Ich erinnere mich noch sehr gut an den Beginn meiner Clean-Eating-Reise im Jahr 2011. Ich war ganz neu in diesem riesigen Thema und las auf amerikanischen Blogs erstmals von Grünen Smoothies und wollte sie unbedingt auch ausprobieren. Damals gab es im deutschsprachigen Bereich online noch kaum Informationen zu diesem Thema. Dass ich einen Hochleistungsmixer benötige, damit die Zellen des Blattgrüns aufbrechen, wusste ich damals noch nicht. Also machte ich mich eines Samstags mit meinem Mann auf den Weg zum örtlichen Saturn und kam glücklich mit meinem ersten eigenen Standmixer nach Hause. Der Mixer kostete knapp 50 Euro und hielt keine zwei Wochen.

In der Zwischenzeit habe ich mehrere Hochleistungsmixer getestet. Ob für Grüne Smoothies, Nussmilch, Nussbutter oder gesunde Dattel-Nuss-Pralinen (Raw Energy Bites) – der Mixer ist eines meiner wichtigsten und meist genutzten Küchengeräte. Sehr häufig werde ich gefragt, welchen Mixer ich empfehlen kann. Deshalb stelle ich euch hier drei Hochleistungsmixer vor, die ich besitze und die ich ausgiebig getestet habe. Alle drei Mixer wurden mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

Die Testgeräte: Omniblend, Revoblend und Vitamix

Grüne Smoothies Hochleistungsmixer Omniblend Revoblend Vitamix Vergleich

Die drei Geräte sind allesamt Hochleistungsmixer, unterscheiden sich jedoch in ihrem Preis und ihrer Leistung. Mir sind die folgenden Aspekte bei der Wahl eines Mixers besonders wichtig:

  • Leistung: Die Leistung des Mixers spielt eine wichtige Rolle. Um die Zellstrukturen des Grüns aufzubrechen, sodass das Chlorophyll der Pflanzen freigesetzt wird, benötigt ein Mixer ordentlich Power! Während sich normale Frucht-Smoothies notfalls auch in einem günstigen 50-Euro-Mixer herstellen lassen, schaffen günstige Modelle es nicht, die Zellstrukturen von Salat, Kräutern und anderem „Grün“ aufzubrechen. Oftmals werden die Umdrehungszahlen und die Messergeschwindigkeit bei Hochleistungsmxiern von den Herstellern als Leistungsmerkmal angegeben. Da es jedoch kein einheitliches Verfahren zur Messung dieser gibt, habe ich weder Messergeschwindigkeit noch Umdrehungszahl weiter beachtet (Wurde die Geschwindigkeit des Motors gemessen, der noch nicht im Motorblock eingebaut ist? Oder bei eingebautem Motor? Oder mit aufgesetztem Becher? Oder mit aufgesetztem Becher und Flüssigkeit drin?). Wichtiger ist für mich das Endergebnis: Wie cremig ist der Smoothie? Wie fein mixt er meine Suppe?
  • Bedienung: In der Regel kann zwischen vordefinierten Programmen und manueller Geschwindigkeitsregulierung gewählt werden. Was einem gefällt, ist natürlich Geschmackssache. Für den einen sind Programme praktisch, weil der Mixer dann selbst arbeitet, der andere reguliert lieber selbst.
  • Reinigung: Ebenfalls ein Aspekt, der mir sehr wichtig ist. Ich habe weder Zeit noch Lust, stundenlang meinen Mixer zu säubern. Die einzelnen Teile wie z.B. der Deckel müssen einfach abzunehmen sein, sodass sie schnell und unkompliziert gereinigt werden können. Wenn der Mixer jeden Tag (mehrmals) benutzt wird, ist dass ein unbedingtes Muss! Ebenfalls wichtig ist, alle Stellen gut erreichen zu können, wenn der Mixer manuell gereinigt wird. Tricky ist es zum Beispiel je nach Modell, den Schmutz unter den Messern zu entfernen.

Damit ihr einen ersten Überblick über die Geräte bekommt, die ich getestet habe, habe ich die (für mich) wichtigsten Daten der drei Mixer zusammengefasst:

Vergleich Hochleistungsmixer

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JTC Omniblend V

Omniblend

Der Omniblend* ist mit 269 Euro der günstigste der drei getesteten Mixer. Zugegebenermaßen habe ich vor dem Test nicht gedacht, dass der Omniblend auch Nüsse und andere harte Lebensmittel „klein bekommt“. Ich wurde aber positiv überrascht: Grüne Smoothies, Nussmilch, Nussbutter und gesunde Dattel-Nuss-Pralinen habe ich mit dem Mixer bereits problemlos hergestellt und war mit den Ergebnissen zufrieden. Die Bedienung des Omniblend ist simpel, aber leider gibt es neben den drei voreingestellten Laufprogrammen (35, 60 und 90 Sekunden) keine weiteren Programme und auch keine stufenlose Geschwindigkeitsregelung. Der Mixer ist insgesamt gut zu reinigen. Manchmal hatte ich Probleme, den Dreck unter den Messern ordentlich zu entfernen, da der Mixerbehälter unten relativ eng ist. Zudem lässt sich der Deckel nicht so einfach auf den Mixerbehälter setzen, wie bei den anderen beiden Testmodellen, was ich persönlich etwas störend finde. Vom Aussehen her hat der Omniblend in meinen Augen im Vergleich zu den anderen Geräten am schlechtesten abgeschnitten. Insbesondere der Behälter ist nicht so hochwertig wie beim Revoblend und dem Vitamix. Besonders gut gefallen hat mir hier das „Rundum-sorglos-Paket“. Neben dem Mixer und einem Stößel wurde ein Nussmilchbeutel zur Herstellung veganer Nussmilchalternativen mitgeliefert, außerdem der GU Küchenratgeber “Grüne Smoothies”*. Alles in allem ist der Omniblend* trotz meiner Kritikpunkte ein tolles (Einsteiger-) Modell mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis!

Revoblend RB 500

Revoblend

Der Revoblend liegt mit einem Preis von 499 Euro im mittleren Bereich. Nett finde ich, dass der Mixer in schwarz, weiß und rot erhältlich ist. Mit ganzen 10 Jahren gewährt Revoblend die längste Garantie. Spannend an diesem Mixer finde ich die Geschichte dahinter. Der Mixer wurden von Ralf Brosius entwickelt, einem Deutschen, bei dem Ende 2006 Lungenkrebs im Endstadium diagnostiziert wurde. Infolgedessen stellte er seine Ernährung radikal um und und verzichtet seitdem auf Industriezucker, Fast Food, Gluten, Kaffee, Alkohol. Stattdessen stehen heute viel Obst und Gemüse auf seinem Speiseplan und der Krebs ist besiegt. Mit seiner Firma Changefood stellt er seit einigen Jahren Hochleistungsmixer wie den Revoblend* RB 500 her, die jedoch wie der Omniblend in China gefertigt werden. Der Mixer hat sechs Geschwindigkeitsstufen, zwischen denen man stufenlos switchen kann. Weitere Programme gibt es nicht, jedoch verfügt er, wie auch der Omniblend und der Vitamix, über die Pulse-Funktion. Während die Taste gedrückt wird, läuft das Gerät auf Höchstgeschwindigkeit. Auch für den Revoblend* sind Grüne Smoothies, Nussmilch, Nussbutter und gesunde Dattel-Nuss-Pralinen kein Problem. Für meinen Geschmack könnte der Mixer etwas runder und moderner im Design sein – hier wurde das Augenmerk eher auf die inneren Werte gelegt und die sind sehr gut: Der Revoblend* ist ein sehr guter Hochleistungsmixer ohne viel Schnickschnack.

 

Vitamix Pro 750

Vitamix

Mit einem Preis von 899 Euro ist der Vitamix Pro 750* der teuerste der drei getesteten Mixer. Große Pluspunkte des Vitamix sind für mich insbesondere die fünf voreingestellten Programme (Smoothie-, Eis-, Suppen- und Pürier-Programm sowie Selbstreinigung). Das tolle an diesen Programmen: Sobald das gewählte Programm beendet ist, schaltet sich das Gerät automatisch ab. Ich muss das gewünschte Programm einfach nur einschalten und nicht einmal bei dem Mixer stehen und aufpassen, während er läuft, sondern kann in der Zeit andere Dinge erledigen. Mein „Klassiker“ inzwischen: Spülmaschine ausräumen, während sich der Vitamix selbst reinigt. Es handelt sich dabei zwar nur um etwa eine Minute, aber die Zeit will ja gut genutzt werden. Zum Reinigen gebe ich einfach etwas Wasser und Spülmittel in den Behälter, stelle das Programm ein und spüle den sauberen Behälter anschließend noch einmal mit Wasser aus und trockne ihn ab. Die Ergebnisse der fünf Programme haben mich vollends überzeugt: Grüne Smoothies und Suppen werden cremig, glatt und vollkommen faserfrei. Obwohl die Ergebnisse bei den anderen Mixern auch sehr gut waren, setzt der Vitamix dem noch einmal eins drauf. Auch die stufenlose Geschwindigkeitsregelung ist prima. Ich nutze sie vor allem für Nussbutter und gesunde Dattel-Nuss-Pralinen. Durch seine Edelstahl-Optik und das moderne Design ist der Vitamix* auch sehr hochwertig und hübsch anzusehen, es gefällt mir von allen drei Testgeräten am besten. Ein weiterer Pluspunkt: Die Vitamix-Mixer werden in den USA und nicht in China gefertigt.

Grüne Smoothies Hochleistungsmixer Omniblend Revoblend VitamixGrüner Smoothie-Vergleich: Der Smoothie aus dem Vitamix (ganz rechts) war am cremigsten und vollkommen faserfrei.

Mein Fazit

Ich persönlich bin mit allen drei Mixern sehr zufrieden und kann sowohl den (vergleichsweise) günstigen Omniblend*, wie auch den Revoblend* und den Vitamix* in jedem Fall weiter empfehlen. Alle drei Mixer haben mich sehr positiv überrascht, insbesondere der Omniblend. Hier ging ich – zugegebenermaßen – nicht ganz vorurteilsfrei ans Testen ran. Vielmehr dachte ich, dass der preisliche Unterschied zwischen Revoblend und Vitamix stark zu merken sein muss. So ging ich beispielsweise nicht davon aus, dass der günstigste der drei Mixer auch Nussmus zubereiten kann. Weit gefehlt: Auch das hat der Omniblend hinbekommen. Beim Vitamix* hingegen habe ich von Anfang an erwartet, dass dieser auch der beste Mixer ist. Dieser Verdacht wurde bestätigt: Der Vitamix Pro 750* ist eindeutig mein Testsieger, da ich hiermit in allen Bereichen die besten Ergebnisse erzielt habe und mich die voreingestellten Programme überzeugt haben. Auch designtechnisch gefällt mir der Vitamix am besten. Das Design vom Revoblend könnte für meinen Geschmack etwas runder und weniger eckig sein.  Der Omniblend hingegen sieht günstiger aus, als die anderen Modelle, was er ja auch ist. Auch hier könnte das Design runder und eckiger sein. Im Vergleich ist der Behälter des Omniblend nicht so hochwertig wie die beiden anderen.

Letzten Endes muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, wie viel er für einen Hochleistungsmixer ausgeben kann und möchte und wie häufig und wofür er verwendet wird. Grundsätzlich sollte man bedenken, dass solch ein Hochleistungsmixer eine Investition für einige Jahre oder gar Jahrzehnte ist.

Herzlichen Dank an Omniblend*, Revoblend und Perfekte Gesundheit Shop für das zur Verfügung stellen der Mixer!

 mix-it-lena-suhr

Und hier noch ein Buchtipp, für alle, die einen Hochleistungsmixer besitzen (oder vorhaben, sich einen anzuschaffen): In „Mix it“, dem Buch von Lena Suhr* vom Blog A Very Vegan Life findet ihr 120 vegane Rezepte aus dem Mixer mit wunderbaren Rezepten aus den Kategorien Smoothies, Säfte & Shots, Milchalternativen, Aufstrich, Pesto & Co., Suppen, Salate & Dressings und Süsses.

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