Heimische Superfoods: Grünkohl + Rezept für Grünkohlchips

Ihr Lieben, aktuell ist es hier auf dem Blog wieder etwas ruhiger, aber viele von euch wissen ja bereits: Das bedeutet, dass hinter den Kulissen noch viel mehr gearbeitet wird, als sonst! ;-) An welchen Projekten ich derzeit mit Hochdruck arbeite, erfahrt ihr dann im Dezember, versprochen! Nun aber zum eigentlichen Thema des heutigen Beitrags: Ich habe festgestellt, dass ich hier auf dem Blog noch gar nicht über mein liebstes einheimisches Winter-Superfood geschrieben habe! Wie kann das sein?! Dabei war der Grünkohl hier schon des Öfteren Thema, aber einen eigenen Beitrag habe ich ihm noch nicht gewidmet. Dafür habe ich ihn aber in meinem 3. Buch, „Clean Eating – Kochen mit Superfoods*“ ausführlich vorgestellt – dort findet ihr auch mehrere Grünkohl-Rezepte.

gruenkohl

Von der Hausmannskost zum Superfood

Grünkohl, der bei uns auch Braunkohl, Krauskohl oder Winterkohl und im Englischsprachigen „kale“ genannt wird, ist reich an den Vitaminen C, E und A und enthält die Mineralstoffe Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe und Antioxidantien machen Grünkohl zum „Superfood“.

Nun war der erste Frost endlich da (zumindest hier in Hamburg) und damit hat auch die Grünkohl-Saison begonnen, die noch bis Februar anhält! Die kalten Temperaturen sorgen dafür, dass die im Grünkohl enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt wird. Dadurch bekommt der Kohl seinen typischen leicht süßlichen Geschmack.

Meine Grünkohl-Liebe ist erst spät entfacht, denn bei uns zu Hause gab es einfach nie Grünkohl. Erst, als ich aus dem Rheinland nach Norddeutschland gezogen bin, habe ich die Grünkohl als fettige und deftige Hausmannskost kennengelernt. Mit Grützwurst („Pinkel“), Speck und Kasseler konnte ich aber nicht viel anfangen. Viel lieber mag ich Grünkohl heute als Zutat im Grünen Smoothieals Salat oder in Form von Grünkohlchips – also die gesünderen Varianten! ;-) Vor einigen Tagen habe ich übrigens auch Oldenburger Grünkohltee entdeckt, wie verrückt ist das denn? Den muss ich haben! :-)

Grüne Smoothies im Herbst und WinterGrünkohl-Salat mit CranberriesGrünkohl-Salat mit Cranberries

Grünkohlchips sind ein gesunder Snack für zwischendurch und weitaus besser als frittierte Kartoffelchips, die meist voller Geschmacksverstärker und künstlicher Aromen sind. Grünkohlchips können auch zerbröselt als Topping über den Salat gegeben werden – wahnsinnig lecker!

Grünkohlchips rohköstlich herstellen

Besonders gesund sind rohköstlich getrocknete Grünkohlchips, die nicht über 42°C erhitzt wurden. Denn durch die schonende Trocknung bleiben die Nährstoffe erhalten. Auch hitzeempfindliche Stoffe wie sekundäre Pflanzenstoffe werden so nicht zerstört. Beim Erhitzen von Lebensmitteln über 42°C werden hingegen viele Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme zerstört, weshalb die Rohkostküche ohne kochen, backen und braten auskommt.

Rohköstlich hergestellt werden können Grünkohl- oder andere Gemüsechips auf verschiedene Arten:

Dörrgerät

Wer vorhat, öfter Obst und Gemüse in der rohen Variante zu trocknen, sollte sich die Anschaffung eines Dörrgerätes* überlegen. Ich trockne die Grünkohlchips dort genauso lange, wie im Backofen (ca. 8 Stunden), das Dörrgerät ist jedoch energiesparender, als der Backofen. 

Backofen

Den Backofen auf die niedrigste Stufe (Umluft) stellen – bei mir sind das ca. 50°C. Wichtig: Die Backofentür einen Spalt breit offen lassen, so kann der Wasserdampf entfliehen (das ist wichtig, damit die Chips schön knusprig werden) und die Temperatur wird gesenkt.

Sonnengetrocknet

Dies ist die energiesparendste Methode des Dörrens. Im Sommer können Gemüsechips einfach in der Sonne getrocknet werden: Einfach ein Geschirrtuch unter und über die Gemüsechips legen, damit Insekten fern bleiben. Zugegeben, jetzt im Winter ist das Trocknen in der Sonne leider nicht drin – andere Gemüsechips, zum Beispiel aus Kartoffeln  oder Möhren lassen sich so aber auch im Sommer herstellen.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Und falls ihr lieber Grünkohlsalat statt Grünkohlchips zubereiten wollt: Darüber, wie Grünkohl-Salat zubereitet wird, habe ich hier schon ausführlich geschrieben. Und falls ihr mein Baukasten-System für Salat noch nicht kennt, schaut euch auch dieses einmal an.

Rohköstliche Grünkohlchips 
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Rohköstliche Grünkohlchips 
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Portionen Vorbereitung Wartezeit
1 10Minuten 8Stunden
Portionen Vorbereitung
1 10Minuten
Wartezeit
8Stunden
Zutaten
Portionen:
Zutaten
Portionen:
Anleitungen
  1. Den Grünkohl waschen und trocken schleudern. Den Strunk entfernen und die Blätter in mundgerechte Stücke reißen. Den Grünkohl in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, Salz und ggf. weiteren Gewürzen vermengen.
  2. Den Grünkohl auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen, zwischen den einzelnen Chips genügend Platz lassen. Im Backofen auf niedrigster Stufe (Umluft) ca. 8 Stunden bei geöffneter Backofentür trocknen.

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