Mein Vesperboxen Workshop beim Sojola Blogger Event

Wie ihr vielleicht schon über Facebook, Twitter und Instagram mitbekommen habt, war ich Freitag und Samstag in Berlin. Grund für meinen Besuch in der Hauptstadt war das vegane Sojola Dinner mit Starkoch Björn Moschinski, an dem auch ich mitwirken durfte. Als ich vor einiger Zeit von der betreuenden PR-Agentur gefragt wurde, ob ich Zeit und Lust hätte, einen Workshop zum Thema „Vesperboxen“ bei dem Blogger-Event anzubieten, habe ich natürlich zugesagt! Denn über das Thema habe ich nicht nur mehrfach auf dem Blog berichtet, auch in meinem beruflichen Alltag spielt das Thema ständig eine Rolle – nicht nur bezogen auf meine eigene Ernährung, sondern auch in den Unternehmen, für die ich im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements arbeite.

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Der Gastgeber: Sojola
Die vegane, rein pflanzliche Ernährung boomt, was Studien, viele neue Produkte in Supermärkten und zahlreiche Kochbücher bezeugen. Immer mehr Menschen entscheiden sich ganz bewusst für eine Ernährung, die auf tierische Produkte verzichtet. Sojola erleichtert diese Entscheidung mit seinem 100% veganen Streichfett auf Sojabasis, mit der Sojola Halbfettmargarine und dem Sojola Öl. Die drei Produkte sind neutral im Geschmack und vielseitig einsetzbar und können zum Kochen, Backen und Braten verwendet werden. Die Produkte sind zudem gluten-, laktose- und cholesterinfrei und reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und den Vitaminen A und E.

„Vesper“ – Was ist das überhaupt?
Der Begriff „Vesper“ wird vor allem im Süddeutschen verwendet und meint eine kleinere Zwischenmahlzeit oder ein Abendessen. Eine „Vesperbox“ ist eine Dose, in der die Mahlzeit transportiert wird. Dafür gibt es viele Synonyme, z.B. Bento Box, Frühstücksbox, Tupperdose, Butterbrotdose etc. Insbesondere in den USA boomt der „meal prep“-Trend, und langsam wird das Vorbereiten von Essen auch in Deutschland beliebter.

Warum vespern? Gesunde Ernährung im stressigen (Arbeits-) Alltag
Laut der Ernährungsstudie „Iss was Deutschland?“ der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2013 gaben fast 2/3 der unter 25-jährigen an, zu wenig Zeit für gesundes Essen zu haben und deshalb auf Fast Food auszuweichen. Nur jeder 10. unter 25-jährige gab an, sich konsequent gesund zu ernähren.

Vielen Berufstätigen fällt es insbesondere am Arbeitsplatz schwer, sich gesund zu ernähren. Ein Drittel aller Berufstätigen beklagt, dass eine gesunde Ernährung bei seiner Arbeit schlichtweg nicht möglich sei. Als Hauptprobleme wurden eine begrenzte Auswahl an gesundem Essen und Zeitmangel genannt.

Dabei ist ein gesundes Essen insbesondere in der Mittagspause wichtig, denn andernfalls droht ein Leistungstief.

Eine gute Möglichkeit, trotz Stress im (Arbeits-) Alltag gesund zu essen, ist, sich sein Essen einfach selbst zuzubereiten und in Form eines Vesper mitzunehmen, statt in der Kantine oder im Fast Food-Laden zu essen. Eigenes Essen mitzunehmen ist nicht nur gesünder, sondern auch günstiger als das Essen in der Kantine oder Fast Food.

Sojola_Vesperboxen_Workshop2Cornelia Koller by annalenaschiller.com

Praktische Tipps
Um abends nach der Arbeit nicht planlos vor einem leeren Kühlschrank zu stehen und am nächsten Tag in der Mittagspause doch wieder zum Imbiss gegenüber oder in die Kantine laufen zu müssen, empfiehlt sich eine Wochenplanung für die Auswahl an Rezepten, den Einkauf und die Vorbereitung. Es hat sich bewährt, eine Auswahl an Grundzutaten immer vorrätig zu haben. Durch frische Lebensmittel wird der Vorrat dann erweitert und so kann schnell ein leckeres, gesundes Vesper zubereitet werden. Einen ausführlichen Beitrag über Essensplanung, Einkauf und Vorbereitung meines Essens habe ich bereits geschrieben. Eine gute Planung ist das Wichtigste. Mit diesen Vorbereitungen ist es nicht schwer, sich auch in stressigen Zeiten gesund zu ernähren.

Ich mache es in der Regel so, dass ich abends warm koche und direkt eine Extraportion mitmache, die ich dann am nächsten Tag mitnehme und diese dann mittags kalt esse. Die Extraportion kommt dann abends fertig in der Vesperbox in den Kühlschrank, sodass ich sie morgens nur noch aus dem Kühlschrank nehmen muss. Auch bereite ich mir abends oft Overnight Oats zu, sodass mein Frühstück morgens schon fertig ist und ich es direkt essen kann.

Ich nutze für mein Vesper meist Dosen, die mehrere Fächer und Aufteilungen haben, sodass die einzelnen Speisen sicher verstaut sind und gut transportiert werden können. Besonders wichtig sind mir nämlich ein sicheres Ankommen meines Vespers sowie ein problemloser Verzehr am Einsatzort. Damit Salate nicht matschig werden oder Brote auseinandergefallen und durchgeweicht ankommen, gibt es einige Grundregeln zu beachten. Als generelle Regel gilt: alles, was zu sehr tropft, klebt, schnell verdirbt oder schmilzt, ist nicht zum Vespern geeignet. Wenn ich Blattsalate mitnehme, fülle ich das Dressing immer in einen separaten Behälter und gebe es erst kurz vor dem Verzehr zum Salat. Andernfalls ist der Salat sonst matschig und durchgeweicht, was dann nicht mehr so gut schmeckt und auch nicht besonders toll aussieht. Für Salate verwende ich zum Beispiel diese Box von Tupperware*. Praktisch an dieser Dose ist, dass sie mit Besteck geliefert wird und zudem einen extra Behälter für ein Dressing hat. Wenn ihr euer Müsli, Overnight Oats, Porridge etc. mitnehmen wollt, kann ich diesen Becher empfehlen. Im Rahmen des Vesperboxen Workshops haben wir diese Boxen verwendet:

Vesperboxen_Workshop_Boxen

Nährstoffe und Rezeptvorschläge
Grundsätzlich achte ich darauf, alle wichtigen Nährstoffe in meinem Vesper unterzubekommen.

Die Nährstoffe unterscheiden sich in Makronährstoffe und Mikronährstoffe. Makronährstoffe (oder Hauptnährstoffe, Grundnährstoffe) sind die Nährstoffe, die der Körper in verhältnismäßig großen Mengen benötigt. Dazu zählen Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Mikronährstoffe (oder Vitalstoffe) sind Nährstoffe, die der Körper in geringen Mengen benötigt, diese liefern keine Energie. Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Als Richtwert für eine ideale Zusammensetzung der täglichen Ernährung gilt:

  • 60% Kohlenhydrate
  • 25 – 30% Fette
  • 10 – 15% Proteine

Fett steht noch immer in Verdacht, dick zu machen. Fettarme Produkte und „light“-Produkte werden häufig von Menschen, die abnehmen wollen, konsumiert. Dabei ist Fett lebensnotwendig und kann sogar beim Abnehmen helfen – wenn es das richtige Fett ist. Viele Menschen essen zu viel “schlechtes”, tierisches Fett: Wurst, Käse, Butter, Chips, Süßigkeiten, Pommes, Croissants…

Gesättigte Fettsäuren gelten als ungesund und sollten nur in geringer Menge aufgenommen werden. Diese Fettsäuren sind vor allem in tierischen Produkten enthalten wie z.B. in Butter, Sahne, Speck, Fast Food oder Fertiggerichten. Sie wirken sich negativ auf den Cholesterinspiegel aus, indem sie das gute HDL-Cholesterin senken und das schlechte LDL-Cholesterin erhöhen. So wird die Gefahr von Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht.

Einfach ungesättigte Fettsäuren senken die Konzentration des schlechten LDL-Cholesterins im Blut und haben eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Sie sind beispielsweise in Avocados, Nüssen und Oliven enthalten.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind die gesündesten Fette. Sie sorgen ebenfalls dafür, dass das schlechte LDL-Cholesterin gesenkt und das gute HDL-Cholesterin erhöht wird. Außerdem senken sie den Triglyceridspiegel (den Blutfettspiegel). Dadurch werden Ablagerungen in den Blutgefäßen vorgebeugt und das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird gesenkt. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren lassen sich noch in Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren unterteilen, die besonders wichtig sind, da der Organismus sie nicht selbst herstellen kann. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind vor allem in Pflanzenölen wie Olivenöl, Sojaöl, Walnussöl etc. enthalten.

Sojola_Vesperboxen_Workshop3Beispiele für Essen, welches ich als Vesper mitnehme:

  • kleingeschnittenes Obst
  • Gemüsestifte oder –spieße mit oder ohne Dip
  • Gemüsemuffins mit einer Sauce
  • belegte Brote oder Brötchen
  • Salate, die nicht nach kurzer Zeit zusammenfallen
  • Gemüsepfannen (glutenfrei z.B. mit Quinoa)
  • Snacks wie Nüsse, Frucht- oder Rohkostriegel


Im Rahmen meines Workshops habe ich mit den anderen Bloggern ein Vesper mit Gemüsesticks, Nüssen, Broten mit zwei Aufstrichen (Orange-Minze und Kräuter), die aus der Sojola-Margarine zubereitet wurden und einem Quinoa-Tabouleh mit dem Sojola-Öl zubereitet.

Vesperboxen_Workshop_Brote

Vesperboxen_Workshop_Lunchbox

Das Rezept für das Quinoa-Tabouleh zeige ich euch in den nächsten Tagen! Und auch den zweiten Teil des Sojola Blogger Events – das Dinner mit Björn Moschinski – zeige ich euch in einem gesonderten Beitrag.

Herzlichen Dank an Sojola und OMA PR für dieses schöne Event und vielen Dank an Cornelia Koller für das tolle Abstrahieren und Zusammenfassen meines Workshops!

6 Comments

  • Pingback: Ein Dinner mit Björn Moschinski | wildehildemag.de
  • sagt:

    Hallo Hannah, deine „Vesper“-Erläuterung ist toll geschrieben und gibt sicher vielen Lesern den Anstoß, sich eine schnelle, gesunde Mahlzeit vorzubereiten und dann mit zum Arbeitsplatz zu nehmen. Ich verfolge dieses Prinzip schon jahrelang in meinem eigenen Alltag. Man spart Geld und ist nicht auf ungesundes Fast-Food angewiesen. Das ist toll. Eigentlich kennt man dieses System ja auch schon von der Schulzeit, wo man sein „Pausenbrot“, von Mutti vorbereitet, mit in die Schule bekam um dort ein Frühstück oder gesunde Snacks parat zu haben. Viele Erwachsen nehmen sich heutzutage leider nur wenig Zeit für ihre eigene Ernährung, aber versuchen dann, die Kiddies „gesund“ zu ernähren ;) naja, ich finde deine Vesper-Anleitung klasse und bin auch überzeugte „selbst-kochen-Verfechterin“. Liebe Grüße, Mä ***

  • tatjana sagt:

    wow ein echt toller workshop ♥ Ich wäre gern dabei gewesen. :)

  • Ronja sagt:

    Ein super Post! Ich nehme mir eigentlich auch immer etwas zum Essen mit und wenn ich es mal vergesse vorzubereiten oder nichts mehr im Kühlschrank habe, fällt es mir manchmal gar nicht so leicht das zu akzeptieren : ) Ich muss auch immer darüber lächeln: Schon als Kind gab es immer „Schulbrot“ nur waren die nach 13 Jahren doch etwas langweilig geworden. Aber immer noch bin ich dem Prinzip treu geblieben, nur das ich jetzt fast nie Brot mit dabei habe, sondern alles mögliche. Vor allem im Sommer finde ich Couscous/Reis/Nudel/Quinoa-Salate total super! Easy vorzubereiten und auch kalt total lecker.
    Liebe Grüße, deine Ronja
    http://www.sothisiswhat.com

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