Erfahrungsbericht zu „Projekt: Zuckerfrei“ – Interview mit Angeli

Nachdem ich während der letzten „Zuckerfrei“-Challenge Anfang des Jahres schon LindaBenjamin, Rebekka und Carina interviewt habe, habe ich auch für die aktuelle Challenge wieder Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht, die mir und euch von ihren Erfahrungen berichten. 

Den Anfang macht Angeli, die auf www.lebenmitmody.de über ihr Leben mit Mody Diabetes (Typ 3 Diabetes) schreibt. Auf ihrem Blog hat sie auch schon über die „Zuckerfrei“-Challenge berichtet. Angeli hat einen Weg gesucht, wie sie ihre Zuckersucht besiegen kann und hat sich Anfang Mai der „Zuckerfrei“-Challenge gestellt. Auf Instagram findet ihr Angeli unter @angelischimmack.

Liebe Angeli, wie definierst du dein persönliches „Projekt: Zuckerfrei“?

Ich habe schon vieles ausprobiert was meine Ernährung betrifft. Nie war ich 100% glücklich mit meiner Ernährung. Ich mag aber Herausforderungen und seit der Diabetes-Diagnose, die ein großer Schock war, wusste ich, dass ich umso mehr auf meine Ernährung achten muss. Denn ich kann mein Diabetes-Monster  durch gesunde Ernährung und Bewegung zähmen. Da ich so lange wie möglich auf Insulin oder andere Medikamente verzichten möchte, habe ich mich der Zuckerfrei Challenge gestellt. Mein persönliches „Projekt: Zuckerfrei“ war mein Kampf gegen die Achterbahn meiner Blutzuckerwerte.

Wie hast du dich vorher ernährt und was war für dich der Auslöser, deine Ernährung umzustellen und (weitestgehend) zuckerfrei zu leben?

In den vergangenen Jahren habe ich mich schon phasenweise sehr gesund ernährt. Ich war vor 5 Jahren stark übergewichtig und habe es geschafft durch gesunde Ernährung und viel Bewegung 40 Kilo abzunehmen. Hier habe ich zwar meinen Zuckerkonsum etwas reduziert. Aber darauf verzichtet habe ich nie. Durch die Diabetes-Diagnose hat sich aber alles verändert. Das komplette Verhältnis zur Ernährung hat sich von einen auf den anderen Tag verändert. Plötzlich war ich krank, obwohl es mir körperlich gut ging. Meine Diabetes-Diagnose war auf jeden Fall der Auslöser für ein weiteres umdenken und auch dafür nun ein zuckerfreies Leben zu führen.

Was war oder ist für dich die größte Herausforderung auf dem Weg in die zuckerfreie Ernährung?

Die zuckerfreie Ernährung mit meiner Umwelt in Einklang zu bringen. Seien es die Eltern, Großeltern, Schwiegereltern, Freunde oder der Mann an meiner Seite. Anfangs musste ich viel diskutieren, erklären, rechtfertigen. Das war schon teilweise super anstrengend. Mittlerweile haben aber alle begriffen, dass es mir so super gut geht. Sprüche wie “der Körper braucht aber doch ein bisschen Zucker” höre ich jetzt nur noch selten.

Welche Veränderungen hast du durch den Zuckerverzicht an dir selbst festgestellt?

Für mich besonders wichtig: gute Blutzuckerwerte. Seit Beginn der Challenge Anfang Mai musste ich mir tatsächlich keinen einzigen schlechten Blutzuckerwert notieren. Glücklicherweise ist mein Diabetes nocht nicht so stark ausgeprägt. Ich bin froh, dass ich ihn durch zuckerfreie Ernährung und Bewegung gut im Griff habe. Außerdem fühle ich mich wacher, fitter und einfach wohler. Ich kann mich besser konzentrieren und bin aufmerksamer. Mein Hautbild hat sich zum positiven verändert und auch der unangenehme Blähbauch ist verschwunden.

Butter bei die Fische: Machst du ab und an Ausnahmen?

Während der Challenge habe ich keine einzige Ausnahme gemacht. Ganz nach dem Motto: ganz oder gar nicht! Es gab auch einfach keinen Grund. Die Rezepte im Buch sind so toll und abwechslungsreich. Mittlerweile mache ich schon auch mal Ausnahmen. Wenn ich mal große Lust auf etwas “nicht cleanes” habe, dann genieße ich es auch, mal eine Ausnahme zu machen. Da ich aber weiß, dass daraus hohe Blutzuckerwerte resultieren, kann ich die Ausnahmen tatsächlich an einer Hand abzählen.

Wie gehst du mit Heißhungerattacken um – oder hast du gar keine mehr?

Als ich ungesund und unkontrolliert gegessen habe, hatte ich Heißhungerattacken. In den vergangenen Monaten kaum noch. Meist trinke ich dann eine große Tasse grünen Tee und dann war’s das mit dem Heißhunger.

Was sind deine Tipps, wie jeder die Zuckerfrei-Challenge schaffen kann?

Wirklich alles, was während der Challenge nicht erlaubt ist aus der Küche verbannen. Ansonsten: stark sein und nicht das Ziel aus den Augen verlieren.

Was ist dein zuckerfreies Lieblingsrezept?

Ganz klar der Quinoa-Flammkuchen aus dem Zuckerfrei-Buch (S. 91). Ein Traum!

Liebe Angeli, vielen Dank für die Einblicke in dein persönliches „Projekt: Zuckerfrei“! Ich bin mir sicher, dass dein Weg und deine Erfahrungen viele Leserinnen und Leser inspirieren und motivieren werden! Mehr über Angeli und ihr Leben mit Mody Diabetes findet ihr auf www.lebenmitmody.de und auf Instagram unter @angelischimmack!:-)

Im Projekt: Gesund leben Online-Shop bestellen
Bei Amazon bestellen*

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spam Schutz! Bitte löse: *