Superfoods: Matcha – Der Espresso unter den Grüntees + Rezept

„Matcha“ ist japanisch und bedeutet „gemahlener Grüntee“ – und genau da liegt auch der Unterschied zu „normalem“ Grünen Tee. Denn beim Matcha wird das komplette Teeblatt getrunken, welches zuvor in heißem Wasser aufgelöst wurde. Matcha ist der Espresso unter den Grüntees. Mit einem Teelöffel Matcha nimmt man die gleiche Menge Koffein wie mit einem Espresso zu sich. Seine belebende Wirkung hat der fein gemahlene Grüne Tee dem enthaltenen Koffein zu verdanken. Im Gegensatz zum Espresso ist Matcha jedoch verträglicher und wirkt länger. Außerdem macht er genau wie ein Espresso fit und wach und ist noch dazu sehr gesund. Aus chemischer Sicht sind das Koffein im Kaffee und das im Tee trotz gleicher Wirkung völlig unterschiedliche Stoffe. Der Unterschied liegt in der Bindung des Koffeins und der Wechselwirkung mit anderen Inhaltsstoffen. Das Koffein im Kaffee gelangt schnell ins Blut, wohingegen das Matcha-Koffein, das fälschlicherweise auch Teein genannt wird, nach und nach abgegeben wird. Sechs bis acht Stunden kann dieser Prozess dauern. Leider wirkt Koffein bei mir selbst überhaupt nicht – weder im Espresso, noch im Matcha. Von anderen weiß ich aber, dass der Koffein-Kick im Matcha gut sein soll! ;-)

Matcha-Orange

Ich trinke Matcha einfach, weil er mir schmeckt und gesund ist. Den kräftigen, ein wenig herben, grasigen Geschmack mag jedoch nicht jeder. Da Matcha nicht gerade günstig ist, solltet ihr ihn vorher einmal probieren, wenn ihr nicht sicher seid, ob er euch schmeckt. Immer mehr Cafés bieten Matcha an. In Hamburg gibt es beispielsweise in der Campus Suite Matcha Latte. Aber auch in Teegeschäften besteht oft die Möglichkeit, Matcha zu probieren.

Klassischerweise wird 1 TL des Pulvers wird in eine Schale oder ein Glas gegeben und mit 100 ml heißem Wasser (80°C) übergossen. Dann wird der Matcha-Tee mit dem Chasen, einem kleinen Bambusbesen, schaumig geschlagen. Alternativ zum Chasen kann auch ein elektrischer Milchaufschäumer verwendet werden.

Matcha kann man nicht nur als Tee trinken. Besonders lecker schmeckt er auch als Matcha-Latte, alternativ zum Latte Macchiato, im Orangensaft oder im Grünen Smoothie. Aber nicht nur Getränke lassen sich mit dem Teepulver verfeinern, sondern auch Lebensmittel. Ob zum Backen in Kuchen oder Keksen, im Joghurt, Schokolade, Eis oder im Sorbet – das grüne Pulver kann vielfältig verwendet werden. In der chinesischen und der japanischen Küche hat das Pulver bereits eine lange Tradition und ist dort fest verankert. Auch aus der japanischen Teezeremonie ist Matcha nicht wegzudenken – dort ist der gemahlene Grüntee bereits seit über 1.000 Jahren fester Bestanteil. In Deutschland hingegen nimmt seine Beliebtheit erst seit einigen Jahren zu.

Matcha

Die positiven Wirkungen von Matcha auf die Gesundheit wurden in zahlreichen Studien belegt. Er wirkt konzentrationsfördernd und sorgt gleichzeitig belebend und entspannend. Matcha enthält eine Menge Antioxidantien, die den Alterungsprozess verlangsamen können. Wie oben schon erwähnt wirkt das enthaltene Koffein belebend und aktiviert den Stoffwechsel.

Matcha wird überwiegend in Japan und China hergestellt. Es handelt sich dabei um eine sehr edle und teure Teesorte, da der Herstellungsprozess sehr aufwendig ist. Weniger hochwertiger Matcha wird als Koch-/ Backmatcha verkauft. Erhältlich ist Matcha im Teefachhandel, in Reformhäusern und Bio-Supermärkten und natürlich online. Ich trinke zum Beispiel den Matcha von imogti* gerne.

Diese Woche habe ich mir zur Abwechslung mal wieder ein Kaltgetränk mit Matcha zubereitet (meist trinke ich Matcha Latte) und da es so lecker war, zeige ich es euch natürlich:

Orangen-Matcha mit Minze
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Portionen Vorbereitung Kochzeit
1 3Minuten 2Minuten
Portionen Vorbereitung
1 3Minuten
Kochzeit
2Minuten
Zutaten
  • 2 Orangen
  • 1 TL Matcha*
  • 2 Zweige Minze
Portionen:
Zutaten
  • 2 Orangen
  • 1 TL Matcha*
  • 2 Zweige Minze
Portionen:
Anleitungen
  1. Die Orangen schälen und klein schneiden. Mit dem Matcha und 200 ml Wasser in einen Mixer geben. Die Blätter der frischen Minze von den Zweigen zupfen und ebenfalls in den Mixer geben.
  2. Kurz mixen und dann servieren.
  3. Optional können statt Wasser auch Eiswürfel genommen werden, dann ist das Getränk noch ein wenig frischer.

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Hier findet ihr außerdem ein Rezept für weihnachtliche Matcha-Kekse.

Habt ihr Matcha schon probiert? Schmeckt er euch? Wenn ja: wie trinkt ihr ihn am liebsten?

2 Comments

  • Silke sagt:

    Hallo Hannah,
    seit 3 Wochen trinke ich nun morgens den Matcha-Tee. Am liebsten trinke ich ihn pur oder als Latte. Er gibt mir einen Kick und guten Start in den Tag. Dein Orangen-Matcha-Minze Rezept hört sich gut an und ich werde es natürlich gleich mal ausprobieren. In meinen grünen Smoothie habe ich das Pulver auch schon gegeben. Zum Kochen habe ich es bisher nicht benutzt. Ich kann Matcha jedem nur empfehlen. Eine gesunde alternative zum Kaffee.

    Viele Grüße

    Silke

  • Sandra sagt:

    Ich liebe Matcha und habe mir gerade wieder Nachschub besorgt. Ob als Tee oder im Smoothie, das geht immer :)

    Liebe Grüße,
    Sandra

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