Erfahrungsbericht zu „Projekt: Zuckerfrei“ – Interview mit Deborah

Ihr Lieben! Nachdem ich im Rahmen der aktuellen „Zuckerfrei“-Challenge schon Angeli  interviewt habe, berichtet uns heute Deborah von ihren Erfahrungen mit ihrem persönlichen „Projekt: Zuckerfrei“.

Deborah ist 26 Jahre alt, lebt in Berlin und arbeitet als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin im Schichtdienst und studiert zudem Health Care Studies. In der Fastenzeit 2015 hat sie sich zum ersten Mal streng zuckerfrei ernährt. Seitdem verzichtet Deborah mal mehr und mal weniger konsequent auf Zucker – lebt und isst aber deutlich gesünder und hat ihren Zuckerkonsum stark reduziert.

Liebe Deborah, wie definierst du dein persönliches „Projekt: Zuckerfrei“?

Die zuckerfreie Ernährung bedeutet für mich den Verzicht auf Industriezucker. Auch auf alternative Süßungsmittel wie Erythrit oder Stevia verzichte ich. Ich kaufe überwiegend unverarbeitete Lebensmittel und koche und backe selbst. Dazu verwende ich Kokosblütenzucker, Rohrohrzucker oder Honig gering dosiert. Während der Fastenzeit beziehungsweise der Challenge verzichte ich aber auch darauf, esse jedoch komplexe Kohlenhydrate wie beispielsweise Obst, Trockenfrüchte, Haferflocken, Vollkornprodukte und Gemüse.

Wie hast du dich vorher ernährt und was war für dich der Auslöser, deine Ernährung umzustellen und (weitestgehend) zuckerfrei zu leben?

Ich liebe süße Speisen. Früher habe ich täglich Süßigkeiten gegessen. Ich wollte anlässlich der Fastenzeit vor 2 Jahren einfach mal 4 Wochen darauf verzichten. Zufällig bin ich zu Beginn des Süßigkeiten-Fastens auf das „Projekt: Zuckerfrei“ gestoßen und dachte mir dann, „ganz oder garnicht“ und habe Zucker gefastet. Nach den 4 Wochen habe ich mich körperlich so gut gefühlt, dass ich beschloss, mich weiterhin weitestgehend zuckerfrei und clean zu ernähren.

Was war oder ist für dich die größte Herausforderung auf dem Weg in die zuckerfreie Ernährung?

Da ich im Schichtdienst tags und nachts und teilweise bis zu 12 Stunden am Stück arbeite, ist die größte Herausforderung für mich, meine Mahlzeiten für zu Hause und unterwegs zu planen und vorzubereiten. Ich mache mir Gedanken, was ich einkaufen und vorbereiten muss, um mich auch auf der Arbeit gesund ernähren zu können. Eine Herausforderung ist das insofern, dass ich zwar eigentlich gern koche und backe, aber nach einem langen Arbeitstag oder vor dem Nachtdienst habe ich auch nicht jeden Tag Lust, in der Küche zu stehen. Häufig koche ich größere Mengen, damit ich etwas zur Arbeit mitnehmen oder am nächsten Tag noch essen kann.

Welche Veränderungen hast du durch den Zuckerverzicht an dir selbst festgestellt?

Der Verzicht auf Zucker brachte viele Veränderungen mit sich. Mein Süß-Geschmack hat sich stark verändert. Bei vielen natürlichen Lebensmitteln habe ich die eigene Süße erst entdeckt, viele Fertigprodukte schmecken mir nicht mehr und sind mir viel zu süß. Ich schlafe besser und fühle mich morgens ausgeruhter. Auch das Mittagstief mit extremer Müdigkeit hat sich mit dem Zuckerverzicht verabschiedet. Ich kann mich besser konzentrieren, habe mehr Energie und fühle mich körperlich fitter und leistungsfähiger. Ich war zwar nie übergewichtig, aber ein paar überflüssige Kilos habe ich durch den Verzicht auf Zucker ganz nebenbei auch verloren.

Butter bei die Fische: Machst du ab und an Ausnahmen?

Ja, definitiv! Eine vollständig zuckerfreie Ernährung ist für mich derzeit nicht vorstellbar. Ich habe keine Lust, auf jedes Stück Kuchen bei einem Fest, auf jedes Eis im Sommer und auf jeden Cocktail mit Freunden zu verzichten.

Wie gehst du mit Heißhungerattacken um – oder hast du gar keine mehr?

Die Heißhungerattacken sind seltener geworden, aber hin und wieder vorhanden. Ich gehe damit unterschiedlich um. Viel trinken, regelmäßiges gesundes Essen, Sport, Zähne putzen, Ablenkung… all das hilft mir, Heißhungerattacken vorzubeugen beziehungsweise schnell wieder loszuwerden. Ab und zu gebe ich aber auch nach und gönne mir, wonach der Heißhunger ruft. ;)

Was sind deine drei Tipps, wie jeder die ZuckerfreiChallenge schaffen kann?

  • Information: Mir hat es geholfen, mich über Zucker und seine Wirkung auf den Körper zu informieren. Wenn man all die negativen Auswirkungen kennt, dann fällt der Verzicht schon etwas leichter, weil man weiß, dass man seinem Körper nur Gutes tut. Auch den Austausch mit anderen Challenge-Teilnehmern finde ich wichtig und motivierend.
  • Planung: Regelmäßig und gesund zu essen verhindert Heißhungerattacken und erleichtert somit den Verzicht auf Zucker. Deshalb ist es auch wichtig, seine Mahlzeiten zu planen und vorzubereiten, um nicht bei akutem Hunger in alte Muster zu verfallen und sich das erstbeste Teilchen beim Bäcker zu kaufen.
  • Dranbleiben: Um die Challenge durchzuhalten braucht es meiner Meinung nach auch ein gewisses Maß an eisernem Willen und Disziplin. Und, wenn es doch zu einem Ausrutscher kommt und man bewusst oder unbewusst Zucker konsumiert, dann sollte man sich nicht demotivieren lassen oder ärgern, sondern weiterhin zuckerfrei essen und dranbleiben. Es lohnt sich!

Und zum Schluss: Was ist dein zuckerfreies Lieblingsrezept?

Ich liebe meine zuckerfreien Haferflocken- Bananen- Kekse. Einfach 2 reife Bananen zerdrücken und mit 140 g Haferflocken, 20 g gehackten Nüssen, 60 g gehackten Trockenfrüchten (Datteln, Pflaumen, Weinbeeren…), 2 EL Nussmus und Gewürzen wie Kakao, Zimt und Vanille vermischen. Teelöffelgroße Portionen auf ein Backblech setzen, leicht andrücken und die Kekse im Ofen bei 170 Grad etwa 20 Minuten backen. Die Kekse sind total lecker und ein gesunder Snack. Die Zutaten kann man individuell zusammenstellen und im Kühlschrank halten sich die Kekse etwa eine Woche.

Liebe Deborah, vielen Dank für den Einblick in dein persönliches „Projekt: Zuckerfrei“! :-)

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