Digital Detox – Einfach mal abschalten!

Da wir uns gerade Mitten in der Urlaubszeit befinden, schreibe ich heute über ein Thema, das mich vor und während meines Urlaubs beschäftigt hat. Ich habe mein Smartphone immer dabei und bin ständig online. Sei es, um E-Mails zu checken, um schnell etwas nachzulesen, Bilder auf Instagram zu posten, Nachrichten über What’s App zu verschicken, zu twittern oder einfach, um am PC zu arbeiten. Man könnte gar von einer digitalen Abhängigkeit sprechen. Aber gerade als Selbstständige ist eine permanente Erreichbarkeit für mich wichtig, ich kann im Alltag nicht mehrere Tage meine E-Mails unbeantwortet lassen und erst Wochen später auf Anfragen reagieren. Ich liebe es, online zu sein, sonst würde ich diese Sätze hier wahrscheinlich nicht schreiben. Das Internet macht mein Leben in vielen Punkten leichter und ich möchte mir ein Leben ohne das Internet gar nicht mehr vorstellen. In der Regel ist die Online-Welt mehr Segen als Fluch, aber irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich merkt, dass ich eine Auszeit brauchte. Digitales detoxen. So habe ich in Vorbereitung auf meinen Urlaub allen Kunden rechtzeitig Bescheid gegeben, dass ich eine Woche nicht erreichbar sein werde, wichtige Projekte vorher abgeschlossen und natürlich eine Abwesenheits-Mail für neue Anfragen eingerichtet. Und dann habe ich nach einigen Jahren einfach mal das Internet abgeschaltet und bin in den Urlaub geflogen.

Countdown_FuerteventuraAuf Fuerteventura gelandet, schaltete ich mein iPhone ein und wartete auf eine wichtige Nachricht meiner Eltern und die SMS meines Anbieters, in der die aktuellen Roaming-Gebühren für Spanien aufgelistet sind. Nur so aus Interesse natürlich! Ich wartete und wartete und es passierte – nichts. Es muss ein Wink des Schicksals gewesen sein. Denn ich hatte mir einen kompletten offline-Urlaub vorgenommen und das auch so mit meinem Freund abgesprochen. Laptop und Tablet blieben zu Hause, nur das Smartphone kam mit in den Urlaub. 

Im Hotel kostete die Internetverbindung ganze 7 Euro pro Tag und im Hinterkopf hatte ich noch, dass telefonieren und SMS-schreiben im Ausland sehr teuer ist. Zu gut erinnere ich mich noch daran, wie in meiner Jugend mein Taschengeld während des Urlaubs für SMS draufging (50 Cent pro SMS!!!). Irgendwie muss ich verpasst haben, dass die Roaming-Gebühren in den letzten Jahren, seit 2007 um genau zu sein, stetig gefallen sind. Dass Preise sinken, statt steigen, ist ja auch eher ungewöhnlich… So habe ich nicht mitbekommen, dass seit dem 01. Juli 2014, passend zur Urlaubssaison, die Preise noch einmal gefallen sind. Wie oben geschrieben, es muss Schicksal gewesen sein, dass die SMS mit der Auflistung der Gebühren erst am 6. Urlaubstag bei mir ankam. Gespräche innerhalb der EU kosten bei meinem Anbieter 0,22 Euro, eingehende Anrufe 0,06 Euro, SMS 0,07 Euro und Datenroaming, also mobiles Internet, 1,99 Euro pro Tag. Ich war sehr froh, die Gebührenübersicht erst nach 6 ganzen Tagen offline-Urlaub bekommen zu haben, denn sonst wäre ich in Anbetracht der günstigen Preise schon viel eher online gewesen. So bin ich erst am vorletzten Urlaubstag online gegangen, habe meine Mailbox abgehört und E-Mails gelesen – es war spannend zu sehen, dass in einer Urlaubswoche noch viel mehr Mails kommen, als in einer normalen Arbeitswoche! ;-)

FuerteventuraEndlich wieder online! ;-)

Die offline-Zeit hat mir sehr gut getan. Ich habe es sehr genossen, einfach mal nichts zu tun, nicht dauernd auf das Smartphone zu schauen und einfach nur Zeit mit dem Mann zu verbingen und komplett im „Hier und Jetzt“ zu leben. Falls ihr übrigens denkt, in der Social Media-Welt etwas wichtiges zu verpassen und deshalb nicht abschalten könnt oder wollt, kann ich euch nur sagen: das ist nicht der Fall! Aber das wusste ich auch schon vorher! ;-) Dennoch bin ich nach meinem digitalen Detox nun auch wieder froh, online zu sein. Dieses Jahr ist nach dem Urlaub bei mir vor dem Urlaub und ich hoffe, auch im 2. Urlaub noch einmal so gut abschalten zu können, wie auf Fuerteventura, denn solche Auszeiten sind einfach extrem wichtig. Ich werde sie mir in Zukunft öfter nehmen, wenn es die Arbeit erlaubt! :-)

Nun interessieren mich auch eure Erfahrungen! Wie steht ihr zum Thema „Urlaub und Internet“? Seid ihr auch im Urlaub online, oder gönnt ihr euch eure offline-Zeiten?

11 Kommentare
  1. Sandra
    Sandra says:

    Um ehrlich zu sein kann ich mir das in meinem Urlaub kaum leisten. Internet finde ich immer noch viel zu teuer, um öfter online zu sein, und deswegen checke ich nur ab und zu meine Mails, ob es etwas wichtiges gab. Ansonsten schau ich auf Facebook vorbei, wennn ich dann mal kostenloses Internet habe. Aber die meiste Zeit bleibt es aus.
    Und mir tut das gut, auch wenn ich selbst gerne hier bin :)

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  2. fitandsparklinglife
    fitandsparklinglife says:

    Super Idee und toll das du es durchgezogen hast..ich glaube, jeder der einen Blog oder einen Insta Account hat weiß wie schwer es ist, sich wirklich davon „zu trennen“. Ich glaube aber, dass ich es schaffen würde…wäre aber auch froh wieder online dabei zu sein ;)
    LG Jenny

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  3. Tatjana R
    Tatjana R says:

    Ich war auch gerade eine Woche in den Ferien und hab mein Handy nur für einzelne SMS genutzt (Internet hab ich bei meinem alten Ding sowieso nicht). Ich finde es immer beruhigend zu sehen, dass ich in den Ferien ohne Probleme mal eine Woche ohne Internet sein kann. Man sollte sich öfters eine Internet/Handy freie Zeit nehmen.

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  4. Ronja
    Ronja says:

    Oh ich wei genau was du meinst. Ich habe selber gerade letzte meinen Post „No Time Without Technology“ (http://wp.me/p47C1K-fW) geschrieben. Ich bin zwar nicht selbstständig hänge aber selber nur vorm PC. Fürs Studium den Tag über und abends dann für den Blog. So sehr ich das auch liebe, manchmal wird es einfach etwas anstrengend. Deshalb überlege ich gerade wie ich mehr Laptop-freie Zeit in meinen Alltag einbringen kann. Und ich muss sagen, dass fällt mir wirklich schwer!
    Liebe Grüße, Ronja

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    • Hannah Frey
      Hannah Frey says:

      Hallo Christiane,

      da werde ich gleich mal nachlesen, den Artikel kannte ich noch gar nicht :-)
      Ich für meinen Teil habe bisher meistens Entspannungsurlaub und keinen Aktivurlaub gemacht, daher brauchte ich Google Maps nie, es ging immer ohne! :-D

      Liebe Grüße aus der Heimat!

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  5. Sandra
    Sandra says:

    Ich bin auch selbstständig und deshalb fast rund um die Uhr erreichbar. Gerade hatte ich 10 Tage Urlaub und es so gemacht wie du – allen Bescheid gegeben, Autoresponder eingestellt und vor allem ALLE FB-Benachrichtigungen ausgestellt (ich arbeite ua. als Community Managerin mehrerer FB Seiten). Lediglich auf meine persönliche FB Seite hat es mich einmal verschlagen, da mein Geburtstag in den Urlaub fiel und ich mich bei allen GratulantInnen bedanken wollte. WhatsApp hab ich hin und wieder benutzt, wir haben so eine Familiengruppe, wo wir Urlaubsbilder teilen, da haben mein Mann und ich manchmal was geschickt. Arbeits-Mails hab ich nicht abgerufen und der Laptop blieb 10 Tage lang auch aus.
    Grundsätzlich lass ich an den Wochenenden das Handy gern mal liegen und schau einfach stundenlang nicht drauf. Klar passiert auf FB auch am Wochenende was, aber meine Verträge sind so, dass ich montags bis freitags reagiere, am Wochenende aber nur in Notfällen. Naja und sollte es einen Shitstorm geben, kriegt man das schon mit ;)

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    • Hannah Frey
      Hannah Frey says:

      …einfach mal zwischendurch am Wochenende abschalten – das sollte ich auch öfter machen! :-) Bisher mache ich das eigentlich nur, wenn ich z.B. den Tag in der Therme / im Spa verbringe.

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  6. Andreas Undeutsch
    Andreas Undeutsch says:

    Dazu folgendes; ein Account bei Facebook/Twitter und Co hatte ich noch nie, WhatsApp und Google+ habe ich endgültig gelöscht. Mein digitales Leben habe ich auf ein absolutes Minimum beschränkt und mein Handy schalte ich am Wochenende grundsätzlich aus. Ich lese lieber ein gutes Buch und der Fernseher ist keine zwei Stunden in der Woche an.

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Trackbacks & Pingbacks

  1. World Of Inspiration # 3 | So This Is What? sagt:

    […] “Projekt Gesund Leben”. She went on vacation for one week and decided to do a little “Digital Detox”: One week without internet, no smartphone and no laptop, spending time with her beloved one. And to […]

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