Skinny Bitch: Gedanken über Kuhmilch

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„Skinny Bitch“ von Rory Freedman und Kim Barnouin habe ich vor einer gefühlten Ewigkeit während der Oberstufe gelesen. Heute würde mich der Titel auch gar nicht mehr ansprechen, aber marketingtechnisch ist dieser natürlich sehr gut gewählt. „Skinny Bitch“* war für mich der Auslöser, mehr über meine Ernährung nachzudenken, bzw. bewusster zu essen. Als ich das Buch gelesen habe, ernährte ich mich schon einige Jahre vegetarisch. Das Buch gab mir aber den Anstoß, die vegane Lebensweise für mich in Betracht zu ziehen. Wie du an meinen Rezepten sehen kannst, ernähre ich mich aber immer noch nicht vegan, gerade Käse esse ich sehr gerne und kann mir auch nicht vorstellen, darauf komplett zu verzichten. Durch „Skinny Bitch“ habe ich aber insbesondere begonnen, meinen Milchkonsum zu hinterfragen. Vorher war Milch für mich nie ein Problem. Mit Fleisch war es da schon anders, wobei ich mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht habe, warum ich nun aufhöre, Fleisch zu essen. Ich habe einfach aufgehört. Mittlerweile kann ich von mir sagen, dass ich niemals mehr in meinem Leben freiwillig ein Stück Fleisch essen werde. Ich finde Fleisch ekelhaft und mir wird schlecht, wenn ich im Supermarkt an der Fleischtheke vorbei gehe und den Geruch von totem Tier in der Nase habe. Diese Tendenz entwickle ich langsam auch bezüglich Milch und Joghurt. In der letzten Zeit habe ich ab und an noch Milch getrunken (z.B. im Latte Macchiato, weil ich Sojamilch als Alternative absolut nicht mag, pur aber schon sehr, sehr lange nicht mehr), aber ich merke mehr und mehr, dass ich Milch genauso ekelhaft finde, wie Fleisch. Da „Skinny Bitch“* mich schon während meiner Schulzeit dazu brachte, Milch zu hinterfragen, scheint es mir gerade genau der richtige Zeitpunkt zu sein, mir genau das wieder in Erinnerung zu rufen.

Skinny_Bitch

Kuhmilch ist eine gute Kalziumquelle, enthält viele Vitamine und soll Osteoporose vorbeugen. Milch ist DAS „Vorzeigelebensmittel“ für eine gesunde Ernährung. „Die Milch macht’s“ schließlich – zumindest, wenn man der Werbung Glauben schenkt. Neben verschiedenen Werbekampagnen liegt das auch an politisch geförderten Programmen wie der EU-Schulmilch, die Milch für Kindergarten- und Schulkinder subventioniert. Oder dem Weltschulmilchtag der Welt-Ernährungs-Organisation FAO, der ins öffentliche Bewusstsein rufen soll, wie wichtig Milch für gesunde Ernährung ist. Vor allem Kinder können offenbar gar nicht genug Milch trinken. Kennt ihr diese Programme auch noch? Bzw. gibt es so etwas heute noch? Während meiner Grundschulzeit gab es Kakao oder Milch, die die Eltern für ihre Kinder bestellen konnten, in der Pause wurden sie dann ausgeteilt. Meine Eltern haben ein paar Mal Milch und Kakao für mich bestellt. Soweit ich mich erinnere, mochte ich beides nicht und habe es teilweise auch nicht getrunken.

Wie oben geschrieben ist im öffentlichen Bewusstsein verankert, dass Milch Osteoporose vorbeugt. Gute Knochen hängen aber nicht (nur) mit dem Milchkonsum zusammen. In Asien beispielsweise, wo sehr viel weniger Milch getrunken wird als in Deutschland, haben die Menschen deutlich seltener Osteoporose, als bei uns. Denn gesunde Knochen brauchen auch viel Bewegung und Belastung, damit sie sich aufbauen – und Sonnenlicht. Nur mit Hilfe der Sonne kann der Körper Vitamin D herstellen, was wiederum notwendig ist, damit Kalzium überhaupt in die Knochen gelangt.

Wir Deutschen verzehren durchschnittlich rund 70 Liter Milch pro Jahr – so viel wie keine andere Nation! Ein Grund dafür ist, dass 90 Prozent der Menschen in Nordeuropa auch im Erwachsenenalter Milchzucker verdauen können. Im Rest der Welt verlieren 90 Prozent nach der Säuglingszeit allmählich diese Fähigkeit. Die Fähigkeit, auch im Erwachsenenalter noch Milchzucker zu verdauen, haben wir einer zufälligen Genmutation zu verdanken, die vor ca. 8.000 Jahren entstanden sein muss. Unsere Vorfahren lebten damals als Viehhirten in den kargen Regionen Nordeuropas mit harten Wintern. In den kalten Wintern, in denen es zu wenig Gemüse gab, war für die Bauern früher die Milch ihrer Kühe ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung. Diejenigen, die die Genmutation hatten und Milch vertrugen, konnten in Zeiten der Nahrungsmittelknappheit auf die Milch ihrer Kühe zurückgreifen. Diese Menschen waren eindeutig im Vorteil. Sie waren dank der Milch besser genährt und mit vielen wichtigen Nährstoffen versorgt. In nur 8.000 Jahren – evolutionsbiologisch gesehen eine sehr kurze Zeit – hat sich das „Milchtrinker-Gen“ in Europa erfolgreich durchgesetzt.

Weltweit gesehen vertragen die meisten Menschen aber keine Kuhmilch. Sie können den enthaltenen Milchzucker, die Laktose, nicht verdauen, weil ihnen ein Enzym fehlt, das den Milchzucker zerlegt. Unverdaut wird er im Dickdarm von Bakterien vergoren, die Folge sind Bauchweh und Blähungen. Auch in Deutschland scheint sich der Trend zur Lakoseintoleranz immer weiter zu verbreiten. Lebenswichtig kann Milch – außer für Babys – also nicht sein.

Unbehandelt, direkt aus dem Euter, schmeckt die Milch noch „echt nach Kuh“. Den Geschmack frischer Kuhmilch kennen wir heutzutage kaum noch (mich eingeschlossen), denn die Frischmilch im Supermarkt ist ein Gemisch aus den Erzeugnissen vieler Bauernhöfe (an einem Liter Supermarktmilch haben rund 450 Kühe mitgewirkt!). Auch wenn die Werbung uns suggeriert, dass die Kuh immer noch auf der Alm von Hand gemolken wird: Von Natur pur kann bei Milch heute keine Rede mehr sein. Milchprodukte stammen zum größten Teil aus der Massentierhaltung. Die Produkte im Supermarkt wurden allesamt von der Industrie behandelt: sie werden homogenisiert oder pasteurisiert. Das Erhitzen tötet enthaltene Bakterien wie auch viele Vitamine ab und verlängert die Haltbarkeit der Milch. Der Einsatz von Hormonen und Antibiotika steht auf der Tagesordnung, die der Verbraucher dann mitkonsumiert. Anders können Hochleistungskühe gar nicht ständig trächtig sein und so die Milchmenge bringen, die von ihnen verlangt wird. Im Jahr 1850 gaben Kühe noch etwa 1000 Liter Milch pro Jahr, heute sind es 6800 Liter und mehr.

Der Aspekt, der für mich aber am wichtigsten war, als ich „Skinny Bitch“ las – und der mir auch heute noch am wichtigsten ist: Man sollte sich bewusst machen, dass Kuhmilch Muttermilch für Kälber ist und dafür sorgt, dass ein kleines Kalb zu einer ca. 700kg schweren Kuh wird. Hinter der Milch steckt eine riesige Industrie, die uns natürlich weiß machen will, dass Milch gesund ist. Genauso gut könnten wir aber auch die Muttermilch eines Gorillas trinken. Der Mensch ist übrigens das einzige Wesen, das die (Mutter-)Milch eines anderen Lebewesens (sprich der Kuh) konsumiert. Natürlich wählt die Industrie Kühe und keine anderen Tiere, da Kühe viel Milch abgeben und einfach zu halten sind.

Ich werde versuchen, meinen Milchkonsum in nächster Zeit weiter zu reduzieren. Oben habe ich schon geschrieben, dass ich nicht komplett auf Käse verzichten möchte, und auch, wenn ich auswärts esse, möchte ich nicht penibel darauf achten, ob nun Milch verwendet wurde, oder nicht. 100%ig vegan werde ich mich in naher Zukunft also nicht ernähren. Vielleicht irgendwann mal, wer weiß? Aber kleine Schritte sind besser, als keine, nicht wahr? Wie handhabst du das Ganze? Verzichtest du komplett auf Milch(produkte)? Oder hast du dir noch nie Gedanken über Milch gemacht?

19 Kommentare
  1. Ginni
    Ginni says:

    Ein interessantes Thema!
    Also ich muss sagen, dass ich weder Veganerin noch Vegetarierin bin. Ich esse Fleisch – aber eher selten. Meistens habe ich nicht das Bedürfnis nach Fleisch, dann esse ich es auch nicht.
    Milch und Käse esse/trinke ich regelmäßig. Wobei ich nie ein ganzes Glas Milch pur trinke, ich mische es meist nur bei, zB bei warmen Getränken. Käse esse ich sehr gerne, wobei ich seit einigen Woche weiß, dass ich die von Dir beschriebene Laktoseintoleranz mit mir rumtrage :-) Daher kaufe ich nur laktosefreie Produkte, unterwegs greife ich auf Tabletten zurück. Sehr, sehr gerne esse ich Ziegenkäse (Hart-, Weich- und Frischkäse). Ich kann mir derzeit überhaupt nicht vorstellen, darauf dauerhaft zu verzichten.

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    • Hannah
      Hannah says:

      Liebe Ginni,
      genau das ist auch meine Einstellung – wenn ich das Bedürfnis nach Käse etc. habe, dann esse ich es auch. Warum sollte man sich etwas verbieten, was man gerne mag? Wozu ich auch sagen muss, dass ich mich nicht aus ethischen, sondern eher aus gesundheitlichen Gründen vegetarisch ernähre. Verbesserungsbedarf gibt es natürlich immer, aber Essen soll ja auch Spaß machen, und man sollte sich nicht zu viele Gedanken um das Thema „Essen“ machen.

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  2. Janina
    Janina says:

    Ein wirklich interessanter Beitrag!

    Ich habe tatsächlich noch nie wirklich über den Konsum von Milch nachgedacht. Aber generell habe ich festgestellt, dass gerade in den letzten wenigen Jahren ein Umdenken bei mir stattgefunden hat. Seitdem versuche ich darauf zu achten, was ich kaufe. Damals habe ich nicht einen Gedanken daran verschwendet. Schade und schlimm zugleich. Ich esse Fleisch. Tatsächlich brauche ich Fleisch. Aber meinen Fleischkonsum habe ich sehr stark reduziert. Früher habe ich fast täglich ein Stück Steak gegessen. Weil ich der Meinung war, ich bräuchte das und ich ständig ‚Heißhunger‘ hatte. Das gibt es so nicht mehr. Ich esse noch immer gern mein Steak, aber eben seltener – viel seltener – und bewusster. Nun genieße ich es! Jetzt ist es z. B. so, dass ich zu einer gewissen Zeit tatsächlich so richtigen Hunger auf Fleisch habe. Dann gebe ich dem auch nach.

    Milch trinke ich nicht pur. Noch nie war das meins. Ich benutze sie zum kochen, für mein Müsli oder eben bei Getränken. Aber ich merke leider immer mehr, dass ich es nicht vertrage. Ich bekomme schon bei kleineren Mengen starke Bauchschmerzen und leide. Sojamilch ist für mich aber eigentlich keine wirkliche Alternative – ich mag sie nicht, es sei denn, sie ist im Smoothie.

    Danke Dir für deinen Beitrag zu diesem Thema. Das Buch werde ich mir wohl auch mal lesen. Es scheint, als wäre es sehr interessant!

    Ich sende dir die liebsten Grüße! :)
    Janina

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    • Hannah
      Hannah says:

      Bewusst zu essen finde ich auch extrem wichtig. Wenn jemand einmal in der Woche ein hochwertiges Steak isst, finde ich das besser, als wenn man jeden Tag Billigwurst vom Discounter isst. Aber ich gehöre auch nicht zur Gruppe der missionierenden Vegetarier, die anderen sagen wollen, was sie essen sollen und was nicht ;-) Mir geht es eher um den gesundheitlichen Aspekt, und dass die Billigwurst vom Discounter nicht gesund sein kann, müsste jedem bewusst sein, der sich einmal Gedanken zu dem Thema gemacht hat.

      Sojamilch mag ich auch überhaupt nicht, dafür aber andere Milchalternativen wie Nussmilch. Hört sich auch erst einmal komisch an, wenn man sie noch nie probiert hat, aber sie schmeckt (mir) tatsächlich sehr gut.

      Liebe Grüße zurück! :-)

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  3. Teresa
    Teresa says:

    Ein sehr schöner Post! Das Buch habe ich auch mal vor ein paar jahren gelesen und daraufhin die Fastenzeit über vegan gelebt. Mich hat vor allem die sache mit dem Leben der Kühe überzeugt. Viele haben ja tatsächlich diese riesen-euter… ein Problem ist aber auch dass die Konsumenten einfach nicht bereit mehr zu zahlen, sodass Bauern nicht „gezwungen“ wären erstens so viele Kühe zu halten und zweitens deren Milchproduktion so hoch wie möglich zu halten… ich nehme allerdings momentan doch wieder milchprodukte zu mir, da zum einen wenn ich meine Nährstoffe prüfe viele micronährstoffe die mir fehlen in Milch vorhanden sind, klar die sind auch in vielen verschiedenen anderen Produkten, aber ich mag Milch gerne und vor allem Joghurt und die Kulturen darin tun mir einfach gut, er wurde ja früher nicht umsonst als Arzneimittel verwendet. Ich kann jeden verstehen der keine milchprodukte gebraucht oder sogar vegan ist, aber auch obwohl milchprodukte durch die industrie so geboostet werden, sie haben tatsächlich sehr nützliche Inhaltsstoffe, daher bleibe ich wohl dabei ;)
    Liebe grüße,
    Teresa

    Antworten
    • Hannah
      Hannah says:

      Danke, Teresa! :-) Über die Fastenzeit vegan leben ist eine gute Idee, finde ich. Ob für den Einstieg, oder einfach, um eine Zeit bewusster zu essen ist das eine gute Idee. Der Preiskampf ist auch ein wichtiges Thema, da hast du Recht. Im Endeffekt muss jeder für sich entscheiden, was für ihn richtig ist, daher finde ich deine Einstellung auch gut. Ich mag es nämlich nicht, wenn Leute andere missionieren wollen ;-)

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  4. Marielen
    Marielen says:

    Super Artikel!
    Ich habe mich sehr lange vegetarisch ernaehrt und erst seit ca. 4 Jahren vegan, da ich mit dem PCO Syndrom diagnostiziert wurde und las, man solle auf Fleich und Milchprodukte verzichten. Seitdem geht es mir viel, viel besser. Meine Symptome sind alle weg und ich habe viel bessere Haut und abgenommen.

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    • Hannah
      Hannah says:

      Danke! :-) „Erst“ 4 Jahre – 4 Jahre sind eine wahnsinnig lange Zeit, finde ich! Obwohl ich die vegane Lebensweise für mich momentan (noch) nicht umsetzen möchte, finde ich es bewunderswert, wenn andere Menschen komplett vegan leben. Ich ernähre mich zwar schon oft vegan, aber eben nicht 100%ig. Dass es dir mit der veganen Ernährung gesundheitlich besser geht, ist doch perfekt, was will man mehr. Das zeigt wieder mal, dass Hippokrates nicht ganz falsch lag, als er sagte „Lass deine Ernährung deine Medizin sein“ :-)

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  5. Asti @shakeyourbrain
    Asti @shakeyourbrain says:

    Über dieses Thema habe ich letztens mit meiner besten Freundin geredet!

    Auf Milch kann ich problemlos verzichten, es gibt ja schließlich viele leckere Alternativen. Aber auf Joghurt, Quark, Buttermilch und Käse könnte ich derzeit nicht verzichten. Sojajoghurt schmeckt mir nicht so gut, aber vielleicht habe ich da noch nicht den Richtigen gefunden.

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    • Hannah
      Hannah says:

      Sojajoghurt finde ich zum Glück ganz ok, muss ich aber auch nicht jeden Tag haben. Ich weiß aber gar nicht, welche Marke ich immer nehme. Hast du eigentlich die VFF Challenge gemacht oder dir das Buch nur durchgelesen?

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      • Asti @shakeyourbrain
        Asti @shakeyourbrain says:

        Ich schrieb ja auf Instagram, dass es mir nicht um die Challange geht, sondern um Ideen zu sammeln und Neues auszuprobieren. Derzeit habe ich Vegan for fun hier, mal gucken, was sich interessantes, ansprechendes anfindet.

  6. Steffi
    Steffi says:

    Hallo Hannah,
    in den ersten Schwangerschaftswochen erging es mir mit der Fleischtheke wie dir. Ich musste einen großen Bogen darum machen. Fleisch mochte ich gar nicht essen. Mittlerweile esse ich 1-2 Mal/Woche Fleisch oder Schinken- mehr mag ich auch gar nicht.

    Über Milch habe ich mir schon einige Gedanken gemacht. Ganz verzichte ich nicht darauf, aber ich reduzieren sie stark. Ich könnte mir allerdings nicht vorstellen auf Quark, Joghurt und Käse zu verzichten.

    Viele Grüße
    Steffi

    Antworten
  7. Michelle
    Michelle says:

    Zur Zeit beschäftige ich mich auch vermehrt mit den Thema Veganismus, aber mir geht es ähnlich wie den meisten hier: Joghurt, Quark und Frischkäse möchte ich ungern missen und nach einer Phase Joghurtabstinenz freue ich mich richtig über einen Naturjoghurt zu Obst oder Müsli.
    Allerdings will ich anmerken, dass Kühe nicht notwendig mit Hormone und Antibiotika behandelt werden, um Leistung zu bringen. Tatsächlich darf die Milch einer wegen Krankheit mit Antibiotika behandelten Kuh mehrere Tage nicht verkauft werden.

    Antworten
  8. Gianna
    Gianna says:

    Ich verzichte seit einigen Jahren auf Milchprodukte – nicht zum ersten Mal, aber im Vergleich zur Zeit vor 13 Jahren ist es heute wesentlich einfacher, weil es sehr viele Alternativen (auch jenseits von Soja) gibt. Damals war eine temporäre Laktoseunverträglichkeit der Grund, heute bin ich überzeugte Veganerin und überdies auch endgültig laktoseintolerant (was ich als natürlich betrachte, nicht als Krankheit, wie es gemeinhin oft dargestellt wird). Gesundheitlich geht es mir dadurch um einiges besser (auch im Hinblick auf Allergien, Dermatitis, etc.), Mangelerscheinungen hatte ich noch nie.

    Wenn ich auswärts esse, ist es gelegentlich schwierig, weil der Terminus ‚ohne Milchprodukte‘ oft falsch verstanden wird (ja, auch Butter und Joghurt sind Milchprodukte…), oder – noch schlimmer – nicht ernst genommen wird (ach, die Veganer mit ihrer eingebildeten Intoleranz, die merken das doch nicht). Irgendwann habe ich dann gelernt, in welchen Restaurants es am einfachsten ist (etwa Thai und Indisch). Was mich aber am meisten daran stört, wenn ich auswärts esse (was sich beruflich manchmal nicht vermeiden lässt), sind mögliche Zusatzstoffe, die ich sonst in meiner Ernährung komplett vermeide.

    Antworten
  9. kathrin
    kathrin says:

    hey,
    also ich muss sagen das wirklich frische Milch nicht mein Fall ist ( hab es ein mal probiert ) aber das liegt wohl eher daran das wir an den Geschmack überhaupt nicht gewöhnt sind und der auch ziemlich anders ist als bei Supermarkt-Milch.
    Ich hab mal gehört Milch soll „verschleimen“ oder irgendwie in diese Richtung einen effekt haben und würde gern wissen ob da was wahres dran ist?
    Ich hab mich mal für ein Monat vegetarisch ernährt um zu wissen wie schwer das ist aber dannach hatte ich schon echt lust auf Fleisch und dieser Lebensstil ist schon etwas einzwängend wie ich finde. Außerdem hab ich gemerkt das wenn ich nicht bewusst darauf achte kein Fleisch zu essen ich sowieso kaum welches esse, also belasse ich es dabei.
    Noch kurz was zu alternativ Milch… also ich kann jedem nur Reismilch empfehlen, die schmeckt super lecker auch wenn man sie pur trinkt was bei Anderen nicht so der fall ist.
    Übrigens ein echt cooler Blog, auch von mir Lob dazu ;)
    lg Kathrin

    Antworten
  10. Lucia
    Lucia says:

    Hallo Hannah!

    Seit geraumer Zeit lese ich immer wieder Artikel von deiner Seite. Deinen Artikel über den Mixervergleich habe ich sehr aufmerksam gelesen und er hat mich inspiriert :-)

    Ich habe seit ca 3 Jahren Zölliakie und eine Milcheiweißallergie. Letztere kam erst vor einigen Monaten heraus, als meine Verdauungsbeschwerden nicht besser wurden (laktosefrei half nicht). Nach einem 4 wöchigen Aufenthalt in den USA während dem ich auf Milchprodukte verzichtet habe (fällt dort auch gar nicht schwer bei dem Angebot an Kokosmilcheis und anderen pflanzlichen Alternativen:-)), ging es mir plötzlich viel besser. Seitdem habe ich recht viel über Kuhmilch gelesen und bin auch der Meinung, dass es für uns bessere, gesündere Milchalternativen und Kalziumquellen wie zB. Mandeln gibt. Aber es ist immer die Frage der Massentauglichkeit. Angenommen, jeder kauft jetzt nur noch Mandelmilch oder Sojamilch. Wäre das DIE Lösung? Was würde mit der Natur passieren? Noch mehr Brandrodung der Urwälder, nur mit dem Unterschied statt Tierfuttererzeugung menschenbedarfdeckend? Ich denke, dass es wichtig ist, dass wir Menschen uns nicht auf die immer gleichen Lebensmittel konzentrieren. Wir können uns nicht alle nur von Mandeln oder Soja ernähren. Oder nur noch von Hirse, Buchweizen, Mais, Reis, Quinoa oder Amaranth anstelle von Weizen, Roggen und weiteren glutenhaltigen Kollegen. Die Mischung und die Vielseitigkeit machts und wenn dann von einigen noch Milch getrunken wird, finde ich das okay.

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  1. […] Einen sehr interessanten Artikel und Hintergrundinformationen hierüber hat Hanna auf ihrem Blog “Projekt gesund leben” […]

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