Roadtrip durch Kalifornien, Arizona und Nevada

Wow! So schnell vergeht die Zeit! Ich war im September drei Wochen im USA-Urlaub und bin nun schon seit zwei Wochen wieder zurück in Deutschland. Der Jetlag ist überwunden, die liegengebliebene Arbeit „abgearbeitet“ und nun kann es hier auf dem Blog auch endlich weitergehen! Ich habe das Bloggen sehr vermisst, das könnt ihr mir glauben. 

In diesem Beitrag erzähle ich euch von meinem Urlaub und stelle zunächst unsere Route und einige Erlebnisse der Reise vor, zudem wird es noch einzelne Beiträge zu anderen Reiseerlebnissen geben, die ich in den nächsten Wochen noch ausführlicher „beleuchten“ möchte! :-) Ich habe schon während der Reise so viele Fragen dazu bekommen und hoffe, sie mit diesem Beitrag beantworten zu können.

Kleine Vorwarnung: Der Beitrag ist sehr lang geworden und enthält sehr viele Fotos – wer Reisen oder die USA also blöd findet oder unter akutem Fernweh leidet, liest besser nicht weiter! ;-) Wer doch dabei bleibt: „California“ von Phantom Planet in Dauerschleife anschmeißen und dann viel Spaß beim Lesen und Träumen!

Vorweg eine kurze Zusammenfassung: Wir haben so viele Kontraste erlebt, die ich immer noch nicht verarbeitet habe: wir waren in Millionenstädten, in der Wüste und haben atemberaubende Natur gesehen. Wir sind den Highway No. 1 und die Route 66 entlang gefahren, haben in einem typisch amerikanischen Diner gefrühstückt (ok, in mehreren ;-)), wir sind durch die Hollywood Hills und den Grand Canyon gewandert, haben dort einen Regenbogen und Elche gesehen und haben gefühlt Tausende Male „Cake by the ocean“, „Can’t stop the feeling“ und „Cheap Thrills“ im Radio gehört – und gefühlt alle Folgen der drei ???, die ja passenderweise in der Nähe von Los Angeles spielen. 

Die Fotos können leider gar nicht zeigen, wie schön die Gegend tatsächlich ist und wie atemberaubend dieser Roadtrip war – wenn ihr noch nie dort wart und irgendwann die Möglichkeit haben solltet – macht es! :-) Ich habe übrigens versucht, nicht die gleichen Fotomotive zu zeigen, wie im letzten Jahr, damit sich nicht allzu viel doppelt.

Aber zuerst ein kurzer Rückblick…

Nachdem wir letztes Jahr unsere Hochzeitsreise bereits in den USA verbrachten und einen Roadtrip durch Kalifornien machten und anschließend noch eine Woche auf Hawaii und zwei Nächte in Seattle waren, stand schnell fest: wir kommen wieder. Die Reise war so unglaublich, dass wir unbedingt wieder nach Kalifornien wollten – und uns Anfang September wieder auf den Weg machten. Nach Hawaii wollen wir auch wieder, aber das heben wir uns für ein anderes Mal auf. 

Hier aber erst einmal die Beiträge zu unserer Hochzeitsreise im letzten Jahr:

Unsere Route durch Kalifornien, Arizona und Nevada

Klar war für uns bei der Reiseplanung in diesem Jahr direkt: Wir wollen wieder von San Francisco nach Los Angeles fahren – aber wir wollen noch mehr sehen und unsere Route erweitern, gleichzeitig an manchen Orten mehr Zeit verbringen. Wie im letzten Jahr hatten wir auch dieses Jahr wieder knapp drei Wochen Zeit (20 Tage mit den Flügen), aber da Hawaii und Seattle wegfielen, hatten wir entsprechend mehr Zeit für den Roadtrip:

Tag 1: San Francisco
Tag 2: San Francisco
Tag 3: San Francisco
Tag 4: Napa Valley, Livermore
Tag 5: Half Moon Bay
Tag 6: Santa Cruz
Tag 7: Monterey
Tag 8: Pismo Beach
Tag 9: Pismo Beach
Tag 10: Santa Barbara
Tag 11: Los Angeles
Tag 12: Los Angeles
Tag 13: San Diego
Tag 14: Needles
Tag 15: Williams (Grand Canyon)
Tag 15: Williams (Grand Canyon)
Tag 16: Las Vegas
Tag 17: Las Vegas
Tag 18: Mammoth Lakes
Tag 19: San Francisco

Vorwegnehmen kann ich schon einmal: 19 bzw. 20 Tage waren zu wenig, was wir aber vorher schon wussten. Schlauer wäre es vielleicht gewesen, nur bis Las Vegas zu fahren und von dort aus zurück zu fliegen, aber wir wollten gerne eine richtige Rundreise machen. Beim nächsten Mal sind wir schlauer – denn ein nächstes Mal wird es mit Sicherheit geben!

San Francisco

Wir starteten unsere Reise erneut in San Francisco. Mit der Lufthansa flogen wir, genau wie letztes Jahr, von Hamburg über Frankfurt nach San Francisco, wieder mit dem A380, dem größten Passagierflugzeug der Welt. Ein tolles Erlebnis war das, auch wenn ich schon zweimal damit geflogen bin. Auf dem Hinflug flogen wir wieder in der Premium Economy, die ich euch nur ans Herz legen kann. Das investierte Geld lohnt sich bei so einem 11,5 Stunden-Flug sehr (mehr dazu und Infos zum Rückflug findet ihr weiter unten ;-)).

In San Francisco verbrachten wir zunächst drei Tage – genau wie letztes Jahr. Für uns die optimale Zeit, um San Francisco in Ruhe zu erkunden. Wir hatten ausreichend Zeit, um all die Touristenattraktionen zu besuchen (Fishermen’s Wharf, Pier 39, Golden Gate Bridge, Sausalito…). Wir sind außerdem durch Haight-Ashbury spaziert, haben die Painted Ladies angeschaut und waren – natürlich – bei Whole Foods und hatten ausreichend Zeit zum Shoppen ;-). Dieses Mal haben wir direkt am Union Square übernachtet (letztes Jahr beim Golden Gate Park), was optimal war. Wir mögen San Francisco sehr und kommen wieder! Am letzten Tag in San Francisco holten wir unseren Mietwagen ab (wir haben beide Jahre bei Avis am Union Square gemietet und sind absolut zufrieden). Autofahren in San Francisco ist echt nichts für schwache Nerven. Die Stadt hat wahnsinnig viele Hügel und eine Steigung von über 30% ist keine Seltenheit.

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Napa Valley und Livermore

Von San Francisco aus fuhren wir dann über die Golden Gate Bridge ins Napa Valley und anschließend nach Livermore. Ursprünglich wollten wir im Napa Valley, dem bekannten Weinanbaugebiet nördlich bzw. nord-östlich von San Francisco, eine Weinprobe machen und dort übernachten. Im September herrscht im Napa Valley wegen der Ernte aber Hochsaison und es war drei Monate vorher unmöglich, noch ein Hotelzimmer mit akzeptablem Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Der September war wohl allgemein nicht der beste Reisemonat – im Vergleich zum Vorjahr (Oktober) waren alle Hotels im Durchschnitt 10% teurer. Also beschlossen wir, uns das Napa Valley nur anzuschauen – die Weinberge sind traumhaft!

napa-valleyNach einem kurzen Aufenthalt fuhren wir weiter nach Livermore, wo wir auch letztes Jahr schon übernachteten. In Livermore gibt es ein riesiges Outlet (San Francisco Premium Outlet), aber sonst nicht viel. Diesen Stop hätten wir uns sparen können – letztes Mal war das Outlet noch ganz interessant, beim zweiten Mal aber nicht mehr – nur im Yankee Candle Store haben wir uns länger aufgehalten! ;-) Aber hinterher ist man ja immer schlauer.

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Half Moon Bay

Am nächsten Tag ging es dann endlich an die Küste, nach Half Moon Bay. Hier sind wir letztes Jahr nur durchgefahren und haben einen kurzen Stop gemacht. Dieses Mal wollten wir uns das kleine Städtchen etwas genauer anschauen und blieben eine Nacht. Übernachtet haben wir im Cypress Inn on Miramar Beach und alleine dieses kleine Hotel war den Stop absolut wert – eine der schönsten Unterkünfte auf unserer Reise! Wir hatten ein tolles, großes Zimmer mit Meerblick und konnten abends das Fenster offen lassen und haben das Rauschen des Pazifiks gehört – besser geht’s nicht! :-) Zudem gab es abends Käse und Wein und morgens ein hervorragendes Frühstück, alles inklusive.

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Santa Cruz 

Von Half Moon Bay fuhren wir dann nach Santa Cruz. Santa Cruz… was soll ich sagen? Letztes Jahr hat es uns nicht besonders gut gefallen, aber wir wollten der Stadt eine zweite Chance geben, denn ich habe schon so oft gehört, dass Leute Santa Cruz lieben.

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Nach dem ersten Kaffee stellte sich die Frage, was wir nun mit dem Rest des Tages anfangen sollten. Unsere Unterkunft war perfekt gelegen – zwischen Downtown und dem Beach Boardwalk, beides konnten wir in fünf Minuten zu Fuß erreichen. Also zurück zum Hotel und von dort aus zum Strand bzw. zum Beach Bordwalk. Der Santa Cruz Beach Boardwalk ist der älteste Vergnügungspark Kaliforniens – im September und Oktober, als wir dieses und letztes Jahr dort waren, ist er allerdings nur am Wochenende geöffnet. Einerseits schade, andererseits bin ich auch in Deutschland kein Fan von Kirmes und Co. und brauche solche Attraktionen dann auch im Urlaub nicht. Interessiert hätte mich aber, ob die frittierten Oreos tatsächlich gekauft werden:

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Da uns die Stadt nicht sonderlich zusagte, schauten wir auf Tripadvisor nach, was man in Santa Cruz noch unbedingt gesehen haben muss: Touristenattraktion Nummer 1 ist der West Cliff Drive, den wir dann noch entlangfuhren, was sehr schön war. Dann kam der Hunger und wir fuhren zu Whole Foods, holten uns Abendessen und fuhren zurück an den West Cliff Drive – dort stehen überall Bänke und wir konnten mit Blick auf den Pazifik zu Abend essen.

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Monterey

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter dann von Santa Cruz nach Monterey. Schon letztes Jahr sind wir von Santa Cruz aus zunächst nach Gilroy gefahren, in die „Knoblauchhauptstadt der Welt“ – dort wird Knoblauch angebaut und es gibt ein riesiges Premium Outlet, das aber für uns genauso langweilig war, wie das Outlet in Livermore. Da ich aber Knoblauch liebe und der Duft über der ganzen Stadt liegt, wollte ich dieses Mal irgendwo anhalten und ein leckeres Knoblauch-Gericht essen. Wir mussten dann aber schnell feststellen, dass Gilroy keine schöne Stadt ist, und so fuhren wir weiter nach Castroville, der „Artischocken-Hauptstadt der Welt“! ;-)

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Ein nettes Lokal, in dem wir Artischocken essen konnten, fanden wir aber auch nicht – und Castroville ist auch nicht sonderlich schön.

Also fuhren wir schließlich weiter nach Monterey. Dort haben wir letztes Jahr nicht übernachtet, sondern sind direkt bis Pismo Beach durchgefahren, wo wir dann erst spät abends ankamen. Das wollten wir dieses Mal entschleunigen und planten die Nacht in Monterey ein – auch, um das Städtchen zu erkunden. Wir gingen die Cannery Row entlang und die Wharf und fanden Monterey sehr schön – ein Tag dort hat aber gereicht.

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Big Sur, Pismo Beach

Dann ging es weiter bis Pismo Beach. Die Strecke zwischen Monterey und Pismo Beach, den Highway No. 1 runter entlang des Küstenabschnitts Big Sur ist einfach nur atemberaubend schön.

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Letztes Jahr hatten wir in Pismo Beach nur wenig Zeit, uns gefiel die kleine Stadt aber so gut, dass wir dieses Mal zwei Nächte in den Pismo Beach Lighthouse Suites einplanten. Ich würde fast sagen, Pismo Beach ist eine unspektakuläre Kleinstadt, aber vielleicht macht gerade das den Reiz aus. Wir würden beim nächsten Besuch auf jeden Fall gerne noch länger dort bleiben. Hier sind wir dann an den Strand gegangen, haben die Zeit auf dem Pier und in Cafés genossen, Sonnenuntergänge und Sternschnuppen gesehen und sehr lecker gegessen (dazu im nächsten Urlaubs-Blogpost mehr).

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Santa Barbara

Am nächsten Tag fuhren wir von Pismo Beach weiter nach Santa Barbara und machten dazwischen mehrere Stops, zum Beispiel bei den Seelöwen:

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Und außerdem in Solvang, einem dänischen Dort mitten in Kalifornien – total verrückt. Überall hingen dänische Flaggen, standen Windmühlen und Fachwerkhäuser. Als wir dort waren, war es in Solvang leider unerträglich heiß und wir fuhren schnell weiter.

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Nachmittags kamen wir dann in Santa Barbara an und fuhren zunächst zu unserer Unterkunft, dem Secret Garden Inn & Cottages. Das Inn habe ich ausgesucht und ehrlich gesagt eher auf den Namen geachtet, als auf Bewertungen oder Fotos. Deshalb hatte ich dann etwas Angst, eine blöde Unterkunft gewählt zu haben, aber es hat uns dort sehr gut gefallen. Das Secret Garden Inn hat einen wunderschönen Garten mit Kaki-Bäumen, ein sehr leckeres Frühstück und das Beste war: wir hatten eine kleine Veranda mit eigenem Whirlpool! Das wussten wir vor unserer Ankunft nicht und haben uns dementsprechend gefreut. Der Rest des Tages sah also so aus: Wir fuhren schnell zur Wharf, spazierten einige Meter dort entlang, fuhren dann zu Whole Foods, deckten uns mit Abendessen und Wein ein und verbrachten den Abend unter kalifornischer Sonne im Whirlpool. Perfekt!

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Los Angeles

Los Angeles war im letzten Jahr schon keine Liebe auf den ersten Blick – und auch dieses Mal hat uns die Metropole nicht überzeugt. Mein Mann hätte am liebsten gar keinen Halt dort gemacht. Ich muss aber zugeben, dass ich LA trotzdem noch eine weitere Chance geben würde – denn ich verstehe einfach nicht, was so viele Menschen an dieser Stadt lieben und würde es gerne herausfinden! ;-) Die Cafés und Restaurants dort sind klasse, keine Frage. Aber der Rest? Puh. Ich hatte dennoch einige Punkte, die ich in Los Angeles gerne „abhaken“ wollte, aber anschließend wussten wir schnell nichts mehr mit uns anzufangen. Wir hatten 2,5 Tage Zeit, LA erneut zu erkunden, aber die Stadt ist einfach nicht „unsere“. Übernachtet haben wir im Mama Shelter, einem tollen Designhotel mitten in Hollywood, nur fünf Gehminuten vom Walk of Fame entfernt. In der Mittagszeit war es dann aber viel zu heiß, bei knapp 40°C macht es keinen Spaß mehr, draußen zu sein. Letztes Jahr sind wir einfach ins Kino gegangen, dieses Jahr lief leider kein Film, der uns zusagte. Enttäuscht wurde ich vom Original Farmer’s Market – ich habe einen tollen Markt erwartet und landete in einer riesigen (outdoor) mall. Also wollten wir anschließend nach Downtown, dort waren wir letztes Jahr nicht. Nachdem wir die Hauptstraßen einmal abgefahren sind, stand aber schnell fest: hier wollen wir auf gar keinen Fall aussteigen, wir fahren weiter. Bevor wir in LA ankamen, wollten wir eigentlich nach Malibu und Santa Monica, aber es war Samstag und beide Städte rappelvoll. Wir bekamen keinen Parkplatz und fuhren weiter nach LA. Nun hatten wir also nochmal die Chance, beide Städte zu besuchen, da wir Zeit hatten – ein Stau hinderte uns dann jedoch daran und wir fuhren zurück nach Hollywood und haben die Zeit in Cafés und Restaurants verbracht.

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San Diego

Als wir Los Angeles verließen, begann der richtig spannende Teil der Reise – denn ab diesem Zeitpunkt war alles neu für uns – erst zum Ende des Roadtrips sahen wir dann wieder Altbekanntes. Die Strecke zwischen Los Angeles und San Diego war nicht mehr ganz so schön, wie den Highway No. 1 entlang zu fahren. Einen Stop hatte ich mir auf der Strecke noch ausgesucht: ich wollte einen Meditationsgarten besuchen – mehr dazu in einem gesonderten Beitrag.

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San Diego selbst hat uns sehr gut gefallen. Leider hatten wir auch hier zu wenig Zeit (nur eine Übernachtung  und wir kamen nachmittags an und mussten am nächsten Morgen früh los, da wir eine lange Fahrt vor uns hatten). Übernachtet haben wir mitten in der Innenstadt, im bekannten Gaslamp Quarter. Unser Hotel, das Hotel Z-Pineapple, war perfekt gelegen, nur wenige Meter vom PETCO-Park, dem Baseballstadion in San Diego, wo just an diesem Abend auch ein Spiel stattfand! Auf den ersten Blick hat San Diego uns sehr gut gefallen und wir wollen unbedingt wieder dorthin und die Stadt noch besser kennenlernen! :-)

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Needles, Williams, Grand Canyon

Am nächsten Tag fuhren wir von San Diego bis Needles – eine langweilige Kleinstadt, in der wir auf dem Weg zum Grand Canyon einfach übernachten mussten, weil die Strecke sonst zu weit gewesen wäre. Es hat fast die ganze Zeit geregnet und so haben wir auf Stops im Joshua Tree National Park und in Palm Springs verzichtet.

Von Needles aus fuhren wir dann nach Williams (ein Teil der Strecke ging über die Route 66, die wir später noch öfter entlang fuhren), wo wir übernachteten. Tja, und was soll ich zum Grand Canyon sagen? Atemberaubend. Diese Ruhe und Weite ist unbeschreiblich und mitten durch den Nationalpark fließt der Colorado River. Zwei Nächte in Williams und zwei Besuche im Nationalpark waren definitiv zu wenig. Wir hätten gerne mehr Zeit zum Wandern und Erkunden gehabt. Beim nächsten Mal…

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Hoover Dam, Las Vegas

Von Williams aus fuhren wir dann weiter nach Las Vegas. Auf dem Weg machten wir noch einen Stop beim Hoover Dam, einer Talsperre, die sich auf der Grenze zwischen den Bundesstaaten Arizona und Nevada befindet. Zunächst fährt man über die riesige Brücke, die aber mit Sichtschutz ausgestattet ist, weil sonst wahrscheinlich sehr viele Auffahrunfälle passieren würden, bei dem Ausblick:

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In Las Vegas angekommen, wusste ich schnell: auch das ist nicht „meine Stadt“. Es war interessant, mal dort gewesen zu sein, die Casinos zu besuchen und so weiter – statt zwei Nächten hätte mir hier aber auch eine gereicht. Die Stadt ist tatsächlich hauptsächlich „Schein“ und Show – und wer schon mal in Paris war, lacht über den nachgebauten Eiffelturm! ;-)

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Death Valley

Von Las Vegas aus ging es weiter durch den Death-Valley-Nationalpark bis nach Mammoth Lakes. Es war wahnsinnig heiß (knapp 40°C!) und streckenweise musste man sogar die Klimaanlage wegen Überhitzungsgefahr ausstellen. Wasser sollte man sowieso immer ausreichend dabei haben, schließlich fährt man mitten durch die Wüste. Man kann hier tatsächlich meilenweit fahren, ohne einem Menschen zu begegnen.

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Auf den Fotos oben seht ihr die Mesquite Flat Sand Dunes im Death Valley. Hier wurden endlich alle „Wüsten-Klischees“ bedient – ich war nämlich schon etwas traurig, weil ich mir die Wüste komplett anders vorgestellt habe, als sie tatsächlich aussah. Statt riesigen Sanddünen wie hier, bestand der größte Teil der Wüste, durch die wir gefahren sind (z.B. die Mojave-Wüste) aus Gebirge (die Mojave-Würste ist eine Regenschattenwüste).

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Auf dem Foto oben seht ihr den Zabriskie Point, ein Aussichtspunkt im Death Valley. Dort sieht man die Sedimente des ehemaligen Furnace Creek Lake, der vor fünf Millionen Jahren ausgetrocknet ist.

Mammoth Lakes, Yosemite Nationalpark, San Francisco

Spät abends kamen wir dann in Mammoth Lakes ein, einem kleinen Ort, in dem wir eigentlich nur übernachten wollten, nachdem wir an diesem Tag viele Meilen gefahren sind. In Mammoth Lakes wurden wir von diesem wunderbaren Sonnenuntergang begrüßt:

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In unserer Unterkunft angekommen, erfuhren wir von den Besitzern der Lodge, in der wir übernachteten, dass wir die Stadt auf keinen Fall verlassen dürfen, ohne uns die Twin Lakes angesehen zu haben. Also machten wir uns am nächsten Morgen mit unserem Gepäck auf die Weiterfahrt und hielten zunächst beim Bäcker, der uns empfohlen wurde, holten uns Kaffee und Essen und fuhren zu den Twin Lakes. Der Blick war atemberaubend, das Foto kann dies gar nicht wiedergeben. „Hinter mir“ ist nämlich noch ein weiterer riesiger See, der andere Zwilling! ;-)

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Wir wären gerne etwas länger dort geblieben, aber die Zeit ließ es leider nicht zu, denn an diesem Tag mussten wir noch nach San Francisco fahren. Also schauten wir uns noch schnell den Horseshoe Lake, Lake Mamie und Lake Mary an (alle in unmittelbarer Nähe zu den Twin Lakes) und fuhren dann weiter in Richtung Yosemite Nationalpark.

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Bevor wir in den Nationalpark fuhren, machten wir noch einen Halt beim June Lake Loop und am Mono Lake, die sich sehr nah am Eingang des Parks befinden (Tioga Pass).

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Über den Tioga Pass (der leider letztes Jahr gesperrt war, als wir dort waren), fuhren wir dann zurück nach San Francisco.

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Die Dürre, Waldbrände und Tornados in Kalifornien

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Wetter, der Dürre und den Waldbränden in Kalifornien, von denen ja auch bei uns in den Medien immer mal wieder die Rede ist. In Kalifornien herrschen seit Jahren verheerende Waldbrände und das Wasser ist knapp, die Dürre allgegenwärtig. In den Hotels wird sowieso darauf hingewiesen, dass man das Wasser nur sparsam verwenden soll und selbst auf den Highways sind Anzeigetafeln, die zur Achtsamkeit mahnen. Wie nah die Waldbrände uns zeitweise waren, wurde uns dann an zwei Orten bewusst – man denkt ja immer, solche Dinge sind weit weg. Zum ersten Mal konfrontiert wurden wir damit bei Big Sur, als wir den Julia Pfeiffer Burns National Park besuchen wollten. Der Park war komplett geschlossen und Autofahrer wurden überall darauf hingewiesen, zügig weiter zu fahren und nicht stehen zu bleiben. Bei einem Stop in einem Café einige Meilen hinter den Hinweisen erfuhren wir dann, dass das Feuer direkt hinter dem Park lodert(e). Am letzten Tag vor unserem Abflug fuhren wir durch den Yosemite Nationalpark zurück nach San Francisco – und sahen plötzlich nur wenige Meilen von uns entfernt einen riesigen Waldbrand bei Moccasin. Überall war Rauch und auch das Feuer konnten wir vom Auto aus sehen. Löschflugzeuge waren über dem Feuer und viele Löschfahrzeuge kamen uns entgegen – später erfuhren wir dann, dass das Feuer nur knapp eine Stunde, bevor wir dort vorbeifuhren, ausgebrochen war. Zum Glück kam niemand bei diesem Brand ums Leben und auch Häuser waren nicht betroffen – aber die Natur wird natürlich zerstört. Bereits im Yosemite Nationalpark sahen wir riesige Flächen mit abgebrannten Bäumen. Und als wäre das noch nicht genug, haben wir eine weitere Naturgewalt mitbekommen: Mitten in der Wüste und einige Meilen vom Waldbrand beim Yosemite Nationalpark entfernt sahen wir plötzlich zwei Tornados. Wahnsinnige Naturgewalten, die ich erst einmal verarbeiten musste.

Der Rückflug

Auf dem Rückflug hatten wir den Luxus, in der Business Class zurück nach Hamburg zu fliegen – einem Meilenupgrade sei Dank! Es war ohne Frage eine Erfahrung (die mein Mann schon vor mir gemacht hatte und seitdem am liebsten nie mehr Economy fliegen würde), aber ich brauche das nicht jedes Mal – hätten wir die Tickets mit „richtigem Geld“ statt Meilen bezahlt, hätte ich mich geärgert, denn Preis-Leistung haben für mich nicht gestimmt. Ein großer Luxus ist natürlich, dass man seinen Sitz komplett verstellen und somit sogar liegen und somit auch gut schlafen kann (auch die Härte des Sitzes kann man verstellen – crazy)! Und das Essen ist natürlich auch besser als in der Economy Class – man kann à la carte bestellen und bekommt ein 3-Gänge-Menü serviert (und sogar eine Tischdecke und natürlich richtiges Geschirr und Besteck; zeige ich euch noch). All das rechtfertigt meiner Meinung nach aber diesen hohen Preis nicht. Wie am Anfang schon geschrieben fand ich die Investition für das Premium-Economy-Ticket hingegen gut. Hier fand ich die erweiterte Beinfreiheit, den komfortableren Sitz und das bessere Essen im Gegensatz zur Economy-Klasse sehr angenehm. Falls euch das Premium-Economy-Ticket zu teuer ist, könnt ihr der Lufthansa online einen Preis vorschlagen, der dann entweder angenommen oder abgelehnt wird – einen Versuch ist das in jedem Fall wert.

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Ich hätte noch viel mehr erzählen können, aber das hätte den Rahmen gesprengt. Wenn ihr Fragen habt, schreibt sie einfach die Kommentare. Es folgen noch drei Beiträge zur Reise. In einem geht es um Essen (klar), außerdem berichte ich noch vom Meditationsgarten bei San Diego und vom Flughafen San Francisco! ;-)

EDIT: Hier findet ihr alle Blogbeiträge zur Reise:

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