Buchtipps: Zuckerfrei backen

Gerade jetzt im Rahmen von „Projekt: Zuckerfrei“ kommt immer wieder die Frage nach zuckerfreien Backbüchern auf. Das ist in meinen Augen auch total legitim, denn herzhafte Gerichte zu kochen, wenn man auf Zucker verzichtet, ist nicht schwer – denn dabei wird meist kein Zucker verwendet. Viel schwieriger ist es hingegen, süße Gerichte bzw. Backwaren gesund oder gesünder herzustellen. Ich habe einige Backbücher, in denen auf weißen Haushaltszucker verzichtet wird, zuhause, und stelle euch 6 davon in diesem Beitrag vor. Nicht alle haben mich überzeugt, aber lest selbst!

Backen ohne Zucker

„Süßes ohne weißen Zucker“ von Emilie Holm

Süßes ohne weißen Zucker

„Süßes ohne weißen Zucker“* hat ein sehr modernes Design, mir persönlich ist aber die für die Überschriften verwendete Schriftart zu unruhig. Das Buch ist gegliedert in „Besondere Zutaten“, „Kuchen, Tartes und Torten“, „Backen ohne Ofen“, „Kleingebäck und Energieriegel“, „Kalte Getränke und Smoothies“, „Eis“ und „Garnituren“. Als alternative Süßungsmittel werden Honig, Ahornsirup, Kokoszucker, Agavensirup und Birkenzucker verwendet. Viele der Rezepte sind gluten- und laktosefrei und kommen ohne Eier aus. Besonders ansprechend finde ich den Orangen-Ricotta-Mandel-Kuchen, die Haferkekse mit würziger Füllung und den Schokoladen-Kirsch-Cheesecake. Noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Ob die Autorin nun Emelie oder Emilie Holm heißt, weiß ich leider nicht – auf dem Cover steht Emilie, unter dem Vorwort Emelie. Mich als Autorin würde dieser Fehler wahnsinnig machen, das ist ja so, als würde in meinen Büchern „Hanna“ statt „Hannah“ stehen! ;-)

„Sweets ohne Zucker“ von Inga Pfannebecker

Sweets ohne Zucker

Das Design des neuen Buches „Sweets ohne Zucker“ von Inga Pfannebecker* gefällt mir sehr gut. Es ist etwas verspielt und gleichzeitig modern. Auch die Fotos finde ich sehr schön. „Sweets ohne Zucker“ ist unterteilt in einen Theorie- und einen Praxisteil. Im Theorieteil geht es zunächst um „Zuckersüße Tatsachen“, dann folgen die Kapitel „Vorsicht, süße Fallen!“, „Natürlich süß“, „Für mehr Genuss mit Nährstoff-Plus“ und „Gute Zutaten für besten Geschmack“. Im Praxis- bzw. Rezeptteil geht es weiter mit „Kuchen und Torten“, „Cupcakes, Cookies & Co.“, „Süßes zum Sattessen“ und „Süßes Finale“. Positiv finde ich, dass entsprechende Rezepte als laktosefrei, vegan und glutenfrei gekennzeichnet sind. Verwendete Süßungsmittel sind Ahornsirup, Dattelsirup, Honig, Kokosblütenzucker, Reissirup, schwarze Melasse, Süße aus Früchten, Süßholzwurzel, Vollrohrzucker. In diesem Buch sprechen mich einige Rezepte an, beispielsweise der Schokokuchen mit Roter Bete, die Zimtschnecken mit Datteln, die Schokomuffins mit Kirschen, die Nussecken und die Apfelwaffeln. Auch den Theorieteil finde ich klasse!

„Süßer Vollwert-Genuss“ von Anne Bieback und Christiane Wolfram

Süßer Vollwert-Genuss

Das Buch „Süßer Vollwert-Genuss“* habe ich schon seit einiger Zeit. Ich muss zugeben: Obwohl ich Clean Eating selbst als eine moderne Form der Vollwertkost bezeichne, finde ich persönlich die Begriffe „(vitalstoffreiche) Vollwertkost“ und „Vollwerternährung“, die in diesem Buch verwendet werden, ganz grauenhaft. So altmodisch und angestaubt. Auch das Design des Buches ist nicht meins, aber das ist Geschmackssache. Das Buch stammt aus dem Jahr 2013 (und nicht etwa 1993), das nur als Hintergrundinfo. Unterteilt ist das Buch in „Ein paar Worte vorab“, „Süßer Genuss – aber natürlich!“, „Torten und Kuchen“, „Kleingebäck und Plätzchen“, „Desserts und Eiscremes“ sowie „Süße Brote und Aufstriche“. Wie bei der vitalstoffreichen Vollwertkost üblich, wird vor allem Honig als Süßungsmittel verwendet (teilweise sehr viel davon). Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Rezepte tiereiweißfrei sind. In diesem Buch gibt es einige schöne Anregungen, ich selbst würde die Rezepte aber nicht 1:1 nachbacken, sondern – wenn überhaupt – an meine Gewohnheiten und meinen Geschmack anpassen. In meinen Augen ist dieses Buch eher für die „ältere Vollwertgeneration“ geeignet, ich hingegen gehöre wahrscheinlich einfach nicht zur Zielgruppe.

„Süß und gesund – Backen ohne Zucker, Laktose, Eier und Weizen“ von Stefanie Reeb

Süß und gesund

Stefanie Reeb verzichtet in ihrem Buch „Süß und gesund“* neben Zucker auch auf Laktose, Eier und Weizen. Das Buch ist untergliedert in eine Einleitung, in der auch auf Zutaten und Küchenzubehör eingegangen wird, danach folgen Rezepte entsprechend der vier Jahreszeiten: „Freude – Frühling“, „Fülle – Sommer“, „Liebe – Herbst“ und „Heimat – Winter“. Als Süßungsmittel werden Ahornsirup, Kokosblütenzucker und Datteln verwendet. An Mehlen Dinkelmehl, Vollkornreismehl, Hirsemehl und Hafermehl, außerdem gemahlene Mandeln. In diesem Buch sprechen mich insbesondere die Kuchen und Torten an: Es gibt eine Erdbeer-Creme-Tarte, eine Schokoladen-Birnen-Torte und eine Haselnusstorte und auch die Zimtschnecken machen einen leckeren Eindruck. Schön finde ich an diesem Buch außerdem, dass es ein sehr persönliches Buch ist: Die Fotos im Buch hat ihr Mann Thomas Leininger gemacht, entwickelt und geschrieben wurde das Buch im Haus ihrer Familie in Frankreich. 

„Süßes ohne Frust – Leckere Kuchen und Desserts ohne Zucker, Gluten & Laktose“ von Ulrika Hoffer

Süßes ohne Frust

Wie im Untertitel schon angegeben ist, wird auch im Buch „Süsses ohne Frust“ von Ulrika Hoffer* nicht nur auf Zucker, sondern auch auf Gluten und Laktose verzichtet. Vegan sind die Rezepte dennoch nicht, denn Eier und Honig werden verwendet. „Süßes ohne Frust“ ist in folgende Kapitel gegliedert: „Den Kuchen essen und gleichzeitig behalten“ (ich verstehe die Überschrift leider nicht, ohne den Text gelesen zu haben…) und „Kein Heißhunger. Kein schlechtes Gewissen. Keine Kämpfe mehr.“ Dann folgen die Rezepte, unterteilt in „Gebäck“, „Eis & Fruchteis“, „Süßigkeiten“, „Desserts“, „Smoothies & Drinks“. Als Süßungsmittel werden vor allem Trockenfrüchte wie Datteln, Früchte wie Bananen und Himbeeren und Honig verwendet. Da die Rezepte glutenfrei sind, wird außerdem viel mit Buchweizenmehl, Mandelmehl, Reismehl und Kokosprodukten gearbeitet. Das moderne Design und die Fotos gefallen mir sehr gut. Da ich selbst nicht glutenfrei backe, entsprechen die Rezepte nicht meinen „normalen“ Backgewohnheiten. Ich hatte zudem das Gefühl, dass in den Rezepten immer wieder die gleichen Zutaten vorkommen (durch zucker-, gluten- und laktosefrei ist man natürlich in der Verwendung von Zutaten etwas eingeschränkt). Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Buch insbesondere für Menschen mit Glutenunverträglichkeit / Zöliakie geeignet ist, die sich zudem zuckerfrei ernähren möchten.

„Süßes ohne Zucker – Kuchen, Kekse, Torten und Desserts mit den besten Zuckeralternativen“ von Tanja Braune

Süßes ohne Zucker

Das Buch „Süßes ohne Zucker“* von Tanja Braune ist in die Kapitel „Einleitung“, „Süße Blitzrezepte“, „Desserts“, „Kekse ohne Zucker“, „Kuchen“ und „Weihnachtsbäckerei“ gegliedert. Als Zuckeralternativen werden verwendet: Agavenzucker, ayurvedischer Zucker, Erythritol, Galaktose, Isomaltulose, Kokosblütenzucker, Lucuma, Luo Han Guo, Melasse, süße Sirupe und Trockenfrüchte, Stevia, Tagatose, Trehalose und Xylit. Darunter sind leider zu viele  Alternativen, die ich selbst nicht verwende (Erythritol, Galaktose, Isomaltulose, Luo Han Guo – noch nie gehört oder im Laden gesehen, Melasse, Stevia, Tagatose, Trehalose und Stevia). In der Einleitung wird jeder dieser Zutaten eine eigene Seite mit einem kurzen Steckbrief gewidmet, was ich positiv finde. Es werden neben den Süßungsmitteln noch weitere Zutaten verwendet, die ich als schwer erhältlich einschätzen würde (habe sie noch nie gekauft, aber auch noch nie im Laden gesehen): beispielsweise Pfeilwurzelmehl oder Kudzu. Mich haben nur wenige Rezepte angesprochen und ich persönlich finde das Design des Buches nicht so schön. Im Gegensatz zum sehr schönen Cover finde ich das „Innenleben“ etwas „altbacken“ – aber das ist natürlich Geschmackssache.

Mein Fazit

Am besten gefällt mir das Buch „Sweets ohne Zucker“ von Inga Pfannebecker*. Hier stimmt alles, angefangen beim Design über die Fotos bis hin zu den Rezepten. Mein zweiter Favorit ist „Süßes ohne weißen Zucker“* von Emelie (oder Emilie) Holm. Auf Platz drei landet bei mir „Süß und gesund“* von Stefanie Reeb. Trotz der Platzierungen muss ich aber sagen: alle drei Bücher gefallen mir sehr gut! 

Weitere Buchtipps rund um Projekt: Zuckerfrei habe ich in diesem Artikel gegeben und weitere Informationen zum Backen ohne Zucker findet ihr hier.      

11 Comments

  • Kathi sagt:

    Richtig cool! Danke, dass du alle aufgelistet hast, das ist echt interessant. Vielleicht kann der Osterhase noch eins für mich verstecken :)

    Liebe Grüße
    Kathi

  • Katrin sagt:

    Danke für die Buchtipps! Bei mir ist es gerade andersrum, ich verstehe nicht warum man einen aussagekräftigen Begriff, vitallstoffreiche Vollwertkost, verändern muß, nur um ihn dem aktuellen „Lifestyle“ anzupassen.
    Doch als jahrzehntelange Anhängerin der Vollwertkost freue ich mich jetzt sehr über die Vielfalt der Rezepte in den verschiedenen „Clean Eating“ Büchern.
    Dir ein schönes Wochenende!!!

    • Hannah Frey sagt:

      Hallo Katrin,
      das ist wahrscheinlich einfach so ein „Generationending“: Ich wurde erst Ende der 80er geboren, habe die Hochzeit der Vollwertkost im Gegensatz zu dir (weil du schreibst, dass du schon jahrzehntelang Anhängerin bist :-)) also gar nicht richtig miterlebt. Mich sprechen heute weder die Begriffe von damals noch die Rezepte an und ich glaube, dass es vielen so geht. Für mich musste das Ganze deshalb etwas „modernisiert“ werden, damit es attraktiv ist :-)
      Liebe Grüße,
      Hannah

  • Angelika sagt:

    Hi,
    ich finde noch das Buch „goodbye Zucker“ toll, da sind auch einige Kekse und Kuchen drin. Gesüßt wird dort nur mit Reissirup und Stevia, also vor allem ohne Fruktose.
    Angelika

    • Hannah Frey sagt:

      Hallo Angelika,
      ich habe nur reine Backbücher aufgelistet :-) „Goodbye Zucker“ habe ich aber auch an anderer Stelle schon einmal empfohlen :-)
      Liebe Grüße,
      Hannah

  • Barbara sagt:

    Finde deine auflistung (deinen ganzen blog) sehr gut. Allerdings: ich habe die Bücher süßes ohne Frust & süßes ohne Zucker. Das Buch süßes ohne Zucker finde ich aber wirklich echt gut. Vor allem die Rezepte mit dem null Kalorien Zucker! Koche & backe jetzt fast ausschließlich mit diesen alternativen & es ist kein Unterschied zu schmecken. Einer meiner lieblingskochbücher … Und ich hab recht viele :-) LG b

  • Kati sagt:

    Toll, dass dieser positive Trend endlich auch nach Deutschland gekommen ist! Ich bin immer wieder entsetzt, wie wenige sich mit der eigenen Ernährung und deren Konsequenzen auseinander setzen. Umso besser, dass es jetzt viel Inspiration in Form von Koch-, bzw. Backbüchern gibt. Danke für die Auflistung.

    Liebe Grüße aus Australien
    Kati

  • Jana sagt:

    Vielen Dank für die tollen Zusammenfassungen! Ich habe bisher schon das Buch ‚Goodbye Zucker‘ und liebe es! Trotzdem liebe ich Bücher und bin schon klänger auf der Suche nach einer ähnlichen Alternative. Ich werde mir auf jeden Fall ‚Sweets ohne Zucker‘ und „Süss & gesund‘ nochmal ganz genau anschauen!
    Liebe Grüße
    Jana

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