Superfoods: Canihua – das „kleine Quinoa-Korn“

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Habt ihr schon einmal von „Canihua“ gehört? Ich muss zugeben: Canihua kenne ich erst seit kurzem. Denn im Dezember wurde ich vom Wirtschafts- und Handelsbüro Perus zu einem kulinarischen Abend eingeladen, in dessen Rahmen die Superfoods Quinoa, Amaranth und Canihua vorgestellt wurden. 

Der 2. Gang: Gratiniertes Petersilienwurzel-Saubohnen-Timbal mit Canihua in Jus und Knollenziest. Sehr lecker! 😋

Ein von Hannah Frey (@projekt_gesund_leben) gepostetes Foto am

Quinoa und Amaranth kenne und nutze ich bereits seit einigen Jahren. Beide habe ich auch in meinem Buch „Clean Eating – Kochen mit Superfoods“* ausführlich vorgestellt.

Pseudogetreide aus den Anden werden auch bei uns immer bekannter

Hier auf dem Blog habe ich 2013 zum ersten Mal über Quinoa berichtet. Damals war Quinoa hierzulande noch eher unbekannt, würde ich behaupten. Seitdem hat sich viel getan: Quinoa scheint allgegenwärtig zu sein. Quinoa ist längst nicht mehr nur in Bio-Supermärkten und Reformhäusern erhältlich, sondern im „normalen“ Supermarkt angekommen. McDonalds bietet sogar einen Quinoa-Burger an – wenn das kein Zeichen dafür ist, dass das Pseudogetreide sich auch hierzulande durchgesetzt hat, dann weiß ich es auch nicht! Auch Amaranth findet man immer häufiger in den Supermarktregalen.

Nun also Canihua*. Bei uns ist Canihua erst seit kurzem und deshalb aktuell noch schwer erhältlich, ich bin mir aber sicher, dass es in den nächsten Jahren ebenfalls an Bekanntheit gewinnen wird. Ich habe Canihua schon in Bio-Supermärkten gefunden und auch online ist es erhältlich*. Das Pseudogetreide gehört – wie Quinoa und Amaranth – zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist somit ebenfalls glutenfrei. Aufgrund seiner Größe (die Samen sind winzig klein) wird Canihua auch als „Baby-Quinoa“ oder als „das kleine Quinoa-Korn“ bezeichnet.

Canihua – Ein weiteres exotisches Superfood

Canihua

Canihua stammt aus den peruanisch-bolivianischen Anden, wo die Pflanze auf 4.000 Meter Höhe angebaut wird. Das Pseudogetreide ist eine sehr widerstandsfähige Pflanze, die auf kargen, felsigen Böden wächst und selbst Trocken- und Frostperioden übersteht. Aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit und der damit einhergehenden sicheren Ernte, aber auch wegen der wertvollen Nährstoffe, zählt Canihua zu den Grundlebensmitteln der Andenbewohner.

Das Fuchsschanzgewächs ist reich an Ballaststoffen, Proteinen, Eisen, Eiweiß, Magnesium, Zink und Folsäure. Außerdem bestehen circa 40% des enthaltenen Fettes aus Linolsäure, die für unseren Körper essenziell, also lebensnotwendig, ist – denn unser Körper kann sie nicht selbst herstellen.

Verwendung und Geschmack 

Canihua hat einen leicht nussigen Geschmack. Das Besondere ist aber der süße, leicht-schokoladige (!) Geschmack des Pseudogetreides. In seiner Heimat wird Canihua meist zu Mehl gemahlen und dann zu Brei verarbeitet, zum Backen verwendet oder in Getränke gerührt. Canihua kann einfach als Beilage gegessen werden, außerdem kann man Salate damit machen oder Pfannengerichte. Gekocht wird Canihua für ca. 15 Minuten in der 3-fachen Flüssigkeitsmenge. Außerdem kann Canihua, genau wie Quinoa und Amaranth gepoppt werden, sodass es auch ins Müsli oder anderen Frühstücksvarianten gegeben werden kann.

Ein Canihua-Rezept findet ihr kommende Woche hier auf dem Blog. Kennt ihr Canihua schon?

8 Kommentare
  1. Jana
    Jana says:

    Cool, danke für den klasse Bericht!
    Ich habe darüber das erste Mal im letzten Mai gelesen: im Rahmen eines Artikels in der…ich glaube es war „Die Welt“…! Dabei ging es um die Superfoods der Gegenwart und die der Zukunft – da war Canihua dabei. Bisher habe ich es tatsächlich noch nicht probiert, werde aber nun bei meinem nächsten Alnatura Besuch Ausschau halten und dann nochmal berichten!
    Liebe Grüße
    Jana

    Antworten
  2. Bianca von ELBGESUND
    Bianca von ELBGESUND says:

    Ich habe gerade davon in deinem Superfoodbuch gelesen und kannte es noch nicht. Bin aber sehr gespannt auf die Rezepte! Auch die Idee mit dem Poppen find ich gut. Ich hatte mir gepopptes Quinoa von Davert gekauft, aber das ist ja nicht ganz so günstig ;-) Liebe Grüße, Bianca

    Antworten
  3. Annett Seidler
    Annett Seidler says:

    Hallo Hannah,

    ich habe heute das erste mal deine Seite gefunden und weist du warum Canihua. Ich leide das 10 Jahren an einer Kreuzallergie und muss auf viele Nahrungsmittel verzichten. Aufzählungen möchte mir ersparen, den du kennst dich damit bestimmt aus.

    Ich versuche immer wieder neue Lebensmittel die von Natur aus unbelastet sind und vielseitig in der Verwendung sind. Ich Danke dir für deine Hilfe und verbleibe mit freundlichen Grüßen Annett

    Antworten

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