Studienbeginn: Weshalb viele Studenten im ersten Semester zunehmen

Für viele fängt in diesen Tagen ein neuer Lebensabschnitt an: das Studium. Ich begann 2009 mit meinem Studium, ganze 7 Jahre ist das schon her, Wahnsinn! In diesen Tagen ist meine Schwester „Ersti“ – ein schöner Anlass, zwei Artikel zum Thema „Studienbeginn und Ernährung“ zu schreiben. In diesem Beitrag geht es – wie der Titel schon verrät – darum, dass viele Studenten im ersten Semester zunehmen. Wobei dies genau genommen nicht nur bei Studenten der Fall ist, sondern bei vielen jungen Erwachsenen, die von zu Hause ausziehen und plötzlich auf sich alleine gestellt sind. Im nächsten Beitrag, der schon morgen erscheint, verrate ich euch dann, wie ihr euch auch mit kleinem (Studenten-) Budget gesund ernähren könnt.

pancakes

Auch ich habe während des Studiums zugenommen

Dass ich selbst während meines Studiums einige Kilos zugenommen habe, habe ich bereits mehrfach hier auf dem Blog geschrieben und auch in Interviews ist dies immer wieder Thema, wenn es darum geht, wie ich eigentlich zum Clean Eating gekommen bin. Das war nämlich so: Meine Eltern haben immer sehr darauf geachtet, dass wir uns gesund ernähren. Süßigkeiten gab es zwar auch, aber vorher musste zumindest immer ein Apfel pro Tag gegessen werden und auch die Balance zu halten war meinen Eltern wichtig. Wir haben viel Sport gemacht und uns bewegt, viel Obst und Gemüse gegessen.

Dann zog ich von zu Hause aus und war plötzlich auf mich allein gestellt. Meine Eltern, die bis dahin auf meine Ernährung achteten, waren auf einmal weit weg, ich war selbst für Einkauf und kochen verantwortlich. Die regelmäßigen Fahrradtouren, die wir immer unternahmen, fielen ebenfalls weg. Stattdessen standen Mensaessen, Fast Food und Fertiggerichte auf meinem Speiseplan – also all die „leckeren“ und bequemen Sachen, die es zu Hause nie (bzw. nur selten) gab. Hinzu kam längeres Sitzen in der Uni und am Schreibtisch, als ich es aus der Schule kannte (sprich: kaum Bewegung). Das Ende vom Lied: ich hatte etwa 5-6 Kilo mehr auf den Rippen, als während des Abiturs. Und so geht es nicht nur mir, sondern sehr vielen anderen Studienanfängern auch (mehr zum Thema „Gewichtszunahme im Studium“ findet ihr im WELT-Artikel „Erstsemester werden extrem schnell dicker“).

Dann hat es „klick“ gemacht…

Mir wurde dann irgendwann bewusst, dass es als angehende Gesundheitswissenschaftlerin vielleicht nicht schlecht wäre, eine gewisse Vorbildfunktion zu haben, außerdem fühlte ich mich natürlich wegen der zusätzlichen Kilos unwohl, aufgrund der schlechten Ernährung fühlte ich mich außerdem oft schlapp und träge.

Also machte ich mich zunächst online auf die Suche nach Informationen zu einer gesunden Ernährung. Da ich zu dieser Zeit sehr viele Beauty- und Modeblogs las und das Medium „Blog“ schon damals sehr mochte, schaute ich natürlich nach, ob es gute Ernährungsblogs gibt. Damals gab es aber kaum deutschsprachige Blogs zum Thema Ernährung bzw. zum Thema Gesundheit ganz allgemein. Auf englischsprachigen Blogs wurde ich dann fündig und stieß auf das Clean-Eating-Konzept. 2011 begann ich dann, meine Ernährung wieder umzustellen und selbst über Clean Eating und andere Gesundheitsthemen zu bloggen.

Die Balance muss stimmen

Ihr wisst ja, dass ich eine sehr entspannte Einstellung zum Thema „Ernährung“ habe (lest dazu auch meine Artikel „Cheat Days und die 80:20-Regel“ und „Der Zwang, gesund zu essen: Orthorexia nervosa“). So sollte es meiner Meinung nach auch während des Studiums sein – wie in allen anderen Lebensphasen auch. Achtet einfach darauf, dass die Balance stimmt. Greift in der Mensa also auch mal zum Salat und noch besser: kocht viel selbst – natürlich frisch und nicht mit Fertigprodukten. Das muss nicht teuer sein – darum geht es, wie eingangs schon geschrieben, im morgigen Beitrag.

2 Comments

  • Arne sagt:

    Ja, dem kann ich nur zustimmen. Als Student nimmt man zu. Ein weiterer Faktor dahingehend waren auch die unzähligen Partyabenden, die in der Studienzeit folgten. Viele vergessen eben, dass Alkohol auch eine Gewichtszunahme begünstigt (oder eher den Hunger auf „mehr“).

    Nur die wenigsten Studenten sind vom Gewicht her konstant geblieben (eher die „Spargeltarzane“), während die meisten alle mindestens drei Kilogramm zu nahmen. Schön zu lesen, dass auch Du die Ernährung danach allmählich umgestellt hast und nun gesünder lebst.

    MfG

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