Grüner Kaffee und Matcha im Vergleich

Matcha wird den meisten von euch schon bekannt sein – spätestens seit es vor einigen Jahren erstmals Matcha Frappuccino bei Starbucks gab, ist der gemahlene Grüntee – zumindest in den Großstädten – aus keinem Café mehr wegzudenken. Wobei ich Matcha* auch schon in kleineren Städten in Geschäften und auf Speisekarten entdeckt habe. Matcha ist ein wahres Superfood und ich habe ihn euch bereits hier vorgestellt.

Grüner Kaffee und Matcha im Vergleichlinks: grüner Kaffee*, rechts: Matcha*

Neu hingegen mag einigen vielleicht grüner Kaffee sein. Kaffee kennen wir geröstet von tiefschwarz (Espresso) bis hellbraun (Cappuccino), aber grün eher nicht. Grüner Kaffee – damit sind rohe Kaffeebohnen gemeint, die noch nicht geröstet wurden. Sie sind entweder als ganze Kaffeebohne, in gemahlener Form*, als Kapseln oder sogar in Teebeuteln erhältlich. Ich habe mich für die gemahlene Form entschieden und kann nur raten, nicht zu Kapseln zu greifen und generell die Finger von Nahrungsergänzungsmitteln zu lassen und lieber zu naturbelassenen Lebensmitteln zu greifen.

Warum habe ich den grünen Kaffee überhaupt gekauft? Grüner Kaffee soll DAS neue, natürliche Schlankheitsmittel sein – ihr könnt euch aber vorstellen, dass das nicht der Grund war, weshalb ich mir das grüne Kaffeepulver gekauft habe ;-) Der ungeröstete Kaffee soll nämlich zudem auch DAS neue Superfood sein. Und wer schon länger mitliest, weiß, wie gerne ich „neue“ und mir bis dato unbekannte Lebensmittel ausprobiere.

Aber fangen wir von vorne an: Meine erste Begegnung mit meinem grünen, gemahlenen Kaffee war doch etwas überraschend. Ich erwartete ein Pulver, das ähnlich grün ist, wie Matcha. Grüner Kaffee gleich grünes Pulver, das war mein Gedanke. Aber weit gefehlt: Das Pulver hat nur einen ganz leichten Grünstich und ist fast weiß und geht eher leicht ins Gräuliche. Den Geruch fand ich erst unangenehm, etwas sauer, grasig und mit einer nur sehr leichten Kaffeenote. Nach kurzer Zeit hat sich das aber gegeben. Zwar riecht gerösteter Kaffee meiner Meinung nach noch immer viel besser, aber ganz so schlimm wie beim ersten Riechen finde ich den Geruch des grünen Kaffees nun nicht mehr. Dennoch: geschmacklich sagt mir persönlich Matcha viel mehr zu. Die grasige Note des gemahlenen Grünen Tees schmeckt mir besser, als der eher saure grüne Kaffee. In Smoothies hingegen habe ich den grünen Kaffee aber kaum wahrgenommen, den Matcha hingegen schon. Der Grüne Kaffee ist somit auch etwas milder im Geschmack, als Matcha.

Grüner Kaffee enthält Kohlenhydrate, Proteine (darunter 18 Aminosäuren), Fette sowie B-Vitamine und Vitamin C. Er soll sich dank des enthaltenen sekundären Pflanzenstoffs Chlorogensäure positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken und die Zellen vor freien Radikalen schützen. Zudem ist die Chlorogensäure dafür verantwortlich, dass grüner Kaffee als „Fatburner“ gilt, denn das Antioxidans soll den Fettstoffwechsel anregen. Hierzu gibt es einige wenige Studien, die belegen sollen, dass man mit Hilfe von grünem Kaffee tatsächlich abnehmen kann – die Studien sind allerdings umstritten.

Beim Matcha sieht das anders aus – hier belegen zahlreiche Studien die positiven gesundheitlichen Auswirkungen. Matcha besitzt beispielsweise EGCG (Epigallocatechingallat): Ein Antioxidans, das zur Untergruppe (Flavonoide) der Polyphenole gehört und viele positive Effekte hat. Es soll beispielsweise entzündungshemmend wirken und einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel haben. Außerdem enthält Matcha Chlorophyll, Proteine, Calcium, Eisen, Kalium sowie die Vitamine A, B-Vitamine sowie Vitamin E und K.

Matcha enthält außerdem jede Menge Koffein und ist als gesunder Wachmacher bekannt. Der Koffeingehalt von grünem Kaffee ist vielleicht für den ein oder anderen noch interessant: Er unterscheidet sich nicht zu geröstetem Kaffee und ist somit niedriger als der Koffeingehalt von Matcha. (Natürlich könnte man gerade über die Inhaltsstoffe und die gesundheitlichen Auswirkungen von Matcha und grünem Kaffee ganze Bücher schreiben, ich möchte euch hier aber nur einen kurzen Überblick geben.)

Nachdem ich den grünen Kaffee einige Monate getestet habe, ist mein Fazit, dass ich bei Matcha bleibe. Oder eine Tasse guten, gerösteten Kaffee trinke. Grüner Kaffee hat mich geschmacklich einfach nicht überzeugt und auch die gesundheitlichen Vorteile überwiegen aus meiner Sicht beim Matcha* – zumindest nach heutigem Wissenstand. Und abgenommen habe ich übrigens in der Zeit, in der ich den grünen Kaffee getestet habe, auch nicht ;-) Nun bin ich gespannt, ob grüner Kaffee tatsächlich DAS neue Superfood wird – ich glaube es nicht.

Kennt ihr grünen Kaffee? Falls ja, welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

 

3 Comments

  • Karen sagt:

    Sehr interessant! Toller Beitrag, danke! Ich bleibe auch bei meinem Matcha, vorallem Matcha Cappuccino mit vieeeel Milchschaum :) LG

  • Anja sagt:

    Hey Hannah,
    grünen Kaffee kenne ich auch noch nicht, da ich aber bereits totaler Matcha-Fan bin, kann ich mir vorstellen auch dabei zu bleiben. ;)
    LG

  • Din sagt:

    Ich kenne grünen Kaffee bereits eine Weile und fand den Geschmack so gar nicht meins. Ich mag aber auch Kaffee – egal ob grün oder geröstet – nicht so gern. Grüntee inklusive Matcha haben und werden ganz sicher immer einen Weg in meinen Alltag finden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spam Schutz! Bitte löse: *