Fruchtrollen selber machen – Clean Eating Snack

Werbung • Fruchtrollen habe ich vor einigen Jahren zum ersten Mal probiert, als ich es durch Zufall bei Veganz entdeckte. Fruchtrollen sind püriertes Obst, das getrocknet wurde und dadurch eine lederartige Konsistenz erhält. Eine gesunde Süßigkeit, die an Gummibärchen erinnert – aber rohköstlich und vegan ist. Noch dazu ganz ohne Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Konservierungsmittel oder zugesetzten Zucker – ein gesunder Snack für zwischendurch und Clean Eating pur! Bisher habe ich mir immer den Dörrautomaten meiner Eltern ausgeliehen – ein recht kleines Gerät, in dem es aufgrund der runden Böden nicht möglich war, damit Fruchtrollen herzustellen. Nun hatte ich die Möglichkeit, das Excalibur Dörrgerät* zu testen. Das Gerät ist quasi der Backofen der Rohkostküche. Herstellen kann man damit unter anderem Trockenobst, Gemüsechips, Gebäck, Cracker und auch Kräuter können so getrocknet und damit konserviert werden – oder eben Fruchtrollen. Durch das schonende Trocknen bei unter 42°C bleiben die Fruchtrollen rohköstlich und die Nährstoffe erhalten. Die Temperatur ist von 30 bis 70°C einstellbar. Ganze 9 Einschübe hat das Gerät, sodass viele Fruchtrollen gleichzeitig hergestellt werden kann. Weitere Informationen zum Gerät findet ihr auf der Seite zu meinem Küchen-Equipment, die ich nach und nach ausbaue.

Fruchrollen Erdbeere Nektarine 2

Jede Obstsorte kann zu Fruchtrollen verarbeitet werden, aber natürlich auch Kombinationen aus verschiedenen Früchten. Auch Gewürze wie Zimt und Vanille oder Superfoods wie Maca, roher Kakao oder Acai-Pulver können hinzugefügt werden. Ich habe das Obst (je 500 g Erdbeeren und 500 g Nektarinen) zunächst gewaschen, die Kerne der Nektarinen und den Strunk der Erdbeeren entfernt und die Früchte dann getrennt im Vitamix zerkleinert. Wer mag, kann Gewürze wie Zimt oder Vanille hinzugeben. Die Einschübe des Dörrautomaten habe ich dann mit der Folie ausgelegt und das Fruchtpüree gleichmäßig und dünn darauf verteilt. Als ich den ersten Versuch startete, wusste ich noch nicht, dass es extra antihaftbeschichtete Einlegebögen gibt, auf die man das Fruchtpüree streichen kann, damit es sich leicht wieder lösen lässt. Wie gut ich die getrockneten Früchte vom Backpapier abgezogen bekam, könnt ihr euch denken… 😉

Die Fruchtrollen können auch im Backofen hergestellt werden, hier ist die Temperatur aber nicht so genau einstellbar, wie im Rohkostofen. Außerdem ist der Energieverbrauch viel höher. Die Früchte benötigen nämlich 6-12 Stunden, bis sie vollkommen trocken sind. Die genaue Zeit variiert je nach Obstsorte und Dicke der Fruchtrollen. Ob die Früchte getrocknet ist, merkt man, wenn man vorsichtig über die Oberfläche streicht. Anschließend muss es nur noch zurecht geschnitten und (nach Wunsch) zusammengerollt werden. Schneiden kann man die getrockneten Früchte zum Beispiel mit einer Schere, einem Pizzaschneider oder eben einem guten Messer. Aber auch mit Keksformen kann man aus dem Fruchtleder Motive ausstechen.

Dadurch, dass die Feuchtigkeit durch den Dörrvorgang entzogen wurde, sind die Fruchtrollen konserviert und lange haltbar. Ich muss aber gestehen: Es hat nicht lange gehalten. Mein Mann und ich fanden die Rollen viel zu lecker, um sie lange aufzubewahren! 🙂

Fruchrollen Erdbeere Nektarine 1

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Hannah Frey
Ich bin Hannah Frey, Gesundheitswissenschaftlerin, Bloggerin und Kochbuch- und Ernährungsratgeber-Autorin. Ich helfe dir dabei, dich auch im stressigen Alltag mit wenig Aufwand gesund zu ernähren. Ich möchte dich zu einem gesunden Leben motivieren und inspirieren. Deshalb findest du hier jede Menge schnell zubereitete, einfache und alltagstaugliche Rezepte aus natürlichen Zutaten und ohne raffinierten Zucker – aber mit 100 % Geschmack!

14 Kommentare zu „Fruchtrollen selber machen – Clean Eating Snack“

  1. Wow Hannah, das hört sich super interessant an. Ich bin ein absoluter Trockenfrüchte-Fan und werde das mal probieren.

    Hab einen schönen Abend!
    Sophie

  2. Klingt sehr lecker.

    Ich hab schon viel von gelesen, es aber selber noch nie probiert. Vielleicht denke ich mal dran, wenn ich im Biomarkt bin (hab keinen Dörrer 😉 ). Dazu muss ich aber wohl in den Gang gehen, den ich normal meide: Süßwaren.

  3. Das wollte ich auch immer mal ausprobieren 🙂 Da ich aber kein Dörrgerät habe, war mir das mit dem Backofen zu umständlich und energieverbrauchend. Leider sind die gekauften Versionen auch immer echt teuer. Aber schmecken tun sie großartig!

    Liebe Grüße
    Lena

    1. Ich habe es auch nur selten gekauft, weil es so teuer ist. Nun weiß ich aber warum 😉 Es wird recht viel Obst benötigt und die Herstellung ist doch recht aufwändig. Aber, wie du schon schreibst, es schmeckt einfach sehr lecker! 🙂

  4. Ich finde das auch extrem spannend.
    Leider muss ich mir dafür mal wieder ein Extragerät kaufen, was ich nicht will.
    Das ist mir zuviel Gesteh und zuviel Konsum.

    Und die Backofenvariante ist – wie du schon schreibst – sehr (energie)aufwändig, schade. Vielleicht werde ich es trotzdem mal versuchen.

    Öfters schon habe ich gelesen dass es nicht sehr lange haltbart ist, da es schnell Wasser zieht und dann verdirbt. Du schreibst das Gegenteil. Jetzt bin ich verwirrt.

    grüße
    IRis

    1. Hallo Iris,
      ja, das verstehe ich total. So ein Dörrgerät ist auch keinesfalls ein „Muss“, sondern (für mich) eher ein „nice to have“. Wenn man sich komplett rohköstlich ernährt, ist das was anderes. Bei mir hat’s noch kein Wasser gezogen, wenn es gut verschlossen aufbewahrt wird, dürfte da auch nichts passieren.
      Viele Grüße!

  5. liebe Hannah, das sieht zauberhaft lecker aus! Wie zufrieden bist Du mit dem Dörrgerät? Ich überlege auch schon länger mir eins anzuschaffen!
    Gruß
    Jana

  6. Hallo Hannah,

    was für eine schöne Seite! Ich finde, man fühlt sich gleich so viel gesünder, wenn man hier ist! Danke dafür 🙂

    Und, dann wollte ich noch sagen: Wow, was es alles gibt?! Manchmal bin ich doch irgendwo ganz schön naiv, wenn es um raw food, clean eating, vegan geht – mega spannend alles! Obwohl ich ja finde, dass „Leder“ leider nicht sonderlich zum Essen einlädt…

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