Projekt: Zuckerfrei“! :-) Anne hat übrigens auch einen tollen Beitrag über Body Positivity geschrieben, unbedingt lesen! Auf Instagram findet ihr sie unter @hafenmaedchen und auf Facebook ebenfalls!

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Gesundheitswissenschaftlerin aus Leidenschaft: ich bin Hannah, das Gesicht hinter Projekt: Gesund leben. Ich blogge über Clean Eating, Fitness und Entspannung – also alles rund um das Thema Gesundheit. Zu einem gesunden Leben möchte ich auch dich motivieren und inspirieren. Ich freue mich, wenn du mir auf Facebook, Instagram, Twitter und Bloglovin folgst und meinen Newsletter abonnierst.

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