Ist Backpulver eigentlich gesund?

Über Backpulver habe ich mir ehrlich gesagt nie Gedanken gemacht. Eine Freundin fragte mich einmal, wie ich zu Backpulver stehen würde – auf diese Frage hatte ich damals aber keine Antwort. Die Frage, ob Backpulver gesundheitlich unbedenklich ist, blieb mir bis heute, und so habe ich mich auf die Suche nach einer Antwort gemacht. Da ich denke, dass sie auch für den ein oder anderen unter euch interessant sein kann, findet ihr meine Antwort in diesem Artikel.

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Obwohl zum Backen nur wenig Backpulver verwendet wird, spielt es eine wichtige Rolle beim Backen. Backpulver sorgt dafür, dass das Backwerk fluffig wird und „aufgeht“. Backpulver sind chemische oder organische Stoffe. Einer der chemischen Stoffe, die in Backpulver enthalten sind, ist Phosphat. Es gibt neben künstlichem Phosphat, das im Backpulver steckt, auch natürliches Phosphat, welches in vielen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten oder Nüssen enthalten ist. Natürliches Phosphat ist für uns unbedenklich – vielmehr ist es ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Gemeinsam mit Kalzium bildet natürliches Phosphat die mineralische Grundsubstanz unserer Knochen und Zähne. À propos Zähne: Ich lese immer wieder, dass Backpulver zum Bleichen der Zähne benutzt wird. Das sollte man aber keinesfalls machen, denn Backpulver wirkt abrasiv, was bedeutet, dass es den Zahnschmelz schädigt. Künstlich hergestelltes Phosphat, wie es in den meisten herkömmlichen Backpulvern enthalten ist, ist jedoch gesundheitlich nicht unbedenklich. Die Lebensmittelindustrie macht mit künstlichem Phosphat ihre Lebensmittel länger haltbar. So ist Phosphat beispielsweise in Cola, Fast Food, Parmesan, Backwaren, Babybrei, Schmelzkäse oder Puddingpulver enthalten. Die künstlichen Phosphate müssen dann in den Inhaltsangaben vermerkt sein (E339, E340, E341, E450, E451, E452). Sobald ein „E“ auf der Zutatenliste steht, lasse ich das Lebensmittel lieber zurück im Laden.

Schon lange ist bekannt, dass künstliches Phosphat für Menschen mit Nierenproblemen schädlich sein kann, da überschüssiges Phosphat nicht wie bei gesunden Menschen durch die Niere ausgeschieden werden kann. Für Dialysepatienten kann ein hoher Phosphatwert sogar lebensbedrohlich sein. Aktuelle Studien zeigen zudem, dass Phosphat auch für gesunde Menschen ein Gesundheitsrisiko darstellen kann, denn Phosphat verändert die Innenwände der Gefäße, Herzinfarkt und Schlaganfall drohen. Außerdem steigt das Osteoporose-Risiko: Kalzium wird aus den Knochen gelöst, sie werden brüchig. Auch die Alterung von Haut und Muskeln kann durch die Phosphate beschleunigt werden.

Backpulver-Alternativen zu Phosphat sind Natron und Reinweinstein. Ich benutze beispielweise das Backpulver von Alnatura, in dem kein Phosphat enthalten ist. Zudem achte ich natürlich darauf, dass in den Lebensmitteln, die ich kaufe, keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten sind – und damit auch kein Phosphat.

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Welches Backpulver benutzt ihr? Habt ihr euch schon einmal Gedanken über euer Backpulver gemacht?

3 Kommentare
  1. Nicole
    Nicole says:

    Hallo Hannah,
    ja, habe ich und benutze auch das Reinweinstein-Backpulver von Alnatura und bin sehr zufrieden damit.
    Gut, dass du das Thema in deinem Blog ansprichst und somit publik machst.
    Lieben Gruß
    Nicole

    Antworten
  2. Gianna
    Gianna says:

    Hallo zusammen,
    zum Backen benutze ich Natron + Obstessig (als Säuerungsmittel) oder das Backpulver von Alnatura. Natron selbst kann sogar gesund sein, da es beim Entsäuern hilft – etwa, indem man einen Teelöffel in einem Glas gefiltertem Wasser auflöst und ein Glas täglich davon trinkt.

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