Buchtipps: Zuckerfreie Weihnachtsbäckerei und mehr

Eine Frage wird in der „Projekt: Zuckerfrei“-Facebook-Gruppe derzeit gefühlt tagtäglich gestellt: Nämlich die nach zuckerfreien Weihnachtsrezepten. Ist ja auch kein Wunder, denn die Weihnachtszeit steht vor der Türe und so komplett auf Kekse und Co. zu verzichten macht ja auch keinen Spaß.

Allgemeine Tipps zum Backen nach dem Clean-Eating-Konzept habe ich in diesem Beitrag für euch notiert. Und Anfang des Jahres habe ich in euch bereits einige Bücher zum zuckerfreien Backen vorgestellt. In diesem Beitrag habe ich wieder einige Buchtipps für euch, dieses Mal zur zuckerfreien Weihnachtsbäckerei. Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, wie genau er „zuckerfrei“ für sich definiert – deshalb habe ich immer dazu geschrieben, welche Süßungsmittel zum Einsatz kommen. Komplett auf alternative Süßungsmittel zu verzichten kann ich beim Backen nicht empfehlen – denn das schmeckt und funktioniert einfach nicht (mehr dazu findet ihr in meinem Beitrag über zuckerfreies backen).

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Nicht alle Bücher sind reine Weihnachtsbackbücher, sie enthalten aber zumindest weihnachtliche Rezepte.

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„Süß & gesund – Weihnachten“ von Stefanie Reeb

In „Süß & gesund – Weihnachten“* sind 35 Weihnachtsrezepte enthalten, die allesamt ohne Weizenmehl, weißen Zucker, Eier und Milchprodukte auskommen. Überrascht wurde ich vom kleinen Format des Buches, auf das ich aber schon aufgrund des niedrigen Buchpreises und der Anzahl der Rezepte hätte schließen können. Da der Vorgänger, „Süß & gesund“* viel umfassender ist, habe ich damit gar nicht gerechnet. Das Format tut dem Inhalt aber natürlich keinen Abbruch! Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um ein reines Weihnachtsbackbuch. Mich sprechen insbesondere das Quinoa-Krokant, die Bratapfelkekse und die Matcha-Pistazien-Rauten an. Gesüßt wird mit Kokosblütenzucker, Birkenzucker (Xylit), Ahornsirup und Trockenfrüchten.

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„Anders backen zu Weihnachten“ von Anja Haider-Wallner und Ulli Goschler

Nach einem umfassenden Einleitungsteil, in dem die verwendeten Zutaten vorgestellt werden, folgen in „Anders backen zu Weihnachten“* 60 Rezepte mit vollwertigen Mehlen (Emmer, Einkorn, Kamut und Dinkel, außerdem glutenfreie Varianten mit Buchweizen, Reis oder Mais). Als Zuckeralternativen werden Birkenzucker, Vollrohrzucker, Kokosblütenzucker, Apfelsüße, Honig, ayurvedischer Zucker und Trockenfrüchte verwendet. Auch vegane Rezepte sind enthalten. Klassiker wurden neu interpretiert, z.B. Vanillekipferl, Lebkuchen, Bratäpfel und Weihnachtsstollen, aber auch Rezepte, die ich bisher nicht kannte, sind enthalten. Beispielsweise Mohn-Himbeer-Kuchen im Glas und eine Maroni-Honigcreme mit Dinkelkeksen. Das Design des Buches ist zwar nicht „meins“ und es werden immer noch viele Zuckeralternativen verwendet – nichtsdestotrotz habe ich einige schöne Anregungen gefunden, wandle die Rezepte jedoch ab. Hinzu kommt, dass in meinen Augen nicht alle Rezepte weihnachtlich sind – aber das ist ja Ansichtssache und das Buch heißt schließlich auch „Anders backen zu Weihnachten“! :-)

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„Clean Baking – Natürlich kochen“ von Kathrin Runge

Das Design des neuen Buches von Kathrin Runge kommt euch vielleicht bekannt vor – es ist quasi der Nachfolger meiner Bücher „Clean Eating – Natürlich kochen“* und „Clean Eating – Kochen mit Superfoods“*. „Clean Baking“* ist kein reines Weihnachtsbackbuch, aber es sind mehrere Weihnachtsrezepte enthalten, zum Beispiel ein Weihnachtsstollen, Gewürzkuchen im Glas, Kakao-Kipferl mit Kardamom und Lebkuchen. Und auch die „nicht-weihnachtlichen“ Rezepte wie Ingwer-Happen mit Macadamianüssen, Mini-Zimtschnecken mit Kamut, Zwetschgenkuchen mit Marzipan und die Cupcakes mit Rhabarberherz machen Lust auf mehr. Statt Haushaltszucker kommen Vollrohrzucker, Ahorn- und Reissirup, Kokosblütenzucker und Trockenfrüchte zum Einsatz, außerdem viele Nüsse, Kokosöl, Vollkorndinkel-, Mandelmehl und mehr. Auch in „Clean Baking“ gibt es vorweg einen Theorieteil mit vielen nützlichen Informationen rund um das „cleane backen“.

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„Less Sugar – Natürlich süßer Genuss“ von Christina Richon

Auch „Less Sugar“* ist kein Weihnachtsbackbuch und es sind auch keine expliziten Weihnachtsrezepte genannt. Dennoch gibt es einige Rezepte, die ich durchaus in der Weihnachtszeit sehe, beispielsweise das Kardamom-Zimt-Eis und die Mousse au chocolat mit Zimt-Dattel-Orangen. Darüber hinaus gibt es viele Rezepte, die mich sofort angezogen haben, wie Apfelküchle mit Federweißerschaum, Marzipan-Pflaumen-Cake mit Honig-Zimt-Sahne und der Carrot Cake mit Frischkäse-Orangen-Creme. Gesüßt wird mit Birkenzucker (Xylit), Kokosblütenzucker, Honig und Ahornsirup, Birnendicksaft, Traubensirup, Apfelkraut und Dörrobst. Auch das Design des Buches finde ich super und die Fotos sind toll – nur die Titel der Rezepte sind etwas schwer zu lesen, weil sie hochkant gedruckt sind.

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„Balanced Baking“ von Mara Hörner

Auch „Balanced Baking“* startet mit einer Warenkunde. Zum Einsatz kommen Dinkel-, Buchweizen-, Hafer-, Kokos- und Süßlupinenmehl, Proteinpulver, Trockenfrüchte, Nüsse, Apfelmus, Kokosöl, Lein- und Chiasamen, Mandelmus und als Süßungsmittel Agavendicksaft, Ahorsirup, Apfeldicksaft, Birkenpuderzucker, Dattelsirup, Honig, Kokosblütenzucker, Muscovadozucker, Rohrohr- und Vollrohrzucker. Die Rezepte sind unterteilt in Frühstück, Kuchen, „Klein & fein“ und „No bake“. Mich sprechen besonders das Apfel-Zimt-Brot, die Mandel-Bananen-Pancakes, die große Karotten-Zimt-Schnecke und der Pistazienkuchen mit Kardamom. „Balanced Baking“* ist ebenfalls kein Weihnachtsbackbuch, aber auch hier habe ich Rezepte gefunden, die sich für die Weihnachtszeit eignen, wie den Pumpkin Pie und den Walnuss-Karotten-Kuchen. Für meinen Geschmack kommt in vielen Rezepten noch zu viel Zucker vor, hier würde ich selbst experimentieren und die Zuckermenge reduzieren bzw. ersetzen. Auch Proteinpulver verwende ich selbst nicht, aber mich haben trotzdem sehr viele Rezepte angesprochen.

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